CE118 Bello Immobile


Wir haben eine Wiedervereinigung zu feiern: Erstmals seit dem 7. Januar 2020, also fast auf den Tag genau vor anderthalb Jahren, haben wir eine Episode nicht coronabedingt auf die Distanz aufgenommen, sondern uns durchgeimpft an einem Tisch gegenübergesessen. Das sind, um es in den Worten eines früheren schwäbischen Weltklassestürmers zu formulieren, Gefühle, wo man schwer beschreiben kann. Wir blicken auf die Schiedsrichterleistungen in den Viertel- und Halbfinalspielen der Europameisterschaft zurück und analysieren erklärungsbedürftige Entscheidungen. Außerdem sprechen wir über ein Interview, das Manuel Gräfe dem ZEIT-Magazin gegeben hat, und freuen uns über zwei höchst amüsante Zuschriften von Hörern. Mit unserem Tipp, wer das EM-Finale pfeift, liegen wir übrigens richtig, wie sich nach der Aufzeichnung herausgestellt hat. Veel succes en geluk, Björn Kuipers! Und Klaas singt kurz den Song dieses Turniers an, der auch den Titel dieser Folge geprägt hat.
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Alex Feuerherdt

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Links: Das Interview des ZEIT-Magazins mit Manuel Gräfe (hinter der Paywall) — Die Kolumnen von Collinas Erben auf n-tv.de — Collinas Erben bei Twitter und bei Facebook

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CE117 Papa Gnädig


Nein, der Titel dieser Episode ist keine versteckte Kritik an zu großer Nachsicht der Unparteiischen bei dieser Europameisterschaft. Die Referees pfeifen zwar insgesamt recht großzügig, doch das ist bei den weitaus meisten Spielen genau die richtige Linie. Und wenn sie durchgreifen müssen, tun sie es in der Regel auch – wobei Alex in einem Fall Gnade vor Recht hätte ergehen lassen, was Klaas erstaunt. Wir bilanzieren die bisherigen Leistungen der Schiedsrichter (und der Video-Assistenten) beim Turnier und wägen bei einigen Entscheidungen die fußballphilosophischen Aspekte der derzeit gültigen Regelauslegung ab. Als Modepodcast kritisieren wir außerdem mit heiligem Zorn die unanständige Häufigkeit, mit der das blaue Jersey bei den Schiedsrichtertrikots dem guten alten schwarzen Leibchen vorgezogen wird. Wissen denn nur noch Cüneyt Çakir und Björn Kuipers, was sich gehört? (Und bitte verzeiht uns, dass es diesmal weder In- noch Outro gibt, die Zeit drängte.)
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Alex Feuerherdt

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Links: Alex hat für den Spiegel zusammengefasst, was bei dieser Europameisterschaft neu ist — Die Schiedsrichter-Statistik nach Trikotfarben von Armin, dem Betreiber des Podcasts »Läuft schon« — Die Kolumnen von Collinas Erben auf n-tv.de — Collinas Erben bei Twitter und bei Facebook

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CE116 #Gräfeplus1


Das Thema in Fußball-Deutschland ist gerade nicht die neunte Meisterschaft für die Super-Bayern oder die 40-Tore-Marke von Robert Lewandowski, sondern vielmehr, dass Manuel Gräfe nach dieser Saison nicht mehr Bundesliga-Schiedsrichter sein soll und darf. Der erfahrene und bei den Spielern, Trainern und auch Fans sehr beliebte Berliner würde gern noch eine weitere Saison in der höchsten deutschen Spielklasse pfeifen, doch die Schiedsrichter-Kommission verweigert dem 47-Jährigen diesen Wunsch unter Verweis auf die Altersgrenze – eine veraltete Regel. Hier wird aus fragwürdigen Gründen Qualität in den Ruhestand geschickt. Collinas Erben rufen deshalb die Aktion #Gräfeplus1 ins Leben, um Spielern, Funktionären, Fans, Unparteiischen und Podcastenden die Möglichkeit zu geben, sich aktiv gegen die Altersgrenze und für eine Weiterbeschäftigung Manuel Gräfes einzusetzen. Außerdem schauen wir auf die Europameisterschaft, geben Einblicke in den Medienworkshop des DFB und blicken auf die Aufreger der Bundesliga. Und ums Eierpecken geht es auch noch.
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Links: In ihrem Podcast »Einfach mal Luppen« sprechen die Kroos-Brüder mit Manuel Gräfe — Die Kolumnen von Collinas Erben auf n-tv.de — Collinas Erben bei Twitter und bei Facebook

