CE113 RabenVARter


Da dachten wir, nach der Aufarbeitung der Hinrunde diesmal jede Menge Zeit für Schiedsrichterthemen abseits konkreter aktueller Entscheidungen und für Hörerfragen zu haben, doch prompt liefern die Liga und der DFB-Pokal neuen und ganz besonderen Stoff. Seit den Pokalspielen in Dortmund und Regensburg sind plötzlich regeltechnische Begriffe wie »deliberate play« und »deliberate save« in aller Munde, Tobias Stieler hat ein besseres Gehör als Steffen Baumgart, während Robert Hartmann so geduldig wie vergeblich Horst Heldt die Abseitsregel erklärt. In den ersten beiden Ligen gibt’s derweil mal wieder Diskussionen über den VAR, weil der überraschend durchwinkt, was nicht wenige für klare Fehler halten. Eine gute Informationspolitik von offizieller Seite täte Not, aber damit ist es so eine Sache. Wir widmen uns den jüngsten Aufregern gebührend ausführlich, steigen aber mit einem Blick darauf ein, was eigentlich Amateurschiedsrichter tun, wenn pandemiebedingt der Spielbetrieb ruht. Und der Schluss dieser Episode ist, da versprechen wir nicht zu viel, ein echtes Gedicht.
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Das Gedicht von Jonathan Geiger, in Anlehnung an »Der Rabe« von E. A. Poe

Einst auf triefender Tribüne blickt’ ich auf das Feld, das grüne,
hörte grölend ich den krummen, grimmen, antlitzlosen Chor,
und im flutlichthellen Dunkel – feurig flogen Pyrofunkel,
Brausen hier und dort Gemunkel – rückte eine Mannschaft vor,
längs den Ball behende sendend rückte eine Mannschaft vor;
und sie schoss den Ball ins Tor.

Ah, es war die Schlussminute, und mir wurde schlecht zumute,
weil die Seit’, der ich geneigt war, nun die Schlacht wohl bald verlor;
Dringend hatte ich das Ende mir ersehnt, dass Ruhe fände,
und noch überm Striche stände, dieses Team, dem Treu ich schwor,
dem ich in die zweite Liga gleitend noch die Treue schwor;
gleitend, wenn es zählt, das Tor.

Und der höhnisch blöd ertönte Jubelhymnentrubel dröhnte,
griff mich, riss mich, setzte letztlich mich in Brand wie nie zuvor;
um vom Schreck zu heil’n die Glieder, flüstert’ still ich immer wieder,
»Hält er auch die Fahne nieder, hebt er sie doch gleich empor!
Abseits wars! Der Linienrichter hebt die Fahne gleich empor!
Dann ist aberkannt das Tor.«

Hoffnung keimt, da der, der leitet dieses Spiel, zur Seite schreitet:
Ward zu Fall gebracht ein Recke auf dem rutschgen, matschgen Moor?
Ob der Fahnenmann berichtet, was Verbotnes er gesichtet?
Ist der Torerfolg vernichtet? Mächtig blies ins Flötenrohr,
auf den Strafraum deutend blies der Schiri in sein Flötenrohr:
Nein, es galt nicht, dieses Tor!

Auf das Wunderbilde starrend, dennoch weitrer Unbill harrend
zweifelt’ ich, doch wagt’ zu träumen, was kein Fan geträumt zuvor.
Jubel starb und eine Schneise klafft’ im Fahnenwald; und leise
ward’s und kühl im heißen Kreise. Wenn die Pfeife klingt sonor,
wenn die Spielertraub gelöst ist und die Pfeife klingt sonor,
geht es weiter – ohne Tor.

Panik spürte ich beginnen, mich zu triezen; wie von Sinnen
sah ich, wie der Schiri einen Zeigefinger legt’ ans Ohr.
»Sicher«, sagt’ ich, »gilt das Tor nicht, VAR-Kontakt dient nur zur Vorsicht,
Anlass nicht zur Monitorpflicht!« Doch mein Lächeln, das gefror,
wie der Schwarzbehoste dastand, dieses Lächeln mir gefror.
Doch es war bestimmt kein Tor.

