#Link11: Die besten Wettbewerbe der Welt

Eine Verletztenmeldung sorgte gestern bei mir für Kopfzerbrechen: Thomas Müller fällt mit einem Muskelfaserriss zehn Tage aus, meldet der SID. Diese Meldung finde ich gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Erstens war mir bisher nicht bekannt, dass Thomas Müller sich verletzen kann. Zweitens, und viel wichtiger, habe ich gelernt, dass ein Muskelfaserriss innerhalb von zehn Tagen abheilen kann. Ich erinnere mich an meinen letzten Muskelfaserriss, ebenso wie Müllers im rechten Oberschenkel, der mich zu zwei Monaten kompletter Sportlosigkeit zwang. Aber ich habe wohl weder die medizinische Unterstützung eines Müller-Wohlfahrts noch die Fasern eines Thomas Müllers. Was weiß ich also schon. Die #Link11 verzichtet derweil auf Ausfallserscheinungen und bietet das Beste vom Tag.

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1. Bevor wir zum Wettbewerb der Weltbesten kommen, beschäftigen wir uns zunächst mit dem Wettbewerb der weltbesten Zweitligisten. Das Spitzenspiel zwischen Köln und Fürth endete 1:1-Unentschieden. Daniel Theweleit (Spiegel Online) war vor Ort und glaubt, die Kölner gingen nun nüchtern in den Karneval. Auch Philipp Selldorf (Süddeutsche) greift das Karnevals-Motiv auf.

2. Weitere News aus Liga 2: Jan Christian Müller (Frankfurter Rundschau) meint, Kaiserslauterns Trainer Runjaic ist wieder dort angelagt, wo er vor einigen Monaten angefangen hat. In Düsseldorf ist man nach einigen sieglosen Partien in Sorge. Der Trainer Köstner bittet um Geduld, berichtet Marcus Gülck (DerWesten). Auch Thomas Schulze (RP Online) beschäftigt sich mit den Düsseldorfern. Energie Cottbus trennt sich derweil von Trainer Stephan Schmidt (siehe u.a. Ruhrnachrichten).

3. Borussia Dortmund muss bzw. darf heute gegen Zenit St. Petersburg spielen. Angesichts des eher leichten Achtelfinal-Gegners ist man geneigt, das Modalverb „dürfen“ zu nutzen, angesichts der Dortmunder Form möchte man eher sagen, sie „müssen“ ausgerechnet jetzt zum Champions-League-Achtelfinale antreten. Der BVB kann wahrscheinlich mit Lewandowski spielen, muss aber auf Hummels verzichten (siehe u.a. Reviersport). Vor dem Spiel gab es eine bizarre Pressekonferenz, der kicker zeigt einige Ausschnitte. Frank Hellmann (Frankfurter Rundschau) konzentriert sich auf die Personalie Dietmar Beiersdorfer, der Sportdirektor bei Zenit ist. Benjamin Wahlen (Spox) hat mit Beiersdorfer gesprochen. Übrigens: Der Dortmunder Anhänger, der eine Schweigeminute mit einem „Sieg Heil!“ störte, erhält ein langes Stadionverbot (siehe u.a. Reviersport).

4. Im Fall der Schalker ist die Frage nach dem Modalverb leichter zu beantworten, zumindest wenn man sich die Vorfreude der Fans anschaut: Am morgigen Mittwoch darf der FC Schalke gegen Real Madrid spielen. Torsten Wieland (Königsblog) spricht von einem „Feiertag auf Schalke“. Die 1904 Geschichten publizieren passend zum Spiel einen Erlebnisbericht, in dem auch Real Madrid und Raul eine Rolle spielen. Stefan Osterhaus (NZZ) meint, vielleicht liege der Schalker Aufschwung doch an Jens Keller.

5. Sowohl bei Dortmunds Gastspiel in St. Petersburg als auch auf Schalke wird jeweils ein Team mit dem Gazprom-Emblem auf dem Trikot starten. Anja Schramm (Welt Online) nimmt dies zum Anlass, sich anzuschauen, wie die russische Firma mit dem europäischen Fußball verbandelt ist.

6. Aus der Rubrik „absurde Vorschläge gegen die Bayern-Dominanz“ kommt der Beitrag von Christian Eichler (FAZ). Er schlägt gegen die Münchener Dominanz ein Draft-System und eine K.O.-Runde zu Saisonenende vor. Außerdem gibt es bei den Bayern ein hartnäckiges Transfergerücht. Gerüchteweise soll Manchester United einen sehr hohen Betrag für Toni Kroos bieten. Blog trifft Ball berichtet allerdings nun nicht über dieses Gerücht, nein, sie sagen: Hoffnung für Hansa Rostock! Warum? Lest selbst!

7. Was ist sonst so los in der Bundesliga? Christoph Ulrich (Halbangst Blog) blickt gleich auf die Lage zweier Klubs: auf Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf. Karsten Kellermann (RP Online) meint: Kruses Krise ist auch Gladbachs Krise.

8. Eintracht Inside hat ein paar Fragen an die Taktikfüchse, weil er so manches bei seinen Frankfurtern nicht versteht.

9. In Stuttgart sitzt Thomas Schneider nach den schwachen Ergebnissen nicht mehr fest im Sattel. Laut den Stuttgarter Zeitung heißt der Plan B Holger Stanislawski. Am Wochenende werde aber noch Schneider auf der Trainerbank sitzen. Tobias Schächter (Süddeutsche) meint, die Stuttgarter seien „fragil wie ein Kleinkind“.

10. Meanwhile in Italy: Der AS Rom fährt nicht mehr ganz so starke Ergebnisse ein wie zu Saisonbeginn, als man 10 Spiele am Stück gewann und 17mal hintereinander ungeschlagen blieb. Doch noch immer befindet sich der Klub auf Vizemeister-Kurs. Alex Belinger (Cavanis Friseur) erklärt, was die Roma in den letzten Jahren richtig gemacht hat.

11. Last but not least gibt es heute einen deutschen EM-Quali-Gegner: Anton Zirk (11Freunde) hat zehn Fakten über Gibraltars Fußballnationalteam zusammengetragen.

Meist geklickter Link gestern:

Euch hat die Münchener Position im ClubElo-Ranking interessiert.

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Klar, er hat eine Ausstrahlung, bei der man denken könnte: Was ist das für ein arroganter Typ. Aber so habe ich ihn nie wahrgenommen. Er ist einer der eifrigsten Spieler, die ich je erlebt habe. Davon kann sich jeder eine Scheibe abschneiden. Er ist ein bisschen wie Mourinho, nur eben als Spieler.

Nuri Sahin über Cristiano Ronaldo. Das Zitat stammt aus dem Königsblog.