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CE115 Elfmetaebene


Zu Beginn erzählt Alex ein bisschen davon, wie sein Einstand als Schiedsrichterexperte von Sky verlaufen ist und dabei aus dem Feuerherdt so versehentlich wie vorübergehend ein Feuerheld wurde. Anschließend stellen wir ein Plakat der einzigartigen »Hands of God« vor, mit dem Pionierinnen und Revolutionärinnen der Schiri-Zunft gewürdigt werden, bevor uns Roger Schmidt in eine kleine Grundsatzdiskussion über den Video-Assistenten schubst. Wir sprechen über die Bundesliga-Spieltage 23 und 24, an denen manch fußball- und regelphilosophische Frage aufgeworfen wurde, und dröseln die überaus komplexen VAR-Einsätze im Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Sevilla auf. Das alles zu vorgerückter Stunde – aber wat mutt, dat mutt.
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Links: Das großartige Plakat »Referee Revolution« mit den Schiedsrichterinnen Lea Campos, Stéphanie Frappart und Bibiana Steinhaus von den Hands of God — Der Podcast Nachspielzeit hat Alex eingeladen: Video killed the Referee Star — Alex erläutert bei Sky Sport News die komplexen VAR-Einsätze im Spiel Borussia Dortmund vs. FC Sevilla — Die Kolumnen von Collinas Erben auf n-tv.de — Collinas Erben bei Twitter und bei Facebook

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CE114 Ache no VAR


Der Episodentitel hat diesmal etwas Biblisches, wobei wir für den Wortwitz vorsorglich um Verzeihung bitten wollen. Diesmal sprechen wir über Alex‘ bevorstehende Premiere als Schiedsrichterexperte bei Sky, über einen mexikanischen Referee, der beim Torschuss im Weg ist, über Kontroversen an den Spieltagen 21 und 22 sowie über den Trainer eines Champions-League-Klubs, der mit den Regeln ein bisschen auf Kriegsfuß steht. Und schließlich reflektieren wir noch ein wenig über die Aktion »Ihr könnt auf uns zählen«. Allen Hörer*innen viel Freude!
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CE113 RabenVARter


Da dachten wir, nach der Aufarbeitung der Hinrunde diesmal jede Menge Zeit für Schiedsrichterthemen abseits konkreter aktueller Entscheidungen und für Hörerfragen zu haben, doch prompt liefern die Liga und der DFB-Pokal neuen und ganz besonderen Stoff. Seit den Pokalspielen in Dortmund und Regensburg sind plötzlich regeltechnische Begriffe wie »deliberate play« und »deliberate save« in aller Munde, Tobias Stieler hat ein besseres Gehör als Steffen Baumgart, während Robert Hartmann so geduldig wie vergeblich Horst Heldt die Abseitsregel erklärt. In den ersten beiden Ligen gibt’s derweil mal wieder Diskussionen über den VAR, weil der überraschend durchwinkt, was nicht wenige für klare Fehler halten. Eine gute Informationspolitik von offizieller Seite täte Not, aber damit ist es so eine Sache. Wir widmen uns den jüngsten Aufregern gebührend ausführlich, steigen aber mit einem Blick darauf ein, was eigentlich Amateurschiedsrichter tun, wenn pandemiebedingt der Spielbetrieb ruht. Und der Schluss dieser Episode ist, da versprechen wir nicht zu viel, ein echtes Gedicht.
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Das Gedicht von Jonathan Geiger, in Anlehnung an »Der Rabe« von E. A. Poe

Einst auf triefender Tribüne blickt’ ich auf das Feld, das grüne,
hörte grölend ich den krummen, grimmen, antlitzlosen Chor,
und im flutlichthellen Dunkel – feurig flogen Pyrofunkel,
Brausen hier und dort Gemunkel – rückte eine Mannschaft vor,
längs den Ball behende sendend rückte eine Mannschaft vor;
und sie schoss den Ball ins Tor.

