#Link11: Rotieren oder klebenbleiben

In der Champions League warten die Dortmunds, die Barcelonas, die Turins sehnsüchtig auf ihren Einsatz. Das Trainerkarussell in der 2. Bundesliga dreht sich munter weiter. In Parma bleibt die Dusche kalt (unabsichtlich). In Katar bleiben die Stadien kalt (absichtlich). Kühle mathematische Modelle und Kapitalismus. Dies und mehr in der Link11 von heute.

blogundpresseschau

1. Juventus Turin erwartet heute den BVB im Achtelfinale der Champions League. Das weckt Erinnerungen. Schwatzgelb blickt zurück auf das denkwürdige Finale von München, wagt aber gleichzeitig einen Ausblick auf das heutige Spiel und fragt, welcher Spieler in die Aufstellung rotiert in Anbetracht des nahenden Revierderbys. Ein ausführliches Interview zum CL-Finale 1997 führte Spox mit dem damaligen Co-Trainer Michael Henke.

2. Im zweiten Achtelfinale treffen Manchester City und Barcelona aufeinander. Der Tagesanzeiger betrachtet das angespannte Verhältnis von Lionel Messi und Trainer Enrique genauer. Für Marc-Andre ter Stegen wird die Champions League Partie eine weitere Gelegenheit sein, sich im Tor von Barcelona zu beweisen (sportschau).

3. In Liga 2 klebt Olli Reck nicht mehr am Düsseldorfer PattexTrainerstuhl und wurde von U23-Trainer Aksoy abgelöst. Eine überstürzte Entscheidung sieht in der Trainerentlassung dierudola, das Halbangst-Blog sieht es ähnlich, glaubt aber auch, dass der Motivator Reck sein Pulver bereits verschossen hatte. In Fürth wurde ebenfalls der Trainer entlassen. Neutrainer ist Alttrainer Mike Büskens – Positiv-Erlebnis mit einer Einschätzung zum Trainerwechsel.

4. “Damals, als es noch heißes Wasser gab.” Der FC Parma ist pleite. Mehr als 95 Mio. € Verbindlichkeiten drücken den Verein, der zuletzt von einem Besitzer zum anderen weitergereicht wurde. Spielergehälter werden nicht mehr gezahlt, es ist nicht ausreichend Geld für den Spielbetrieb vorhanden und es fehlt sogar an warmem Wasser – die Zeit mit den Details. Die NZZ zieht Parallelen zu vorherigen Krisen und dokumentiert den Protest der Fans.

5. RB Leipzig klebt weiterhin im Mittelfeld der Tabelle – im Montagsspiel gab es ein Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig (Spiegel). Schon am 19. Februar sprach Alex Feuerherdt in Braunschweig über die RB-Thematik, besser gesagt über die Verquickung von Fußball und Kapitalismus – ein Mitschnitt des Vortrags zum Nachhören.

6. Was hält einen 16-jährigen Flüchtling in Deutschland vom Fußballspielen ab? Die Scheu, sich in einem unbekannten Land mit ihm fremden Jugendlichen zu messen? Fehlt ihm der Anschluss an einen Verein, bei dem er mitspielen kann? Diese Hürden hatte Hassan schon überwunden, als ihm die FIFA dazwischengrätscht (SZ). In diesem Fall griffen die FIFA-Mechanismen zum Schutz von Minderjährigen bei Transfers. Im gleichen Zusammenhang ermittelt die FIFA derzeit auch gegen Real Madrid – sport inside mit einem Beitrag dazu.

7. Brentford – Matthew Benham machte früher in Hedge-Fond-Management und Glücksspiel – heute gehören ihm der dänische Erstligist Midtjylland und der englische Zweitligist Brentford. In England soll jetzt etabliert werden, was Midtjylland zum dänischen Tabellenführer macht. Die Bewertung der Leistungen der Spieler und Analysen basieren in erster Linie auf mathematischen Modellen, die spezifische Kennziffern liefern (Guardian).

8. Fragen der Technik erläutert eine Reportage der 11freunde – wie bekommt Katar seine Stadien kühl – maximal 27 °C sind abgemacht mit der FIFA.  Und wie geht der gemeine Fan mit Temperaturunterschieden von 27 °C im Stadion und 55 °C im Freien um. Experten raten zu 2 Wochen Eingewöhnungszeit. Ich kann mich wohl selbst in den verbleibenden 7 Jahren nicht an eine WM in Katar gewöhnen. Die FIFA-Taskforce lässt inzwischen offiziell verlautbaren, dass sie eine Austragung der WM 2022 in November und Dezember empfiehlt (Tagesanzeiger).

9. Liga Terezin, die Fußballliga im KZ Theresienstadt, und der dazugehörige Dokumentarfilm fanden in der Link11 schon öfter Erwähnung. Mit einem der Spieler von damals konnte der DLF ein ausführliches Interview führen.

10. Mindestlohn, immer wieder Mindestlohn. Nachdem das Thema in den Medien die Welle machte, sah sich nun Arbeitsministerin Andrea Nahles genötigt, klarzustellen: Amateursportler unterliegen nicht dem Mindestlohn, es geht beim Sport ja schließlich um den Spaß an der Sache – komische Begründung, die aber zumindest einen vorläufigen Schlussstrich unter die Debatte setzt (Spiegel).

11. Zum Nachhören: In gewohnt subjektiver Manier lässt der reingemacht-Podcast die aktuellen Ereignisse Revue passieren. Beim Textilvergehen wundert man sich über die offensive Spielweise Heidenheims, die Union nach Rückstand noch zu einem Heimsieg verhalf.

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Ich hoffe, dass wir zunächst im Training möglichst viele Tore schießen und dann selbstbewusst ins Spiel gehen.

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1 comment » Write a comment

  1. “Beim Textilvergehen wundert man sich über die offensive Spielweise Heidenheims, die Union nach Rückstand noch zu einem Heimsieg verhalf.”

    Kann es sein, dass der Link hier falsch ist?

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