Mixed Zone:

HSV-Krise: SportInside zeigt einen Beitrag über die Krise des HSV – leider gefühlt zwei Tage zu spät. + + + Livesport: Allesaussersport weiß, was heute übertragen wird. + + + Internet-Ultras: Der SCP Blogger über die moderne Gattung Fan. + + + „Sonnensystem Hopp“: Eine – für mich nicht immer verständliche – Mindmap der Hopp’schen Investitionen gibt es beim Stadioncheck. + + + Ungeliebte WM: Laut einer Umfrage freut sich ein großer Teil der Brasilianer nicht auf die WM (siehe FAZ). + + + Nebenverdienst: Michael Meier sahnt dank Bert van Marwijk kräftig ab, berichtet u.a. RP Online.

#Link11: Strohhalm 3, Pöhler 0

Die Bayern dominieren die Liga: Mit Zahlen belegen lässt sich dies etwa durch die Club-ELO-Ratings, angelehnt an die weltweit verwendete Wertungszahl im Schach. Indem sich der FC Bayern von der Liga in historisch nahezu einmaligem Maße vom Rest der Klubs absetzt, jagt er den ewigen Bestwert, der dem weißen Ballett, dem Real Madrid der frühen Sechziger (Jahre, nicht Löwen), zugeschrieben wird.

Die anderen Vereine jagen derweil in der Mehrzahl eher Punkt um Punkt gegen den Abstieg. Einen launigen, einleitenden Überblick des 22. Bundesliga-Spieltages gibts beim Brennerpass, zu den einzelnen Spielen und der Frage »Was gab’s sonst so?« folgt hier die Link11. Wir wünschen viel Vergnügen.

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1. Der Knüller des Spieltags war sicherlich das Spiel des Hamburger Sporvereins gegen den BVB. Die von Mirko Slomka hervorragend eingestellten Hanseaten stellten die Dortmunder in deren Entfaltung vor arge Probleme und gewannen verdient und deutlich mit 3:0. Der Spielverlauf kann bei der SZ nachgelesen werden. Auch bei Spielverlagerung.de hat man das Spiel gesehen und weiß zu berichten, wie viel Slomka im neuen HSV steckt.

Peter Hess kommentiert Calhanoglus Traumtor zum 3:0 für die FAZ. Für Raute 22c war es in vielerlei Hinsicht das erste Mal. Ermittler Dembowski stimmt einen Klagegesang an und berichtet auf seine Weise über das Spiel.

2. Während also der Hamburger SV drei Punkte dazu gewann, verlor der VfB Stuttgart zum wiederholten Male. Gegner war diesmal die Berliner Hertha, über das Spiel berichtet der Spiegel. In Stuttgart wird an Trainer und Mannschaft wenig bemängelt, die Offiziellen des VfB hätten ihren Sündenbock im Schiedsrichter ausgemacht, so der SWR. Dass der nahende Abstieg der Schwaben weitgehend ignoriert wird und wie die derzeitigen Aussichten für die Personen Bobic und Schneider sind, hat Goldmann Sax festgehalten. Die traurige Erkenntnis derzeit: Es interessiere kaum, ob der VfB absteige oder nicht, er sei beliebig geworden.

3. Fokus-Fussball-Autor Tobias Escher analysiert bei Spielverlagerung.de das Aufeinandertreffen von zwei der besten Fußballmannschaften Deutschlands (Wolfsburg traf auf Leverkusen). In der Rheinischen Post schreibt Stefan Klüttermann, der Werkself unterm Bayer-Kreuz gelinge es derzeit, mehrere Spiele zu verlieren, dabei aber jedes auf eine andere Art. Heute: Schläfrigkeit.

4. Im westlichsten Spiel der Woche trat die TSG 1899 Hoffenheim bei Borussia Mönchengladbach an und nahm nach 0:2-Rückstand einen Punkt mit nach Hause. Rene Maric von Spielverlagerung.de analysiert die Auswirkungen der taktischen Vorgaben der Trainer und ihrer Umstellungen. Der Akademikerfanclub gibt sich demgegenüber wie gewohnt weitschweifiger und analysiert auch den Zusammenhang zwischen Sitzpinkeln und der Beliebheit eines Spielers beim Publikum.

5. Im ersten der beiden Sonntagsspiele hamsterten Frankfurt und Bremen jeweils einen Punkt. Bremen spielte lange in Unterzahl, Frankfurt schoss oft, es fiel kein Tor. Dass das Spiel kein Leckerbissen war, sah auch Stefan Krieger von Blog-G, der dennoch guter Dinge ist, dass sich zwei Mannschaften finden werden, die am Ende der Saison noch weniger Punkte als die Eintracht haben. #werder2013 gibt einen Einblick in die aktuelle Gedankenwelt eines Werderfans: Es gehe nicht um ansehnliches Spiel, sondern darum, »die Saison zu überstehen«.

6. Bereits am Freitagabend trennten sich 04 und 05 0:0. Den taktisch ausgerichteten Spielbericht gibt es bei Spielverlagerung.de, einen königsblauen und 04-fokussierten beim Königsblog, dessen nüchterne Konzentration auf das Geschehen auf dem Platz wohl die derzeitige außergewöhnliche Ruhe auf Schalke treffend widerspiegelt.

7. Das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, die zur Winterpause noch die beiden Abstiegsplätze belegten, glänzte durch einen Sieg in Unterzahl und dreit [sic, Spiegel] verschossene Elfmeter. Während Braunschweig weiterhin Letzter ist, konnte sich der 1. FC Nürnberg seit Beginn der Rückrunde schon ein ganzes Stück Land gewinnen. Die FAZ berichtet.

8. Der SC Freiburg kommt hingegen kaum von der Stelle. Gegen den FC Augsburg verloren die Kicker vom Fuße des Schwarzwalds mit 2:4. Die Badische Zeitung sah einen »Nackenschlag im Dauerregen« und Chrstian Streich sich einmal mehr durch die Unparteiischen benachteiligt.

9. Der FC Bayern gewann selbstverständlich auch in Hannover (4:0). Rene Maric hat bei Spielverlagerung.de das Spiel in der ihm zustehenden Kürze taktisch zusammengefasst. Der Bayern Blog erklärt, was Javi Martínez als Innenverteidiger so wertvoll macht.

10. Am Sonntag wurden die Qualifikationsgruppen für die EM 2016 ausgelost. Es ergaben sich für Deutschland Polen, Irland, Schottland, Georgien und Gibraltar als Gegner. (Ein Hinweis für Steffen Simon an dieser Stelle: Gibraltar hat nicht dreimal, sondern fast neunmal so viele Einwohner wie Hoffenheim. Nichts zu danken.) Die FAZ hat zu jedem der Gegner ein paar Zahlen und Buchstaben zusammengetragen.

Kritik am Modus, bei dem der Erste und Zweite direkt qualifiziert sind und auch jeder Drittplatzierte mindestens eine Chance durch Play-Offs hat, findet sich in der SZ auch aus dem Munde des Bundestrainers. Zu den Äußerungen Löws äußerte sich Platini, Christian Seifert erwidert (Spiegel).