Ah, es war die Schlussminute, und mir wurde schlecht zumute,
weil die Seit’, der ich geneigt war, nun die Schlacht wohl bald verlor;
Dringend hatte ich das Ende mir ersehnt, dass Ruhe fände,
und noch überm Striche stände, dieses Team, dem Treu ich schwor,
dem ich in die zweite Liga gleitend noch die Treue schwor;
gleitend, wenn es zählt, das Tor.

Und der höhnisch blöd ertönte Jubelhymnentrubel dröhnte,
griff mich, riss mich, setzte letztlich mich in Brand wie nie zuvor;
um vom Schreck zu heil’n die Glieder, flüstert’ still ich immer wieder,
»Hält er auch die Fahne nieder, hebt er sie doch gleich empor!
Abseits wars! Der Linienrichter hebt die Fahne gleich empor!
Dann ist aberkannt das Tor.«

Hoffnung keimt, da der, der leitet dieses Spiel, zur Seite schreitet:
Ward zu Fall gebracht ein Recke auf dem rutschgen, matschgen Moor?
Ob der Fahnenmann berichtet, was Verbotnes er gesichtet?
Ist der Torerfolg vernichtet? Mächtig blies ins Flötenrohr,
auf den Strafraum deutend blies der Schiri in sein Flötenrohr:
Nein, es galt nicht, dieses Tor!

Auf das Wunderbilde starrend, dennoch weitrer Unbill harrend
zweifelt’ ich, doch wagt‘ zu träumen, was kein Fan geträumt zuvor.
Jubel starb und eine Schneise klafft’ im Fahnenwald; und leise
ward’s und kühl im heißen Kreise. Wenn die Pfeife klingt sonor,
wenn die Spielertraub gelöst ist und die Pfeife klingt sonor,
geht es weiter – ohne Tor.

Panik spürte ich beginnen, mich zu triezen; wie von Sinnen
sah ich, wie der Schiri einen Zeigefinger legt’ ans Ohr.
»Sicher«, sagt’ ich, »gilt das Tor nicht, VAR-Kontakt dient nur zur Vorsicht,
Anlass nicht zur Monitorpflicht!« Doch mein Lächeln, das gefror,
wie der Schwarzbehoste dastand, dieses Lächeln mir gefror.
Doch es war bestimmt kein Tor.

Als ob Finger wären Stifte, malt’ der Schiri in die Lüfte
Winkel vier und das ergab den ominösen Monitor.
Als vollendet das Gemälde, trabt’ zum Schirm er nächst dem Felde,
dass der Held vermeld’ in Bälde sein Verdikt. Er neigt’ sich vor,
breit die Flügel spreizend neigt’ er über jenen Schirm sich vor,
neu beurteilend das Tor.

Wie der Mann trotz kurzer Hose stand in weihevoller Pose,
reizte in mir kaum erklärlich einen Anfall von Humor:
»Musst entblößten Knies du schlendern statt in königlich Gewändern,
doch Geschick und Los zu ändern, braucht man Pracht nicht noch Dekor,
Kompetenz und Menschenkenntnis braucht man, jedoch nicht Dekor,
Foul zu geben oder Tor.«

Und sooft ich schon betrachtet solch Geschäft, blieb unbeachtet
dieser Umstand, dass ein Richter sich in das Athletencorps,
wie er gibt sich und sich kleidet, einreiht, was doch meist vermeidet,
der, der über wen entscheidet; fast schon glaubt ich, dass er fror,
dass verschwitzt mit baren Knien stehend dieser Richter fror,
während still er blickt’ aufs Tor.