Als ob Finger wären Stifte, malt’ der Schiri in die Lüfte
Winkel vier und das ergab den ominösen Monitor.
Als vollendet das Gemälde, trabt’ zum Schirm er nächst dem Felde,
dass der Held vermeld’ in Bälde sein Verdikt. Er neigt’ sich vor,
breit die Flügel spreizend neigt’ er über jenen Schirm sich vor,
neu beurteilend das Tor.

Wie der Mann trotz kurzer Hose stand in weihevoller Pose,
reizte in mir kaum erklärlich einen Anfall von Humor:
»Musst entblößten Knies du schlendern statt in königlich Gewändern,
doch Geschick und Los zu ändern, braucht man Pracht nicht noch Dekor,
Kompetenz und Menschenkenntnis braucht man, jedoch nicht Dekor,
Foul zu geben oder Tor.«

Und sooft ich schon betrachtet solch Geschäft, blieb unbeachtet
dieser Umstand, dass ein Richter sich in das Athletencorps,
wie er gibt sich und sich kleidet, einreiht, was doch meist vermeidet,
der, der über wen entscheidet; fast schon glaubt ich, dass er fror,
dass verschwitzt mit baren Knien stehend dieser Richter fror,
während still er blickt’ aufs Tor.

Doch der Schiri unverdrossen, einsam zwar, doch fest entschlossen,
spult die Szene auf dem Bildschirm erst zurück, dann wieder vor.
Wogte auch die Torabwägung hin und her, blieb ohne Regung
sein Gesicht und ohne Prägung seine Haltung. »Das Labor
nimmt sich Zeit, nimmt uns das Feuer, das Forensik-VAR-Labor,
wenn wir warten auf das Tor.«

Als mein Blick fiel auf die Leinwand, die hoch über unsren Reih’n stand,
runzelte es mir die Stirne, was zur Anzeig’ man erkor:
Einem Abseits gelt’ das Sichten, was sonst zu den Kellerpflichten
ganz gehört und keinem lichten Richten außen; und zuvor
hatt’ er nicht Abseits gegeben, wenn ich richtig sah, zuvor
war es wegen Fouls kein Tor.

Irgendwie war ich erheitert, dass selbst hilfreich Tun gescheitert:
Ohne Ironieverständnis fehlt am Galgen der Humor.
Um mich also abzulenken, schlüpft’ ich in des Lenkers Denken,
ließ die Bilder vor mir schwenken: War im strafbar’n Korridor
denn ein Kämpe, der ins Spielen – aus dem Abseitskorridor –
aktiv eingriff vor dem Tor?

Dies versucht’ ich zu ergründen, und was außerdem könnt’ münden
in des Treffers Aberkennung, denn so schwebte es mir vor;
dies im Geist auf der Geraden zwischen ehern Balustraden
stand ich und versucht’, den Schaden abzuwenden, und im Ohr
wähnt’ ich schon des Kölner Kellers Stimme, die sich bohrt’ ins Ohr
und versprach: »Es war kein Tor!«

Doch da spürt’ ich auf den Wangen einen Hauch mich neu umfangen,
dichte, düstre Lüfte drückten auf mich als ein Trauerflor.
Also rief ich: »Weh, so lange warten wabernd wir und bange,
beug dich endlich unsrem Drange! Wie auf Kohlenglut ich schmor,
zittre zwar und fröstel frierend, doch auf Kohlenglut ich schmor!«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Schwarzprophet! Lakai des Bösen! Ob du sprachst, wie dir Souffleusen
flüstern, ob du selbst entschieden – mag das Leibchen wie Fluor
giftig-gelb erstrahlen, schwelen Schwefeldämpf’ in deinen Seelen
rabenschwarz, die dich so quälen! Dieser Hass, der in dir gor«,
rief ich, »hat dich fehlen machen, oder was sonst in dir gor!«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Schwarzprophet! Lakai des Bösen, dienst gespenstisch-nebulösen
Kräften! Eine unsichtbare Macht sich gegen uns verschwor!
War es wirklich ein so rarer, unausleglich deutlich klarer
jeden kleinen Zweifels barer Fehler? Wäre denn d’accord«,
rief ich, »jeder Fan? Und wäre auch der Fußballgott d’accord?«
Sprach der Schiri: »’s war ein Tor!«