11. Die aktuelle Titelstory der 11Freunde zu RasenBallsport Leipzig hat mehrere Repliken hervorgerufen. Der Werder-Blog Vert et blanc beschäftigt sich ebenso mit dem Thema wie der Akademikerfanclub. Der Leipziger Rotebrauseblog feiert derweil sein vierjähriges Bestehen.

 

Field Reporter

Wenn wir weiterhin so gut spielen, ergibt sich der Druck für die Mannschaften oben, die vor uns stehen, automatisch. Das entscheidende ist, dass wir jede Woche die Punkte einfahren, dann ergibt sich vieles von alleine. Die realistische Einschätzung bleibt, dass die Top Vier vielleicht noch ein Stück besser sind als wir, aber wenn sie uns die Möglichkeit geben, müssen wir da sein.

Wolfsburg steht vier Punkte hinter Platz 2 und hat die letzten vier Pflichtspiele gewonnen. Eine Kampfansage des Kalibers Dieter Hecking. (Spox.com)

 

Mixed Zone:

Hochkultur: John Updike, Zinedine Zidane und Marco Materazzi in einem bebilderten Zitat vereint: Fußball und Literatur. + + + Schmerzkultur: Ilkay Gündogan laboriert nun schon seit Monaten an einem »mysteriösen« Rückenleiden (FAZ), der Bundestrainer zeigt sich besorgt über den Krankenstand (SZ) + + + Brasilianische Fußballkultur: Fritten, Fussball und Bier stellt das Projekt »Beyond Maracana« vor + + + Nachzahlen: Nach einer Meldung der Süddeutschen Zeitung vom Freitag muss die angenommene Steuerschuld Uli Hoeneß‘ um etwa 10% nach oben korrigiert werden + + + Aufsteigen: Die SZ fasst die Begegnungen der zweiten Liga vom Wochenende zusammen + + + Verbrüdern: Ein St.Pauli-Fan in Dresden in einem Gastbeitrag bei Curi0us + + +

#Link11 – Gescheiterte Träume

Diese verdammte Deadline. Eigentlich wollte ich schimpfen. So richtig. Dann Computer. Absturz. Ihr kennt das alle. Und deswegen. Hier. Noch vor dem Anstoß!

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1. Überhaupt kein schlechtes Ergebnis. Eintracht Frankfurt erreicht in Porto ein 2-2 (kicker). Zum ersten Mal seit 1994/1995 winkt das Achtelfinale eines europäischen Wettbewerbs. Aber was bedeutet das Unentschieden wirklich. In der Liga ist Frankfurt immer noch im Abstiegskampf. Frankfurt ist zwischen Euphorie und Ungewissheit, schreibt die dpa. Sportdirektor Bruno Hübner sieht Frankfurt vor entscheidenden Wochen (FR) und Blog G erinnert noch einmal an dieses verdammte Abschenken. In Porto hat es trotzdem gerreicht. Und die Eintracht träumt (Süddeutsche)

2. Einigermaßen erstaunlich war auch der souveräne 3-0 Erfolg der „Bullen“ bei Ajax Amsterdam. De Salzburger Nachrichten sind entzückt. Alexander Semeliker nimmt auf Abseits.at das Pressing der Bullen unter die Lupe. Eben dort finden wir auch eine Auswahl an internationalen Pressestimmen.

3. Das ist Kunst, Mann!  Toni Kroos! Was ein Spieler. Der kompletteste deutsche Mittelfeldspieler unser Zeit, schreibt Markus Lotter in seiner Kroos-Huldigung  „Mit Hirn, Lunge und Fuß“ (Berliner Zeitung). Auch die NZZ schreibt über Kroos und seinen Verhandlungspoker. Erfolgreich, aber nicht populär – das Los des Rostockers. (Hochbegabte unter sich). Gianni Costa sagt: Jetzt wird es eng für Mesut Özil (Rheinische Post)

4. Toni Kroos, Mario Götze, Mesut Özil, Manuel Neuer und Thomas Müller. Sie waren alle einmal Kinder und träumten von einer großen Karriere. Sie kickten gegen den Ball und hatten keine Millionen im Sinn, sondern nur das nächste Tor, das nächste Spiel. Und dann kam dieser eine Moment. Und die Väter wurden Spielerväter. Doch wem gelingt dieser Schritt schon? Und wer wird schnell wieder abgeschoben. Irgendwo da setzt die Geschichte „Wir träumten von Honig“ ein. Lesen. Hier: Erster Alles Forever! 

5. Im Nachbarland Frankreich träumte Francois Marque sicher auch einmal von einer großen Karriere. 2008 trotzte er für den FC Basel spielend dem großen FC Barcelona ein 1-1 im Nou Camp ab, 2014 brummt ihm der DFB eine Sperre auf. Im Dress des 1.FC Saarbrücken wurde aus dem 30-jährigen ein Dopingfall. Fußballdoping mit den Hintergründen.

6. Da haben die Geier drauf gewartet. Hoffentlich haut der Magath jetzt einen raus. Einen Satz mit Kultpotenzial. Die 11 Freunden reihen die PK sogleich in ihre „Legendären Interviews“ ein. Auch Julien Wolff war für die Welt auf der PK. „I have to put elf players together“, da ist er der Satz mit Kultpotenzial, schrieb jemand auf Twitter, und überschreibt die Welt den Wolff-Text, der dann doch ein wenig mehr als Hohn und Spott bietet. Torsten Wieland, leidgeprüfter Schalke-Blogger unter Magath, über einen Neuanfang in fremder Umgebung (koenigsblog)

7. Am kommenden Dienstag, bereits um 18 Uhr, beginnt für Borussia Dortmund die K.O.-Phase der Champions League. Der Vorjahrsfinalist trifft dabei auf den russischen Vizemeister Zenit St. Petersburg. Patrick Bormann blickt auf schwatzgelb.de auf die Belagerung Leningrads zurück. Und richtet dabei sein Augenmerk auf „Fußball im belagerten Leningrad“ 

8. Am Wochenende spielt Dortmund erst einmal in Hamburg. Der HSV war in den letzten Wochen konsequent in den Schlagzeilen. Die Meldung vom Ableben Hermann Riegers überschattete den sportlichen Niedergang des Dinos. Aber Rieger, schreibt Zwergenwerk, hätte das nicht gewollt. (Eine bewegte Woche)

9. Bereits heute treten zwei der positiven Überraschungen der bisherigen Rückrunde gegeneinander an. Der FSV Mainz 05 reist nach Gelsenkirchen. Thomas Tuchel hofft erneut auf Jokertore. (FAZ). Auf Schalke scheint die Sonne. Verständlich nach vier Siegen in Folge. Oliver Müller erklärt  „warum Schalke 04 plötzlich erfolgreich ist.“ (Die Welt). Auf goal.com fragt sich Hassan Talib Haji, ob Keller sich wirklich verändert hat.

10. Es ist eine kleine Meldung, eine Nebensächlichkeit in der Ukraine.

Working as a trade unionist is never an easy job, but the circumstances facing the representatives of the All-Ukrainian Association of Professional Football Players are unprecedented, as its headquarters was destroyed in the early hours of Wednesday 19 February.