Doch der Schiri unverdrossen, einsam zwar, doch fest entschlossen,
spult die Szene auf dem Bildschirm erst zurück, dann wieder vor.
Wogte auch die Torabwägung hin und her, blieb ohne Regung
sein Gesicht und ohne Prägung seine Haltung. »Das Labor
nimmt sich Zeit, nimmt uns das Feuer, das Forensik-VAR-Labor,
wenn wir warten auf das Tor.«

Als mein Blick fiel auf die Leinwand, die hoch über unsren Reih’n stand,
runzelte es mir die Stirne, was zur Anzeig’ man erkor:
Einem Abseits gelt’ das Sichten, was sonst zu den Kellerpflichten
ganz gehört und keinem lichten Richten außen; und zuvor
hatt’ er nicht Abseits gegeben, wenn ich richtig sah, zuvor
war es wegen Fouls kein Tor.

Irgendwie war ich erheitert, dass selbst hilfreich Tun gescheitert:
Ohne Ironieverständnis fehlt am Galgen der Humor.
Um mich also abzulenken, schlüpft’ ich in des Lenkers Denken,
ließ die Bilder vor mir schwenken: War im strafbar’n Korridor
denn ein Kämpe, der ins Spielen – aus dem Abseitskorridor –
aktiv eingriff vor dem Tor?

Dies versucht’ ich zu ergründen, und was außerdem könnt’ münden
in des Treffers Aberkennung, denn so schwebte es mir vor;
dies im Geist auf der Geraden zwischen ehern Balustraden
stand ich und versucht’, den Schaden abzuwenden, und im Ohr
wähnt’ ich schon des Kölner Kellers Stimme, die sich bohrt‘ ins Ohr
und versprach: »Es war kein Tor!«

Doch da spürt’ ich auf den Wangen einen Hauch mich neu umfangen,
dichte, düstre Lüfte drückten auf mich als ein Trauerflor.
Also rief ich: »Weh, so lange warten wabernd wir und bange,
beug dich endlich unsrem Drange! Wie auf Kohlenglut ich schmor,
zittre zwar und fröstel frierend, doch auf Kohlenglut ich schmor!«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Schwarzprophet! Lakai des Bösen! Ob du sprachst, wie dir Souffleusen
flüstern, ob du selbst entschieden – mag das Leibchen wie Fluor
giftig-gelb erstrahlen, schwelen Schwefeldämpf’ in deinen Seelen
rabenschwarz, die dich so quälen! Dieser Hass, der in dir gor«,
rief ich, »hat dich fehlen machen, oder was sonst in dir gor!«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Schwarzprophet! Lakai des Bösen, dienst gespenstisch-nebulösen
Kräften! Eine unsichtbare Macht sich gegen uns verschwor!
War es wirklich ein so rarer, unausleglich deutlich klarer
jeden kleinen Zweifels barer Fehler? Wäre denn d’accord«,
rief ich, »jeder Fan? Und wäre auch der Fußballgott d’accord?«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Dieser Pfiff, der sei dein letzter«, rief ich immer abgehetzter,
»Recht soll haben, doch recht rasch sein, damit er sich nicht verbohr’,
dieser VAR, der doch nur findet, was er will; und nun verschwindet,
euch von unsren Plätzen windet! Fliegt und hebt den Monitor
mit hinfort, die Gaukelglotze; denn es lügt der Monitor,
wenn du glaubst ihm, ’s war ein Tor.«

Unbewegt mit festem Schritte ging der Schiri Richtung Mitte,
und erklärte einem Rudel aus dem Reklamierressort,
was erblickt, aus welch validen Gründen er nun so entschieden;
damit ward aus Ärger Frieden. Resigniert blickt ich von hoh’r
Staffel, nichts imstand zu ändern. Warten werd ich stets von hoh’r
Staffel, ob denn zählt ein Tor.