»Dieser Pfiff, der sei dein letzter«, rief ich immer abgehetzter,
»Recht soll haben, doch recht rasch sein, damit er sich nicht verbohr’,
dieser VAR, der doch nur findet, was er will; und nun verschwindet,
euch von unsren Plätzen windet! Fliegt und hebt den Monitor
mit hinfort, die Gaukelglotze; denn es lügt der Monitor,
wenn du glaubst ihm, ’s war ein Tor.«

Unbewegt mit festem Schritte ging der Schiri Richtung Mitte,
und erklärte einem Rudel aus dem Reklamierressort,
was erblickt, aus welch validen Gründen er nun so entschieden;
damit ward aus Ärger Frieden. Resigniert blickt ich von hoh’r
Staffel, nichts imstand zu ändern. Warten werd ich stets von hoh’r
Staffel, ob denn zählt ein Tor.

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CE112 Berührende Szenen, gefühlte Handspiele


Anmutige Eleganz paart sich mit rührendem Wortwitz, wildfremde Menschen liegen sich jubelnd in den Armen … Okay, das dann im Moment wohl eher doch nicht. Hier ist jedenfalls der zweite Teil unserer Hinrunden-Rückblende aus der Schiedsrichterperspektive, mit spannenden Personalien, gestressten Video-Assistenten, Dissens im Kollegenkreis, zärtlichen Umarmungen und draufgängerischen Torhütern. Kurz: mit allem, was eine gute Schiri-Soap so braucht. Inklusive einer Stilkritik zu den Frisuren der Unparteiischen!
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CE111 Serious missed Strafrabatt


Man kommt wegen Corona ja zu nichts, deshalb hat es jetzt schon wieder länger gedauert als geplant. Wir bitten erneut um Nachsicht und arbeiten nun in zwei kurz aufeinander folgenden Podcastepisoden kompakt die Highlights der Hinrunde dieser Saison aus der Schiedsrichterperspektive auf. Im ersten Teil geht es darum, wann man einfach mal loslassen muss, und überdies um unziemliches Spucken, aufreizende Torschüsse und großzügigen Strafrabatt. Außerdem erklären wir noch einmal, warum der VAR keineswegs nur bei klaren und offensichtlichen Fehlern eingreift, sondern auch, wenn etwas vorliegt, das wir »SÜV« genannt und eingekölscht haben. Zu Beginn aber hätten wir noch einige Anmerkungen zur Saison 2019/20, und das nicht nur, um unserer Chronistenpflicht zu genügen.
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CE110 Nesteln verboten


Manchmal hält das Leben allerlei Kapriolen und Zwänge bereit, deshalb ist leider eine viel zu lange Podcastpause entstanden. Wir bitten dafür um Nachsicht und melden uns mit einer Folge zurück, in der es um wichtige Personalien und Regeländerungen geht: Wir würdigen die Karriere von Bibiana Steinhaus, begrüßen die Aufsteiger in die Bundesliga, und unser Außenreporter Tobi Altehenger hat mit Patrick Ittrich über dessen Buch gesprochen. Danach sprechen wir ausführlich über die Neuerungen im Regelwerk zu dieser Saison, die nicht ganz so zahlreich sind wie die Änderungen in den vergangenen Jahren. Um konkrete Spiele und erklärungsbedürftige Entscheidungen in der Bundesliga wird es dann in der nächsten Episode gehen – die in Kürze folgen wird, fest versprochen. (Und bitte entschuldigt den versehentlichen Ittrich-Einspieler bei 11:47, der uns erst nach der Produktion aufgefallen ist.)
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CE109 Die Geisterspiele, die sie riefen