Ukrainian Players Union’s Office Burned (FIFPRO)

11. Dominik Hardt ist über die Meldung einer lokalen Tageszeitung verwundert. Eine Niederlage gegen Fürth könnte dem 1.FC Köln richtig Kohle bringen. Wieso kann oder will die Tageszeitung nicht sagen, und so muss Dominik Hardt auf effzeh.com rechnen. Das macht er. (Ohne Durchblick im Fernsehgelddschungel). Ob Fürth überhaupt antreten kann, ist immer noch etwas unsicher, aber trotzdem lohnt sich ein Klick zur Nürnberger Zeitung. Tolle Bilder, tolle Überschrift. Brechdurchfall in Fürth: Mit Spritzgeräten gegen das Virus!

 

Bester Link gestern: 

Arsenal holt gegen Bayern das Fernglas raus. Und sehen endlich den Ball. Ein Bild, ein Klick. (Dan Leydon)

Field Reporter

Ich möchte nicht, dass jemand denkt, ich sei Alkoholiker. Ich genieße Wein und Bier nur in Maßen

Ludovic Obraniak, Hoffnungsträger an der Weser, und zukünftiger Winzer im Gespräch mit der Kreiszeitung Syke.

 

Mixed Zone:

Baskischer Underdog: Das FCK-Fanzine „Betze Brennt“ über den AS Bilbao. +++ Erfindungsreichtum: Der Boulevard erfindet ein paar Klopp-Aussagen (bvb.de) +++ Pünktlich: Und nicht vor seiner Zeit beginnt das Revierderby Ende März. (Ruhr Nachrichten) +++ Alles über den SVW: Jetzt bei der Hashtagmafia.

 

Fußballblogbeitrags des Monats Januar 2014: Rotebrauseblogger

Ein klassischer Fall von „Ausgerechnet!“, dass am Tage der Veröffentlichung der großen Abrechnung von 11 Freunde mit dem „großen Red Bull Bluff“ der Sieger im Wettstreit um den Titel „Fußballblogbeitrag des Monats Januar 2014“ der Rotebrauseblogger ist, der mit einem Beitrag über die Lizensierung von RasenBallsport Leipzig überzeugte und den Text von 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster in der neuesten Ausgabe „eher mau und die Behauptungen zur Fankultur (RB-Gucker können keine Fans werden, weil sie nicht mitbestimmen können) […] falsch wie langweilig“ findet.

Das Fokus-Fussball-Team gratuliert zur Wahl und ist gespannt auf weitere inhaltliche Auseinandersetzungen rund um den in weiten Teilen der Republik ungeliebten Fußballklub mit Flügeln.

januar2014

Hier das Abstimmungsergebnis der Wahl:

Fußballblog des Monats Januar 2014

 

Hier der Nominierungstext von Julian Ritter für den Rotebrauseblogger –  Streitobjekt Zweitligalizenz:

Der Januar ist nur scheinbar der Monat des Winterschlafs im deutschen Fußball. Letztes Jahr kündigte der FC Bayern Guardiola an, in diesem Jahr peppte Thomas Hitzlsperger den Brei aus Trainingsspielergebnissen und Interviews aus Belek auf. Eine Meldung aber, die manchen Fußballfreund in diesem Jahr freudig aufhorchen ließ, ist auf Andreas Rettig zurückzuführen. Auf dem Fankongress 2014 in Berlin sprach sich der DFL-Geschäftsführer in einer Art für die 50+1-Regel aus, die nicht wenige zur Mutmaßung führte, die DFL könnte RasenBallsport Leipzig daran hindern, bei einem Aufstieg eine Lizenz für die Zweite Liga zu erlangen.

Während aber viele Mainstream-Medien zur Sache nicht viel mehr zu berichten wussten, als die Anspielungen Rettigs zu zitieren und andere sich von Vorfreude erfüllt öffentlich die Hände rieben, leistete der Rotebrauseblogger wertvolle Nischenarbeit: Nüchtern, detailliert und stringent führte er aus, wie der Verein funktioniert, welche Eigenheiten bei der Lizenzierung von Relevanz sein könnten und warum die 50+1-Regel den Leipziger Verein überhaupt nicht betrifft. Unabhängig davon, wie man als Leser zum Marketinginstrument Red Bulls steht, ist dieser Text eine lesenswerte und – soweit ich sehe – beispiellose sachliche Einführung in ein umstrittenes Themenfeld und damit ein heißer Kandidat für den Blogbeitrag des Monats.

 

#Link11: Kurz und knapp

Die heutige #Link11 leidet an Personal- bzw. Zeitmangel, gibt trotzdem einen kleinen Überblick. Ergänzungen in den Kommentaren werden gerne angenommen!

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1. Bayern hat bei Arsenal gewonnen. Die einschägigen Bayernblogs Bayernblog und Miasanrot über das Spiel. Tim Rieke hat das Spiel für ZDFsport kurz analysiert. Bei Eurosport lobt der eine überragende Spieler den anderen.

2. Die Szene, die das Spiel entschied, war wohl die Rote Karte gegen Arsenals Torhüter Szczesny. Mit dem aktuellen Regelwerk für solche Situationen zeigten sich beide Teams unzufrieden (FAZ).

3. Im zweiten Mittwochsspiel unterlag der AC Mailand Atlético Madrid mit 0:1 (SpOn). Damit endeten die bisherigen Achtelfinalspiele nicht nur alle mit Auswärtssiegen, sondern auch samt und sonders ohne ein Tor der Gastgeber. Die ersten Spiele Clarence Seedorfs als Trainer bei Milan hat Spielverlagerung.de untersucht.

4. Es ist Donnerstag, also nicht zu früh, um den Blick aufs kommende Bundesligawochenende zu richten: Schalke trifft auf Mainz (Vorbericht bei Web04), Nürnberg auf Braunschweig (Vorbericht bei Clubfans United) und der VfB Stuttgart auf Hertha BSC (StZ).

5. Im Wettskandal bei Grödig ist Dominique Taboga lebenslang gesperrt worden (NZZ).

6. In der Europa League wird das Spiel Dynamo Kiew – FC Valencia wegen der Unruhen in der ukrainischen Hauptstadt nach Zypern verlegt (SpOn).

7. Die Strafen, die deutsch Profiklubs in dieser Saison bislang für Vorfälle unter Beteiligung ihrer Fans zahlen mussten, belaufen sich inzwischen auf mehr als 1 Million Euro (Stadionwelt).

8. Der brasilianische Fußballer Sócrates wäre gestern 60 Jahre alt geworden. 11Freunde und Alois Gstöttner haben ältere Artikel ausgegraben.

9. Arsenal sah gestern den Ball in der zweiten Hälfte nicht mehr allzu häufig aus der Nähe. Dan Leydon illustriert das.

10. Heute läuft die Wahl zum Blogbeitrag des Monats Januar aus. Letzte Chance, abzustimmen!

11. Oma Würpel räumt beim kicker-Managerspiel ab.

 

Bester Link gestern:

Die Ablehnung der Transfertrollerei im Blog von Turnhallenphil war gestern der am häufigsten angeklickte Link.
 