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CE112 Berührende Szenen, gefühlte Handspiele


Anmutige Eleganz paart sich mit rührendem Wortwitz, wildfremde Menschen liegen sich jubelnd in den Armen … Okay, das dann im Moment wohl eher doch nicht. Hier ist jedenfalls der zweite Teil unserer Hinrunden-Rückblende aus der Schiedsrichterperspektive, mit spannenden Personalien, gestressten Video-Assistenten, Dissens im Kollegenkreis, zärtlichen Umarmungen und draufgängerischen Torhütern. Kurz: mit allem, was eine gute Schiri-Soap so braucht. Inklusive einer Stilkritik zu den Frisuren der Unparteiischen!
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Alex Feuerherdt

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CE111 Serious missed Strafrabatt


Man kommt wegen Corona ja zu nichts, deshalb hat es jetzt schon wieder länger gedauert als geplant. Wir bitten erneut um Nachsicht und arbeiten nun in zwei kurz aufeinander folgenden Podcastepisoden kompakt die Highlights der Hinrunde dieser Saison aus der Schiedsrichterperspektive auf. Im ersten Teil geht es darum, wann man einfach mal loslassen muss, und überdies um unziemliches Spucken, aufreizende Torschüsse und großzügigen Strafrabatt. Außerdem erklären wir noch einmal, warum der VAR keineswegs nur bei klaren und offensichtlichen Fehlern eingreift, sondern auch, wenn etwas vorliegt, das wir »SÜV« genannt und eingekölscht haben. Zu Beginn aber hätten wir noch einige Anmerkungen zur Saison 2019/20, und das nicht nur, um unserer Chronistenpflicht zu genügen.
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CE110 Nesteln verboten


Manchmal hält das Leben allerlei Kapriolen und Zwänge bereit, deshalb ist leider eine viel zu lange Podcastpause entstanden. Wir bitten dafür um Nachsicht und melden uns mit einer Folge zurück, in der es um wichtige Personalien und Regeländerungen geht: Wir würdigen die Karriere von Bibiana Steinhaus, begrüßen die Aufsteiger in die Bundesliga, und unser Außenreporter Tobi Altehenger hat mit Patrick Ittrich über dessen Buch gesprochen. Danach sprechen wir ausführlich über die Neuerungen im Regelwerk zu dieser Saison, die nicht ganz so zahlreich sind wie die Änderungen in den vergangenen Jahren. Um konkrete Spiele und erklärungsbedürftige Entscheidungen in der Bundesliga wird es dann in der nächsten Episode gehen – die in Kürze folgen wird, fest versprochen. (Und bitte entschuldigt den versehentlichen Ittrich-Einspieler bei 11:47, der uns erst nach der Produktion aufgefallen ist.)
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CE109 Die Geisterspiele, die sie riefen


Vom Drumherum erinnert derzeit vieles bei den Spielen ohne Publikum an die Kreisliga: Es ist so still, man hört nur die Spieler und Trainer rufen, die Schiedsrichterpfiffe klingen viel schneidiger als sonst, das Einlaufritual fehlt, und der Münzwurf ist zu einem schmucklosen Akt degradiert. Nicht nur Deniz Aytekin fehlt das »Gepushtwerden«. Zwei Spieltage lang fehlten aber auch Proteste, Schauspielerei und Theatralik weitgehend, die Schiedsrichter hatten ihre Ruhe. Doch das scheint sich gerade zu ändern, die Corona-Normalität nähert sich auf dem Platz dem gewohnten Umgang an. Wir blicken auf die ersten dreieinhalb Spieltage seit der Fortsetzung des Spielbetriebs in den Bundesligen zurück, besprechen dabei einige markante Entscheidungen der Unparteiischen und fragen uns, wie es ihnen eigentlich seit dem »Re-Start« geht. Anschließend nehmen wir den 50. Geburtstag der Einführung des Elfmeterschießens zum Anlass, unsere ganz persönlichen Top Elevens in dieser Disziplin vorzustellen.
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