Vom Drumherum erinnert derzeit vieles bei den Spielen ohne Publikum an die Kreisliga: Es ist so still, man hört nur die Spieler und Trainer rufen, die Schiedsrichterpfiffe klingen viel schneidiger als sonst, das Einlaufritual fehlt, und der Münzwurf ist zu einem schmucklosen Akt degradiert. Nicht nur Deniz Aytekin fehlt das »Gepushtwerden«. Zwei Spieltage lang fehlten aber auch Proteste, Schauspielerei und Theatralik weitgehend, die Schiedsrichter hatten ihre Ruhe. Doch das scheint sich gerade zu ändern, die Corona-Normalität nähert sich auf dem Platz dem gewohnten Umgang an. Wir blicken auf die ersten dreieinhalb Spieltage seit der Fortsetzung des Spielbetriebs in den Bundesligen zurück, besprechen dabei einige markante Entscheidungen der Unparteiischen und fragen uns, wie es ihnen eigentlich seit dem »Re-Start« geht. Anschließend nehmen wir den 50. Geburtstag der Einführung des Elfmeterschießens zum Anlass, unsere ganz persönlichen Top Elevens in dieser Disziplin vorzustellen.
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CE108 Fortsetzung mit Abstrichen


First things first: Gemeinsam mit den wunderbaren Machern von »Hands of God« haben wir die »Aktion Heimatstern« ins Leben gerufen. Ihr könnt nun ein edles Plakat erwerben, das unseren Namenspatron würdigt, und tut damit noch etwas Wichtiges und Gutes. Die Details erklären wir in dieser Episode gleich zu Beginn. Danach sprechen wir darüber, was die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Bundesliga unter den Bedingungen von Corona für die Schiedsrichter bedeutet: Wie bereiten sie sich auf die Geisterspiele vor? Wie oft und wo werden sie auf das Virus getestet? Was geschieht, wenn ein Unparteiischer am Spieltag ein positives Testergebnis erhält? Und was ändert sich noch alles? Müssten die Regeln nicht eigentlich angepasst werden? Außerdem beschäftigen wir uns mit einem eigentümlichen Ausflug des Augsburger Trainers, der die Quarantäne verließ, um Zahnpasta und Hautcreme zu kaufen, und nun ein Problem hat.
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Das edle Collina-Plakat von den Hands of God kann bis zum 24. Mai 2020 hier bestellt werden, Die Auflage ist auf 50 Stück limitiert. Unseren Teil des Erlöses werden wir komplett an Heimatstern e. V. spenden.

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CE107 Außenwirksame Massenkonfrontation


Da sind wir schon wieder, diesmal mit rund anderthalb Stündchen. Es gab einige Hörerfragen, etwa zur Frisurenmode der Unparteiischen in Zeiten von Corona: Lieber Volahila oder doch eher »Modell Collina«? Funktioniert »social distancing« im »Kölner Keller«? Und warum wurde früher nicht jede Einwurfentscheidung des Schiedsrichters in den Medien seziert? Schwerpunktmäßig widmen wir uns aber der Frage, wie es kam, dass die Referees seit Rückrundenbeginn eine strengere Linie bei unsportlichem Verhalten verfolgen, was das soll und wie es bislang umgesetzt wurde. Sind Niklas Moisander und Alassane Pléa zu hart bestraft worden? Und welche Auswirkungen könnte die neue Direktive auf den Amateurfußball haben?
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CE106 Coronäre Premiere