#Link11: Schlechter hätte sich der Effzeh auch nicht geschlagen

Am Montag verkündete Fokus-Fussball-Gründervater Jens seinen Abschied, einen Tag später tat es ihm der beste Fußballverein zwischen Benrath und Mülheim gleich und verkündete mit einer deftigen Heimniederlage gegen Paris Saint-Germain vorzeitig das höchstwahrscheinliche Ausscheiden aus der Königsklasse. Bleibt die Frage: Zieht der FC Bayern nach oder schaffen es die sympathischen Underdogs aus München, sich beim übermächtigen britischen Traditionsklub Arsenal London durchzusetzen?

Für die Rätselfreunde unter euch: Heute geht es um den heiligen Germanus, ein Depot, Frankaturware, eine nach Genitalien benannte Straße und die Hauptstadt von Paraná. Viel Spaß mit der Link11!

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1. Die Niederlage Leverkusens sei auf ein Zusammenwirken einer falschen Strategie Leverkusen und gut aufgelegter Parisiens zurckzuführen, analysiert Martin Rafelt für Spielverlagerung.de. Dabei hebt er besonders Thiago Silva hervor, dem Thomas Kistner schon vor der Partie am Ibra-Hype vorbei ein ausführliches Porträt gewidmet hatte. Der Spielverlauf kann im Bericht der SZ nachgelesen werden.

2. Die Kommentare zum Spiel helfen, ein ganzes Wortfeld zu entdecken: Leverkusen habe sich »blamiert« (Stefan Klüttermann, RP), ein »Debakel erlebt« und eine »Demütigung erlitten« (Daniel Theweleit, SpOn), kurz: »sämtliche negativen Superlative verdient, die sich zur Beschreibung des Auftritts einer Fußballmannschaft finden lassen« (Philip Sagioglou, Welt).

3. Das zweite Spiel des gestrigen Abends gewann der FC Barcelona mit 2:0 bei Manchester City (FAZ). Dabei sorgte Martin Demichelis in der 53. Minute mit einer Notbremse für die sogenannte Dreifachbestrafung: Elfmeter, Rot und Sperre. Dennoch kann sich eine solche Aktion in seltenen Fällen für das eigene Team lohnen: StatsBomb mit grundlegenden Überlegungen zu Gewinn und Verlust durch Notbremsen.

4. Am heutigen Abend steht das Gastspiel der Münchner Bayern beim FC Arsenal an. Wie üblich werden im Vorfeld interessante Spieler beider Teams unter die Lupe genommen: Frank Hellmann schreibt für die FR über den unerwarteten Stammspieler Rafinha, Lars Gartenschläger in der Welt über Serge Gnabry.

5. Auf Bloggerseite sieht der Arseblog die Gäste in der Favoritenrolle, der Bayernblog fokussiert sich auf Özil und Gegenpressing und für Miasanrot hat Bayern es in der Hand, einen Sieg gegen Arsenal zum Zwischenstopp auf dem Weg zur Titelverteidigung zu machen.

6. Taktisch untersuchen Spox.com und Tim Rieke für das ZDF die Facetten des Aufeinandertreffens zweier dominanter Teams. Wie die Gunners am vergangenen Wochenende den FC Liverpool besiegten, weiß ZonalMarking.

7. Eine europäische Etage tiefer ist Frankfurt der einzig verbliebene deutsche Teilnehmer. Das liegt natürlich auch daran, dass keiner der Champions-League-Klubs sich über Platz 3 in die Gesellschaft der Eintracht begeben hat. Ingo Durstewitz (FR) mit einem Vorbericht für das Spiel in Porto: Die Priorität liegt auf der Liga, aber abschenken will Armin Veh das Spiel nicht.

8. Ein Konkurrent der Frankfurter im Tabellenkeller ist der VfB Stuttgart. Angesichts der aktuellen Serie von Niederlagen müsse die Frage, ob Timo Werner verlängert oder nicht, hinter der zurückstehen, in welcher Liga die Schwaben in der kommenden Saison antreten: Der VfB stehe am Scheideweg, so die Stuttgarter Zeitung. Die sportliche Talfahrt wirkt sich auch auf den Rängen aus: Für die kommenden Heimspiele sucht der Verein noch nach Zuschauern und bietet Tickets unterhalb des Preises einer Stadionwurst an (Abendzeitung). Heinz Kamke, Blogger unter den Fans, widmet sich verstärkt Fragen abseits des eigenen Vereins: Dürfen vereinslose Spieler eigentlich auch noch während der Rückrunde verpflichtet werden?

9. Neues von den Baustellen für die Weltmeisterschaften 2014 und 2022: in Curitiba ist das Stadion zu 97% fertig (FAZ), in Katar gibt es neue Zahlen über die Tode indischer Gastarbeiter (SZ).

10. Ein Solidarprinzip soll bei den Fernsehgeldern der spanischen Klubs eingeführt werden: Das Verhältnis zwischen dem Klub mit den höchsten und dem mit den niedrigsten Einnahmen soll künftig maximal 4,5 betragen, der Schwächste soll also mindestens 22% der Einnahmen des Stärksten erzielen. Außerdem sollen die Übertragungsrechte künftig gemeinsam ausgehandelt werden. (FAZ)

11. Gut läuft es übrigens momentan bei Schalke 04. Muss man auch mal sagen. Die Libera bei Web04 tut es.

 

Bester Link gestern:

Frank Hellmanns Text über die Champions League, das große Geld und Financial Fairplay in der Frankfurter Rundschau.

 

Bandenwerbung:

Noch bis morgen läuft die Wahl zum Blogbeitrag des Monats Januar 2014.

 

Field Reporter:

Als ich den HSV im Oktober 2011 auf dem letzten Tabellenplatz übernommen habe, hat Franz Beckenbauer gesagt: ‚Diesem Klub kann nur ein Zauberer helfen‘. Obwohl ich kein Zauberer bin, haben wir den Klassenerhalt geschafft, sind im Jahr darauf Siebter geworden. Und was passiert? Ich werde nach fünf Spielen der Folgesaison entlassen, obwohl wir den Klub eigentlich in ruhigen Fahrwassern hatten. Danach ging alles durcheinander.

Thorsten Fink spricht in der Welt über den HSV.

