CE99 – The Sound of Schiedsrichterfunk

Da podcastet man gerade mal drei Monate lang nicht, und schon kommt so viel Material zusammen, dass eine rekordverdächtige XXL-Episode dabei herausspringt. Aber wir sind davon überzeugt, dass es wirklich gutes, hörenswertes Material ist: Nach Alex war nun auch Klaas während eines Bundesligaspiels im Kölner Video-Assist-Center und hat nicht nur viele Eindrücke und Interviews mit Jochen Drees und Martin Petersen mitgebracht, sondern – nach einigem Hin und Her – auch mehrere Sequenzen aus dem Funkverkehr des Schiedsrichterteams während der Partie Hannover 96 – Eintracht Frankfurt. Außerdem widmen wir uns ausführlich den Regeländerungen, die es zur kommenden Saison geben wird, und blicken auf markante Entscheidungen der Bundesliga-Spieltage 17 bis 26 sowie des Achtelfinals in der Champions League zurück. Bis zur nächsten Folge – unserer einhundertsten – wird übrigens ganz gewiss nicht noch einmal so viel Zeit vergehen. Fest versprochen. Und die technische Qualität wird dann auch wieder besser sein.

CE98 – Eingriffsschwelle

Bekannt war, dass der Video-Assistent nicht nur bei klaren und offensichtlichen Fehlern des Schiedsrichters interveniert, sondern auch, wenn der Unparteiische ein schwerwiegendes Vergehen verpasst hat. Letzteres ist an den vergangenen Spieltagen allerdings relativ häufig so ausgelegt worden, dass aus Köln nicht nur bei Verstößen außerhalb des Blickfeldes des Referees eingegriffen wurde, sondern auch, wenn der Schiedsrichter keine ausreichende Wahrnehmung von einem Vorgang hatte (also beispielsweise bei einem Zweikampf im Strafraum nur auf die Oberkörper geachtet hat, nicht aber auf den Fußbereich). Für Außenstehende war das manchmal schwer nachzuvollziehen, weil es teilweise zu Interventionen des VAR kam, obwohl der Unparteiische den Blick erkennbar auf einen Zweikampf gerichtet hatte und ein klarer Fehler eigentlich nicht gegeben war. Wir dröseln diese Problematik anhand einiger Beispielfälle auf, die sich an den Spieltagen 8 bis 14 ereignet haben. Aber Alex erzählt auch von einem Besuch des Video-Assist-Centers in Köln und seiner Headset-Premiere als Schiedsrichter-Assistent, außerdem erfahren wir, wer der Lukas Podolski unter den Referees ist (jedenfalls nach Ansicht von Manuel Gräfe). Und schließlich sprechen wir darüber, warum es problematisch sein kann, bei der Seitenwahl »Schere, Stein, Papier« zu spielen.

CE90 – Gefühlschaos im Zusatzprotokoll

So ist das manchmal: Der eine erwirbt ein Haus und muss es einrichten, der andere schreibt an einem Buch – und, schwupps, sind schon wieder mehr als vier Monate ohne Podcastfolge vergangen. Wir bitten vollumfänglich um Nachsicht und melden uns – wie könnte es anders sein – mit einer ausführlichen, kritischen, viele Perspektiven berücksichtigenden Zwischenbilanz zum Videobeweis zurück, den das IFAB nun auch fest ins Regelwerk aufgenommen hat. Dabei konnten wir den für die Schiedsrichter zuständigen DFB-Vizepräsidenten Ronny Zimmermann, den Video-Assistenten und früheren Bundesliga-Referee Jochen Drees sowie den Vorsitzenden der DFB-Schiedsrichter-Kommission Elite, Lutz Michael Fröhlich, für Interviews gewinnen. Außerdem lassen wir die ersten beiden Rückrundenspieltage Paroli laufen, wie Horst Hrubesch es formulieren würde, berichten darüber, wie einem Spieler sein Name zum Verhängnis wurde, erklären, was der frühere Uno-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali mit den Video-Assistenten-Assistenten gemein hat, und erzählen, wie ein Fünftligaschiedsrichter plötzlich von der Kurve an die Seitenlinie gelangte. Da das schon wieder sehr viel Material ist und noch mehr Material vor uns liegt, haben wir beschlossen, uns schon in wenigen Tagen zur Aufzeichnung der nächsten Folge zu treffen. Schließlich ist das Haus jetzt eingerichtet und das Buch beim Lektor.

CE89 – Gravierend grau

Turbulente Zeiten für das Schiedsrichterwesen hierzulande: Eine Ethikkommission unterbreitet in erstaunlicher Geschwindigkeit Vorschläge für eine Lösung des »Schiri-Streits« zwischen Manuel Gräfe, Hellmut Krug und Herbert Fandel; der DFB nimmt eine Kurskorrektur beim Videobeweis vor und informiert die Klubs (sowie seinen eigenen Präsidenten) darüber erst viel später, kassiert dann sein eigenes Papier dazu und gerät vehement in die Kritik; eine Boulevardzeitung erhebt Manipulationsvorwürfe gegen Hellmut Krug, der schließlich als Projektleiter für den Videobeweis abgesetzt wird. An allen Ecken und Enden fehlt es an Transparenz, doch das soll jetzt endlich besser werden. Und auch das Fundament für den Videobeweis soll sich stabilisieren. Wir arbeiten alles chronologisch auf, stellen die Assistenten der Assistenten vor, räsonieren über den Videobeweis und beantworten viele Hörerfragen.

