Eine Choreoabsage, schottische Amateure und ein Kind namens Santana

Starten wir heute mal mit Amateurfußball. Schottischem Amateurfußball. In einem Tweet wurde gefragt:


Das schwere Atmen des Mannes an der Kamera am Ende des Filmes ist fantastisch.

Und obwohl man hier ziemlich – nennen wir es – ungeschickte Kicker sehen, bekommt man Lust zu kicken, oder? Also: Macht was der Kaiser sagt.

presseschau

Ein Guide zum FC Barcelona

Die Kollegen der Spielverlagerung bieten zur Vorbereitung auf das Champions League Halbfinale 22 Texte im eigenen oder auf anderen Blogs als Leseempfehlungen an. Wer mit Fachwissen beim Rudelgucken glänzen will, der sollte sich hier einlesen.

 

Zitat des Tages

Die Krise des griechischen Fußballs hat dieselben Gründe wie die Finanzkrise des gesamten Staates. Dieses Land ist von den Superreichen verraten worden und von den Politikern, die das zuließen oder davon profitierten. Schon vor neun Jahren wurden einigen Fußballvereinen 90 Prozent ihrer exorbitanten Steuerschulden erlassen. Dem Staat entgingen dabei allein im Fall AEK über 100 Millionen.

Ewald Lienen im Interview mit der FAZ über seine Engagement in Athen und die Krise des griechischen Fußballs. AEK Athen wird nach Randale mit dem Zwangsabstieg bestraft (Spiegel).

 

Keine Choreo in München

Bei einem der wohl größten Spiele der Vereinsgeschichte wird es beim FC Bayern München keine Choreo geben. Grund dafür ist nicht der fehlende Einsatz der Bayern Fans. Vielmehr ist eine Melange aus Gerüchten, Vorfällen in der Vergangenheit und aktuellen Kommunikationsproblemen zwischen Verein und Fans Schuld. Nachzulesen auf der Homepage des Club Nr. 12.

National

Die Ausgabe für Mai/Juni der Schiedsrichter Zeitung ist als PDF abrufbar. Themen sind die Arbeit eines Schiedsrichter Coachs in der Bundesliga, die Vorteile des verzögerten Pfiffes und die Schiedsrichter Ausbildung in der Haftanstalt.

Der Insolvenzverwalter von Teldafax verlangt 16 Millionen Euro von Bayer Leverkusen. (FAZ) Das wären fast die kompletten Einnahmen eines Transfers von André Schürrle, dessen Wechsel Rudi Völler in London verhandelt. (SZ)

Matthias Dersch (Ruhrnachrichten) über den Ärger der Fans mit überteuerten Tickets und den Kampf des BVB gegen Wucherpreise auf dem Schwarzmarkt. “Kein Zwanni”-Sprecher Quambusch wird mit den Worten “Niemand profitiert von Viagogo – außer Viagogo” zitiert.

Christoph Ulrich (Halbangst Blog) beschreibt in seinem Text “Club der Selbstgefälligen” sehr gelungen die Veränderungen in der Selbstwahrnehmung bei Fortuna Düsseldorf und die schlechten Zukunftsperspektiven, wenn man die Fehler der Vergangenheit wiederholt.

Stefan Osterhaus (NZZ) über den misslungenen Aufstieg ins Establishmanet der TSG Hoffenheim: “250 Millionen Euro, aber keine Würstchenbude.”

In Hannover hat der Fandachverband Rote Kurve auf der Mitgliederversammlung das Ende als e.V. beschlossen. Als Interessengemeinschaft soll es weitergehen, damit der Vorstand des Fandachverbandes nicht mehr für Verfehlungen der Fangemeinde haftbar gemacht werden kann. Dave (Footballsdiary) beobachtet, dass sich in Hannover trotz der Auflösungserscheinungen ein Zusammenrücken der Fanszene beobachten lässt. Im Blog “Brief an Kind” wird deshalb auch dazu aufgerufen sich besonders jetzt für den Verein und den Erhalt der Fankultur einzusetzen.

Oliver Schmidt (Breitnigge) versucht die Rekorde der Bayern zu verarbeiten, gibt sich gönnerhaft in Richtung des Finalgegners im DFB-Pokals und verwehrt sich gegen Kritik gegen Torhüter Manuel Neuer.

Gerald Kleffmann (SZ) beschreibt lesenswert wie der FC Bayern einen Media Day veranstaltet und lobt dabei ausdrücklich den eingesetzten Dolmetscher.

Sascha Rebiger (140+) guckt schon mal wer auf den Transfermarkt gespült werden könnte, wenn bestimmte Teams den Weg in Liga 2 antreten müssen.

Zukunftssorgen bei 1860 München –  Markus Schäflein und Philipp Schneider (SZ) über die neuen Drohkulissen bei den Löwen.

Thomas Reinscheid (Effzeh.com) portraitiert die Sturmhoffnung des 1.FC Köln: “[ˈkatspɛr pʃɨˈbɨwkɔ] – oder einfach: Pritsche”

Im Schatten der Tribüne über Verlustängste bei RWE und eine 0:5 Niederlage zum Vergessen.

Der insolvente Drittligist Alemannia Aachen darf weiter am Tivoli spielen. (Spiegel)

Der 1.FFC Frankfurt hat sich von Trainer Dahm getrennt. (FAZ) Der Trainer erfuhr auf der Heimreise im Mannschaftsbus von seinem Rauswurf. (FR)

Ines Bellinger (NDR) über die Titelträume des VfL Wolfsburg in der Champions League. Der Sportclub überträgt die Begegnung ab 12 Uhr live im NDR Fernsehen und im Video-Livestream hier auf NDR.de.