 

Mixed Zone:

Hermann Rieger: ist gestorben. (FAZ, NDR, 11Freunde) + + + Hosengate: ist zwischen Leipzig und Halle mehr als ein Foto. Der Rotebrauseblogger mit einer Chronologie der Ereignisse + + + Dopingkontrollen: werden in Portugal auch bei Amateuren, Futsalern und Frauen durchgeführt (Fußballdoping) + + + Jan Åge Fjørtoft: könnte man auch einfach ignorieren (Turnhallengeruch) + + + Ein alter Sack: fordert mehr Anarchie, Esel und Spaß in den Stadien (Publikative) + + + Peer Kluge: hat unterschrieben, auch bei der U23 mitzutrainieren (Immer Hertha) + + + Dominik Kaiser: ist ein herausragender Spieler der dritten Liga (Rotebrauseblog) + + + Tim Wiese: ist hinterher schlauer und wäre doch besser zu Real Madrid gegangen (Spox)

 

#Link11: The show must go on

Tag 1 nach dem Abschied von Jens. Doch im #Link11-Geschäft bleibt keine Zeit für Gefühle. Die nächsten Links warten bereits darauf, geklickt zu werden! Deshalb muss ich mich an dieser Stelle kurzfassen: Danke, Jens.

blogundpresseschau

1. Gestern war der erste Arbeitstag von Mirko Slomka beim Hamburger SV. Hendrik Buchheister (Spiegel Online) fasst Slomkas ersten Tag zusammen. Gleichzeitig haben mehrere Aufsichtsräte ihren Posten aufgegeben (siehe Reviersport). Andreas Bock (11Freunde) schreibt indes über den Abfindungswahnsinn beim HSV.

Währenddessen saß ich mit meinen Kollegen von Spielverlagerung zusammen und arbeitete hektisch am letzten Schliff zu unserem HSV-Konzept. Kai Butterweck (Indirekter Freistoß) hat eine Presseschau zum HSV erstellt. Jan Feddersen (taz) fordert: Der HSV muss absteigen!

2. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der HSV in dieser Woche nicht mehr die Schlagzeilen der Sportressorts dominiert. Immerhin gibt es diese Woche jede Menge hochklassigen Fußball – das Champions-League-Achtelfinale steht an! Wer welches Spiel kommentiert, erfahrt ihr beim Kommentatoren-Blog. Bayer Leverkusen muss heute gegen Paris St. Germain ran. Daniel Theweleit (DerWesten) schreibt über die seltsame Schwäche von Bayer in Flutlichtspielen. Stefan Klüttermann (RP-Online) porträtiert PSG-Star Zlatan Ibrahimovic, Chaled Nahar (Sportschau) lobt einen übersehenen Leistungsträger der Pariser: Thiago Silva. Im zweiten Spiel des Abends muss der FC Barcelona gegen Manchester City ran. Georg Bucher (NZZ) sieht den zuletzt unauffälligen Messi in der Bringschuld.

3. Die Bayern spielen erst morgen gegen Arsenal. Elisabeth Schlammerl (ZDFSport) meint, Guardiola hat die Qual der Wahl bei seinem Personal. Steffen Meyer (DerBayernBlogger) hat in Zusammenarbeit mit BettingExpert eine Infografik erstellt und dazu noch eine taktische Vorschau. Miasanrot hat indes einen Talk gefunden, in dem Matthias Sammer nicht über die Bayern-Profis, sondern über die Amateure spricht. Christian Eichler (FAZ) beleuchtet indes die Lage beim FC Arsenal.

4. Apropos Champions League: Frank Hellmann (Frankfurter Rundschau) nimmt sich dem finanziellen Ungleichgewicht in der Königsklasse an – und wieso sich das auch auf die Bundesliga auswirkt.

5. Die Bloggerwelt ist noch mit dem vergangenen Bundesliga-Spieltag beschäftigt. Neureich Bimbeshausen schreibt über die geringe Kulisse in Hoffenheim und das Spiel gegen Stuttgart. Die Clubfans United meinen, der 1. FC Nürnberg habe am Wochenende „gekämpft wie noch nie“. Auf Schalke freute sich Torsten Wieland (Königsblog), das sein Klub „eine Schlacht“ gewonnen hat. Der Papierkugel Blog sah zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten in Bremen.

6. Mainz Manager Christian Heidel äußert sich in einem Interview mit Daniel Meuren (FAZ) über die starke Saison des FSV und die Konzeptlosigkeit des HSV.

7. Der SSV Ulm 1846 war, die älteren Leserinnen und Leser mögen sich erinnern, einst erstklassig. Nun möchte der Viertligist den Glanz früherer Tage wiederherstellen. Dazu will der Klub mithilfe eines arabischen Investors ein Nachwuchsleistungszentrum bauen, berichtet Manuel Bogner (Südwest Presse).

8. Die älteren Leserinnen und Leser mögen sich ebenfalls erinnern, dass Felix Magath noch vor einigen Tagen als HSV-Coach gehandelt wurde. Nun ist er in London gelandet. Raphael Honigstein (Süddeutsche) berichtet von Magaths erstem Training bei Fulham. Die Abendzeitung München fragt, ob Felix Magath oder Mirko Slomka den härteren Job angetreten hat.

9. Mario Gomez ist wieder fit. Das ist zunächst eine gute Nachricht. Bis er wieder in Topform ist, braucht es jedoch noch einige Zeit, berichtet Birgit Schönau (Süddeutsche).

10. Manchester Uniteds Krise kann sie nicht nur Millionen Euro kosten, wenn sie sich nicht für die Champions League qualifizieren. Auch laufen ihnen mittlerweile die Fans weg, zumindest im hart umkämpften asiatischen Markt. John Duerden (ESPN) über die Sprunghaftigkeit der Fans aus Fernost.

11. „Erwin und Helmut Kremers sind die berühmtesten Zwillinge des deutschen Fußballs“, behaupten die 11Freunde. Auch wenn man ihnen diese Behauptung im Fußballjahr 2014 nicht durchgehen lassen kann, ist das Interview mit dem Kremers-Zwillingen doch auf alle Fälle lesenswert. Jens Kirschneck sprach mit den Brüdern.

Meist geklickter Link:

Die letzte Link11 erschien am Freitag. Seitdem habt ihr am öftesten auf einen Reviersport-Artikel zur Vertragsauflösung von Ilsö geklickt.

Field Reporter

Der HSV sollte in Deutschland eigentlich unter die Top Fünf gehören.

Trotz Abstiegsangst hängt Mirko Slomka die Erwartungen beim HSV hoch (siehe RP-Online).

Mixed Zone:

Montagsspiel: Kaiserslautern verliert das Montagsspiel der zweiten Liga gegen Aue mit 0:1 (siehe kicker). + + + Hosengate: Vor einigen Tagen sorgte die U17 von Halle für einen Aufschrei unter ihren Fans, weil sie Hosen von RB Leipzig trugen. Nun äußern sich die Jungs in einem eigenen Statement. + + + Junge Schalker: Frank Leszinski (Ruhrnachrichten) geht der Frage nach, wieso der Schalker Nachwuchs so stark ist.