CE88 – Blindes Vertrauen

Haben wir geglaubt, dass dank des Videobeweises künftig kaum noch über Schiedsrichter-Entscheidungen diskutiert und damit auch unser Podcast zunehmend überflüssig werden wird? Dann haben wir uns wohl geirrt. Denn bislang wurde an jedem Spieltag in dieser Saison rege, manchmal hitzig und immer kontrovers über diese Neuerung debattiert, räsoniert, gestritten. Was ist denn nun eigentlich ein klarer Fehler, der den Video-Assistenten ins Spiel bringt und den Unparteiischen zu einer Änderung veranlasst? Wo verläuft die Grenze? Und warum gehen die Referees seit dem sechsten, siebten Spieltag so oft in die Review Area am Spielfeldrand, um sich strittige Szenen selbst noch einmal anzusehen – wo es doch ursprünglich hieß, das solle nur in Ausnahmefällen geschehen? Wir versuchen uns an einer Aufklärung (und Versachlichung), resümieren, wie es bislang mit dem Videobeweis lief, und analysieren seine Einsätze. Außerdem blicken wir auf das Bundesliga-Debüt von Bibiana Steinhaus zurück und erklären, warum ein Elfmeter zurückgenommen wird, wenn im Publikum jemand in eine Trillerpfeife bläst.

CE86 – Come back stronger!

Nach – examensbedingter – langer Pause melden wir uns mit einer neuen Episode zurück und lassen ausführlich die vergangene Spielzeit in Bundesliga und Champions League Paroli laufen, wie Horst Hrubesch sagen würde. Dabei geht es unter anderem um die Schwalbe der Saison, einen Blackout, den Zorn führender Fußballfunktionäre, das leidige Thema Nachspielzeit, viel Handarbeit und eine etwas unglückliche Ansetzung, die aber gut gegangen ist. Außerdem sprechen wir darüber, welche Referees besonders überzeugt haben, und resümieren einen ganz besonderen Workshop.

CE84 – Gedächtnisfoto

Wir melden uns endlich aus der Sommerpause zurück und blicken dabei zu Beginn – nach einem kleinen Update zum Thema Videobeweis – kurz auf die Europameisterschaft zurück. Genauer gesagt: Wir sprechen über einige Szenen, die für Gesprächsstoff gesorgt haben, und bilanzieren die Auftritte der Schiedsrichter bei diesem Turnier. Anschließend widmen wir uns den ersten drei Bundesliga-Spieltagen aus der Perspektive der Referees, analysieren ein regeltechnisches Kuriosum in der Europa League und haben schließlich eine Ankündigung in eigener Sache vorzunehmen. Allen Hörerinnen und Hörern wünschen wir viel Freude und gute Erkenntnisse!

CE79 – Anticipare, anticipare

Nach einer viel zu langen Pause melden wir uns mit einer regelrechten Mammutfolge zurück. Wir lassen den Endspurt der Saison Paroli laufen (das heißt, die Bundesliga-Spieltage 25 bis 34, das DFB-Pokal-Halbfinale und die Champions League ab dem Viertelfinale), ziehen ein Fazit dieser Spielzeit, verabschieden Knut Kircher, Florian Meyer und Michael Weiner, beantworten eure Fragen und erklären auch, warum Güllegeruch manchen Schiedsrichter von der Arbeit abhält und weshalb es für manchen eine Beleidigung ist, mit Justin Bieber verglichen zu werden.

CE76 – Die Mutter aller Begründungen

Nach einer viel zu langen Pause gibt es mal wieder eine ausführliche »reguläre« Folge von uns. Wir arbeiten die Bundesliga-Spieltage 13 bis 18 auf, erörtern die bevorstehende umfassende Renovierung des Regelwerks, lassen Manuel Gräfes Auftritt im »Aktuellen Sportstudio« noch einmal Paroli laufen und diskutieren über die Differenzen zwischen der Schiedsrichter-Kommission und den Referees. Dazu beantworten wir wie immer Fragen von Hörern.

CE74 – Antizipation und Spekulation

In den vergangenen Wochen sind die Schiedsrichter vielfach in die Kritik geraten, und bei aller begreiflichen Emotionalität angesichts strittiger oder falscher Entscheidungen sind einige dabei doch über das Ziel hinausgeschossen. Manchmal wäre es besser, wenn es wirklich nur einen Rudi Völler gäbe. Wir lassen die Bundesligaspieltage 9 bis 12 noch einmal Revue passieren und ergründen bei Fehlern von Unparteiischen vor allem, warum sie geschehen sind, ob sie überhaupt ohne Weiteres zu erkennen waren und wie sie gegebenenfalls zu vermeiden gewesen wären. Außerdem sprechen wir darüber, weshalb sich Herbert Fandel, der Chef der deutschen Referees, nun doch grundsätzlich mit dem Videobeweis anfreunden kann, dem er bislang skeptisch gegenüberstand.