In dieser Folge gibt es eine Premiere, auf die wir gerne verzichtet hätten: Zum ersten Mal sitzen wir uns bei der Aufnahme nicht gegenüber, sondern jeweils zu Hause vor unseren Rechnern. Schuld daran ist das Corona-Virus, das uns nicht nur zum physical distancing, sondern sozusagen auch zum distance podcasting zwingt. Eigentlich hätten wir viel auf- und nachzuholen, die gesamte Rückrunde der Bundesliga bis zum 25. Spieltag nämlich, aber in diesen Zeiten ist nichts normal. Und deshalb präsentieren wir hier auch kein Vier-Stunden-Opus wie sonst oft, wenn wir eine längere Pause gemacht haben, sondern stattdessen den Auftakt zu einer in kürzeren Abständen folgenden Serie kleiner, handlicher Episoden. In diesen werden wir auch über die Streitthemen seit der Winterpause sprechen, etwa über die schärfere Linie der Referees bei Unsportlichkeiten und den Dreistufenplan. Aber zu Beginn unterhalten wir uns erst einmal ein bisschen darüber, wie das so ist mit dem Fußball in Corona-Zeiten, für die Schiedsrichter, aber auch für uns. Und wie es überhaupt weitergehen soll, irgendwann einmal. Also: Wenn alles klappt wie vorgesehen, hört ihr uns in nächster Zeit kürzer, aber dafür häufiger.
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CE105 Korkfunk


In Episode 105 kehren wir die letzten Aufreger der Bundesliga-Hinrunde zusammen: Wie haben sich die Unparteiischen behauptet, als Abraham Streich traf? War das nicht gegebene Tor von Hannovers Stendera gegen Darmstadt der größte Skandal der Bundesligageschichte? Und darf Wehen so ein Tor wie das gegen Dresden aberkannt werden? Außerdem haben wir ein kurzes Interview mit zwei ambitionierten Referees geführt. Außerdem hat Alex in Sindelfingen mit zwei Schiedsrichtern gesprochen, die über die Auswirkungen der Regeländerungen zu Beginn der Saison, über Gewalt im Amateurfußball und die Herausforderungen eines Hallenturniers mit internationaler Besetzung berichten.
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Alex beim Interview mit Lars Erbst (links) und Felix Prigan während des Mercedes Benz JuniorCup in Sindelfingen.

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CE104 Keep calm and discuss


Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern ein frohes neues Jahr und starten mit einem Rückblick auf den ersten Teil der Bundesliga-Hinrunde. Danach widmen wir uns dem Thema, das uns in den letzten Monaten am meisten beschäftigt hat: der Video Assistant Referee. Um das Thema nochmal ganz ausführlich und in vielen Facetten zu beleuchten, haben wir uns dazu entschieden, dass wir in Episode 104 eine Diskussion führen wollen und zwar nicht wie üblich "nur zu zweit", sondern mit Gästen, die sich in den letzten Spielzeiten ihre ganz eigene Meinung zum Thema VAR gebildet haben. Einerseits ist das Axel Goldmann, der in seinem Blog (dervierteoffizielle.de) und in seinen diversen Podcastprojekten (drei90, Wettbrötchen, Sanfte Weltherren) schon mehrfach seine Ablehnung zum Einsatz von Videoassistenten deutlich gemacht hat - und das obwohl er zu Beginn eigentlich für den Einsatz von technischen Hilfsmitteln war. Andererseits ist Maik Krükemeier zugeschaltet. Der Verbandsliga-Schiedsrichter war zunächst strikter Gegner der Einrichtung des "Kölner Kellers", weil er befürchtete, dass es seinem Fußballerlebnis schaden würde, wenn er keine Fehlentscheidungen von Unparteiischen zum Aufregen hätte. Heute ist der Blogger und Podcaster vom Millernton und Schiedsrichter des Jahres des Fußballkreises Segeberg von 2019 ein Befürworter der Videoassistenz, er hat aber klare Vorstellungen davon, was sich ändern sollte. Entstanden ist so eine gut zweistündige Diskussion, die das Thema in vielen Facetten beleuchtet und vor allem zeigt, dass Veränderungen jeglicher Art auch Konsequenzen haben oder die Unparteiischen vor weitere Probleme stellen.
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