 

#Link11: Abschied

Normalerweise sollte hier die montägliche #Link11 stehen. Man könnte Worte über Bert van Marwijk verlieren. Oder über die weiterhin bärenstarken Bayern oder die Schalker, die nach der Winterpause Spiel um Spiel gewinnen. Es gäbe da so dies und das. Stattdessen verabschiede ich mich auf unbestimmte Zeit. Ich habe Fokus Fussball vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen, weil ich mir eh Tag für Tag mehrere dutzend Links angeschaut habe und der Indirekte Freistoß immer seltener erschien. Stell ich doch einfach ein paar Texte zusammen. Nach nur wenigen Tagen stieß Klaas dazu, ohne den das hier nicht mehr existieren würde und der maßgeblich dazu beitrug, dass weitere neue Autoren an den Start kamen. Wie arbeitsaufwändig und zeitintensiv das Ganze ist, hatten wir zunächst etwas unterschätzt. Und da liegt bei mir gerade der Hase im Pfeffer. Durch einen neuen zusätzlichen Job, werde ich nicht mehr die Möglichkeit haben dem hier gerecht zu werden. Ich werde vorerst weiter im Hintergrund schrauben, aber Texte kann ich vorerst nicht beisteuern.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, wie fragil diese Seite ist. Ohne die vielen Stunden selbstloser Arbeit von Klaas Reese, Stephan Uersfeld, Tobias Escher, Thomas Reinscheid und Julian Ritter, ohne Collinas Erben mit Alex Feuerherdt oder Sebastian Fiebrig, der einfach so im Hintergrund am Server schraubt, gäbe es diese Seite nicht. Aber auch ohne die ganzen Leser und Hörer, würde hier früher oder später nichts mehr passieren. Schließlich seid ihr Antrieb.

Ihr könnt aber auch was tun. Weiter hier lesen. Kommentieren. Uns abonnieren. Und weiter empfehlen. Spenden. Flattrn. Das übliche. Wir freuen uns über jeden Zuspruch, aber genauso über Kritik, Verbesserungsvorschläge oder Bewerbungsschreiben. Wir können jeden #Link11-Schreiber brauchen.

Danke dafür. Getreu dem Motto: Man sieht sich immer zweimal im Leben, trete ich dann vorerst ab.

blogundpresseschau

#Link11: Ende einer Hamburger Woche

Im Fußball gibt es freie Wochen, englische Wochen – und Hamburger Wochen. Für den HSV endet eine turbulente Woche. Auch heute dominieren die Hamburger wieder die #Link11. Sie können nur hoffen, dass sie am Montag von einem neuen Verein abgelöst werden.

blogundpresseschau

1. Dem HSV kann nur lieb sein, dass heute die Bundesliga weitergeht. So endet nämlich eine Woche, in dem sie die Schlagzeilen bestimmt haben. Felix Magath hat dem HSV mittlerweile per Facebook abgesagt, Slomka ist mittlerweile im Gespräch, wie Frank Heike (FAZ) berichtet. Tim Kukral (Spiegel Online) hat Donnerstagabend eine Schachveranstaltung besucht, an der auch Magath teilgenommen hat. Nedfuller wünscht sich, die Aufsichtsräte würden wissen, wo ihr Platz ist. Der Futiklub diskutiert über die Lage der Hamburger.

2. Ganz anders sieht es beim FC Bayern München aus. Der Rekordmeister gewinnt und gewinnt und gewinnt. Doch auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein. Jan von Miasanrot schreibt über den Nachwuchsspieler Vladimir Rankovic, der den Klub verlassen wird. Steffen Meyer (DerBayernBlog) nimmt sich dem Überangebot im Mittelfeld an. Spox interviewt derweil Jerome Boateng.

3. Gladbach verlor drei Spiele am Stück. Da setzen schnell die altbekannten Mechanismen ein: Die Medien, aber auch die Fans kritisieren Mannschaft und Trainer. Der Halbangst Blog beleuchtet die Gemengelage in Mönchengladbach. Karsten Kellermann (RP-Online) nimmt derweil Favres Jubiläum zum Anlass, auf drei Jahre Favre in Gladbach zurückzublicken. Frank Hellmann (Frankfurter Rundschau) erklärt, wieso die Voraussetzungen in Gladbach und Bremen nicht unterschiedlicher sein könnten.

4. Apropos Bremen: Sie können dem HSV dankbar sein, dass er von ihrer Lage ablenkt. Denn auch in Bremen wird debatiert und gemeckert. Aktuell ist es Klublegende Uli Borowka, die Dutt und Eichin attackiert (RP-Online).

5. In der zweiten Liga sorgt der Aufstiegskampf für Spannung. Die Sportschau blickt auf die Ambitionen der Fürther, die gegen Verfolger Karlsruhe gewinnen müssen. Auch spox blickt voraus auf die Freitagsspiele der zweiten Liga.

6. Ken Ilsö hat unter der Woche den VfL Bochum gebeten, seinen Vertrag aufzulösen. Jetzt kommen langsam Informationen ans Tageslicht, die den Schritt von Ilsö erklären. Günther Pohl (Reviersport) hat die Aussagen der Verantwortlichen gesammelt.

7. Die Diskussion, ob Bayern-Fans wirklich echte Fans sind, ist mindestens so alt wie ich. Web04 nimmt in einem ironischen Text die Ignoranz über die „Bayern-Ignoranz“ aufs Korn.

8. Dass Fußballclubs Internate im Ausland bauen, ist nichts Neues. Dass ein ausländischer Klub ein Internat in Deutschland bauen will, ist hingegen neu. Galatasaray hat genau dies vor, wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet.

9. Theo Zwanziger kritisiert Klubs wie die Bayern und Schalke dafür, ihr Trainingslager in Katar aufzuschlagen. Tim Röhn (Welt Online) fasst die Aussagen des früheren DFB-Präsidenten zusammen.

10. Marteria eroberte diese Woche Platz 1 der deutschen Albumcharts. Passend dazu veröffentlichen die 11Freunde ein Interview, das Benjamin Kuhlhoff mit ihm und Mike Werner geführt hat. Es dreht sich um den Lieblingsklub der beiden, Hansa Rostock, und dessen Fanszene.

11. Heute ist Valentinstag. Ein ganz besonderes Ständchen gibt es bei den Soccer-Warriors.

Meist geklickter Link gestern:

Thatgirlthere versteht die Witze des Doppelpasses nicht. Noch immer führt der Artikel die Klickcharts an.

Field Reporter

Alles ist offen. Dortmund ist unser erster Ansprechpartner.

Gündogans Vater über die Vertragsverhandlungen mit Dortmund (siehe u.a. Spox).

Mixed Zone:

Ein echter Schalker: Trainer Baade erzählt eine Geschichte aus der Prä-Handy-Ära.. + + + Ein typischer Dickel: BVB-Kommentator Norbert Dickel äußert sich im BVB-Netradio ungebührlich über den FC Bayern (DerWesten). + + + Ruhe in Frieden: Der frühere dänische Nationaltrainer Richard Møller Nielsen starb im Alter von 76 Jahren. Er führte das Team 1992 zum Sieg der Europameisterschaft (siehe u.a. NZZ). + + + Zurück zum Glück: Monica Lierhaus kehrt in den Sportjournalismus zurück. Für Sky wird sie vor und während der WM Interviews führen (siehe u.a. RP-Online). + + + „Das GroKo-Trikot“: Der DFB stellt das neue Auswärtstrikot vor (siehe Spiegel Online). + + + Pilotprojekt: Der englische Verein Bristol City installiert testweise Stehplätze – ein Novum im englischen Fußball des 21. Jahrhunderts (siehe Faszination Fankurve).