International

Der Guardian hat die Gehaltsausgaben der Premier League Clubs untersucht. Jeder einzelne Club wird aufgelistet und eingeordnet. Für Leser bietet sich im Datablog anschaulich die Möglichkeit die Ausgaben mit denen der Vorsaison zu vergleichen.

Spaniens Fußballvereine haben 670 Millionen Euro Steuerschulden. (FAZ)

Forbes hat die Fußballvereine nach Wert sortiert: Bayern (5), Dortmund (12.), Schalke (13.) und Hamburg (18.) sind dabei.

In Israel hat sich der erste schwule Fußballclub gegründet. (Jüdische Allgemeine)

Joey Barton im Interview mit French Football Weekly über die Unterschiede zwischen Premier League und Ligue 1, seine Rolle in Marseille und den Wunsch bei OM zu bleiben.

Mario Balotelli wird von der Times zu den 100 einflussreichsten Personen gezählt und bekommt nette Worte von Gianfranco Zola zu lesen.

Im Tagesspiegel-Interview äußert sich Nasser Fahad Al-Khater , Mitglied  im WM-Organisationskomitee Katars, zu den Bestechungsvorwürfen, einer Verlegung des Turniers in den Winter und sagt, warum das kleine Emirat so viel in den Sport investiert.

Johannes Eydinger (senSATZionell) war beim Fußball auf Gran Canaria. Zweite Liga. Hoffnung auf den Aufstieg. Volle Hütte. Schöne Bilder.

Hausgemachtes

Für Folge 20 unseres Schiedsrichter Podcasts empfingen Collinas Erben die Kölner Schiedsrichterin Laura Duske, sprachen über Aufreger bei den Bundesligaspielen und klärten Hörerfragen.

Mediathek

Katja Kraus, ehemaliges Vorstandsmitglied beim HSV, wünscht sich auch eine Frauenquote für die Bundesligavorstände. (Deutschlandradio)

Arnd Zeiglers Radiokolumne zum 30.Spieltag:

Choreo auf Indonesisch. (YouTube)

In der vierten Folge von “Nächster Halt Buenos Aires” (Arte) besucht Reporterin Emmanuelle Gaume das Stadion von Quilmes AC und begleitet einen argentinischen Reporter beim Torschrei.

Jannik Sorgatz (eldoradio) mit einer Glosse über die Tabellenrechner, die in diesen Tagen Hochkonjunktur haben.

 

Meist geklickt

Die 25 Schritte zum Bundesliga Hipster bei Bundesligafanatic erfreuten sich gestern größter Beliebtheit.

Sammelsurium

Hardy Grüne (Fußballglobus) erzählt die Geschichte des SV Algermissen. Der Dorfverein brachte in den 30er Jahren auch den HSV zum Zittern und die Fans dazu auf Pritschenwagen den Weg in den Volkspark zum Rothenbaum anzutreten.

Isabella Donnerhall (PatschBella) schreibt bei spox über Über die Filterblase des Fußballfans: Was Fußballfans mit Nerds zu tun haben und welchen Nutzen Event-Jubler bringen.

Wie politisch darf, wie politisch muss Fußball sein? – Lukas Hermsmeier (The European) über das unausgegorene Zusammenspiel von Staat und Sport.

Im ausführlichen Interview mit worum.org spricht Paul Statieri über die  erfolgreichste Zeit seiner Karriere bei Werder Bremen, Thomas Schaaf und das Karriereende.

Goalcontrol heißt das System, das bei Fußballspielen in Zukunft klar erkennen soll, ob ein Ball im Tor war oder nicht. Tim Röhn (Welt) war bei den Machern in Würselen. (Anmerkung zum Text: Hörer von Collinas Erben wissen, dass nicht Wolfgang Stark “eine unfassbar deutliche Abseitsstellung von Zlatan Ibrahimovic übersah”, sondern sein Assistent. Und natürlich muss der Ball nicht mit “mit vollem Umfang” die Torlinie überschreiten. Vollständig reicht.)

Ein Heimspieltag beim 1.FC Köln. Die Kölnische Rundschau beobachtet das Treiben von 7.30 bis 18.00 Uhr.

Neymar bekommt seinen eigenen Comic. Der Untertitel: ein talentierter Junge.

Dembowski schreibt ein neues Kapitel auf: der Frühling und die Zeit nach Malaga.

Andreas Linke, Emotionsbeauftragter des Web 0.4 über Schalke Tage, Abschiedsspiele und Marco Arnautovic.

Trainer Baade hat eine berechtigte Frage bezüglich der Netze von Fußballtoren.

Rausschmeißer

Ein Elternpaar aus Dortmund hat sein Kind nach dem Siegtraffer des Brasilianers gegen Malage Santana genannt. (Eurosport) Blöd nur, dass der Abwehrspieler jetzt vielleicht zum Intimfeind nach Gelsenkirchen wechselt (Spiegel).

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2 comments » Write a comment

  1. Re Sammelsurium – erster Absatz dort: seit Ihr sicher, dass die mit dem Pritschenwagen in den Volkpark wollten? So weit mein Gehirn mich nicht trügt, spielte der HSV in den 1930ern am Rothenbaum.

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