Fußballblogbeitrag des Monats: Januar 2014

Der erste Monat des Jahres 2014 ist schon seit ein paar Tagen Geschichte. Der Sportblogbeitrag des Jahres gekürt. Zeit den Nachfolger von Stefan Vogel zu finden, der im Dezember verdient gekürt wurde und hier sein Vorschlagsrecht für einen schönen Text wahrnimmt.

Viel Spaß beim Lesen und hören!

januar2014

Stefan Vogel nominiert: Akademikerfanclub„Berlin, Berlin, wir fahren nicht nach Berlin…“

 

Warum? Weil die Macher des Blogs clever sind und witzig. Und weil in diesem Beitrag Fragen zum Selbstverständnis des Fanseins gestellt werden, die mir wichtig sind und die teilweise in der vehementen (und natürlich legitimen) Verteidigung des eigenen Verständnisses zu kurz kommen.

Natürlich mag Hoffenheim nicht die Konfliktlinien und Probleme haben im Hinblick auf das Verhältnis Verein/Fanlager wie andere und auch die Auseinandersetzungen innerhalb des Fanlagers werden sicherlich nicht mehr der öffentlichen Resonanz geführt wie anderswo.

Aber sie gehen da hin und supporten, weil sie ihren Verein lieben. Mehr muss ich nicht wissen. Mir reicht das, um sie Fan zu nennen.

 

Jens Peters nominiert: Vanjupp –  Tradition – ein Missbrauchsopfer

Die Nominierung für diesen Monat fiel mir wirklich nicht schwer. Jemand, der Leverkusen Tradition zuspricht, muss einfach nominiert werden. Aber im Ernst. Der Autor schafft es einen objektiven und vernünftigen Blick auf das allgegenwärtige Thema Tradition im Fußball zu werfen. Etwas was nicht selbstverständlich ist in diesen Zeiten.

Aber bei der ganzen Diskussion um Tradition versus Kommerz geht es natürlich viel mehr darum, seine bekannten Denkmuster zu verteidigen und irgendwie krampfhaft sein Weltbild zu erhalten. Aber der Fußball heute ist anders, als noch vor 30 Jahren. Er ist ein Event, eine Werbebühne und ein Geldumschlagsplatz. Der Fußball als Sport ist nur noch ein Teil davon, aber immer noch der Mittelpunkt. Wandel gibt es in allen Bereichen, aber nirgendwo wird noch so stark versucht, die Veränderungen auszusperren.

 

Julian Ritter nominiert: Rotebrauseblogger –  Streitobjekt Zweitligalizenz

Der Januar ist nur scheinbar der Monat des Winterschlafs im deutschen Fußball. Letztes Jahr kündigte der FC Bayern Guardiola an, in diesem Jahr peppte Thomas Hitzlsperger den Brei aus Trainingsspielergebnissen und Interviews aus Belek auf. Eine Meldung aber, die manchen Fußballfreund in diesem Jahr freudig aufhorchen ließ, ist auf Andreas Rettig zurückzuführen. Auf dem Fankongress 2014 in Berlin sprach sich der DFL-Geschäftsführer in einer Art für die 50+1-Regel aus, die nicht wenige zur Mutmaßung führte, die DFL könnte RasenBallsport Leipzig daran hindern, bei einem Aufstieg eine Lizenz für die Zweite Liga zu erlangen.

Während aber viele Mainstream-Medien zur Sache nicht viel mehr zu berichten wussten, als die Anspielungen Rettigs zu zitieren und andere sich von Vorfreude erfüllt öffentlich die Hände rieben, leistete der Rotebrauseblogger wertvolle Nischenarbeit: Nüchtern, detailliert und stringent führte er aus, wie der Verein funktioniert, welche Eigenheiten bei der Lizenzierung von Relevanz sein könnten und warum die 50+1-Regel den Leipziger Verein überhaupt nicht betrifft. Unabhängig davon, wie man als Leser zum Marketinginstrument Red Bulls steht, ist dieser Text eine lesenswerte und – soweit ich sehe – beispiellose sachliche Einführung in ein umstrittenes Themenfeld und damit ein heißer Kandidat für den Blogbeitrag des Monats.

 

Klaas Reese nominiert: Textilvergehen – Vielleicht ist Union nicht besser als andere Vereine

Um Union Berlin hat sich in den letzten Jahren ein besonderes Image entwickelt. Ein Verein, dessen Fans das eigene Stadion umgebaut haben und fast nur auf Stehplätzen ihr Team anfeuern, deren Präsident sich öffentlich gegen repressive Maßnahmen der Polizei gegen Fans und für Pyrotechnik einsetzt. Mattuschka, eisern, Weihnachtssingen. Das klang alles wie der perfekte Fußballverein, der es aktuell sogar schafft an das Tor zur Bundesliga zu klopfen. Böse Zungen sprachen schon vom „Kultverein“. Wohlmeinende blickten einfach etwas neidisch nach Berlin-Köpenick.

Dieses Bild bekam im Januar üble Kratzer als Union zum Freundschaftsspiel in Schweden antrat. Viele Schlachtenbummler ließen sich gerne von BFC Dynamo Banner im Block der Gastgeber provozieren. Warfen Böller und zündeten Pyro. Stürmten den Platz. Sorgten für einen Spielabbruch.

Die Podcastrunde vom Textilvergehen diskutiert diesen Vorfall und auch die Bedeutung der Aktion für die Zukunft, ihre Sorgen, ihre Wut und ihr Unverständnis. Diese Diskussion, diese Ohnmacht hätte kein Text leisten können. Diese Ausgabe eines der charmantesten Podcastprojekte Deutschlands hat deshalb mindestens diese Nominierung verdient.

 

Tobias Escher  nominiert: Schlenzer – Post für Toni Kroos

Gibt es einen Topspieler von internationalem Format, der ähnlich stark unterschätzt wird wie Toni Kroos? Zu behäbig sei der Junge, zu zaghaft, zu unbeteiligt am Geschehen. Marc Andruszko spricht in seinem Beitrag aus, was mir schon lange auf der Seele brennt: Toni Kroos ist ein toller Fußballer, ein Stratege, ein Ballvirtuose. Der Unterschied zwischen Marc und mir: Er verteidigt Kroos poetischer und prägnanter. Ein Beitrag, der meine Meinung wiederspiegelt und auch noch richtig gut gelungen ist. Da konnte ich gar nicht anders, als ihn nominieren – auch wenn die Kroos-Nörgler weder mir noch Marc zustimmen werden.

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Die Abstimmung endet am 20.2.2014 um 18 Uhr.