CE65 – Torhüter ohne Artenschutz


Kaum kommt man mal ein paar Tage nicht zum Podcasten, schon überschlagen sich die Ereignisse: Die Einführung der Torlinientechnologie wird beschlossen und verkündet, der Artenschutz für den Torwart ist nun auch hierzulande offiziell abgeschafft, und ein Sportgerichtsurteil gegen einen der besten deutschen Referees taucht urplötzlich aus der Versenkung auf. Wir widmen uns diesen Dingen natürlich in der gebotenen Ausführlichkeit. Außerdem arbeiten wir die Aufreger der Bundesliga-Spieltage 13 bis 15 auf und prangern modische Nachlässigkeiten in der Champions League an. Das alles mit der gebotenen vorweihnachtlichen Ruhe, weshalb für die Antworten auf Hörerfragen diesmal leider keine Zeit mehr blieb. Aber das wird Anfang nächster Woche nachgeholt. Fest versprochen.

CE64 – Schiri, der hat schon Perso!

Was macht man als Schiedsrichter, wenn man die Gelbe und die Rote Karte versehentlich zu Hause vergessen hat? Nun, der Personalausweis und der Führerschein respektive eine Bankkarte tun es ersatzweise notfalls auch. In Spandau beklagt sich derweil eine Mannschaft darüber, dass einer ihrer Spieler nicht (!) des Feldes verwiesen wurde, und der FC Gustavsburg beendete sein Spiel gegen die SKG Walldorf mit gerade mal vier Kickern. Außer mit solchen Kuriositäten beschäftigen wir uns mit einer »Sky«-Reportage über Knut Kircher, blicken auf Wolfgang Starks recht unglücklich verlaufenes Comeback bei einem Spiel des BVB zurück, sagen, was wir von den Forderungen »Mehr Schutz für die Stars« und »Sperre bis zur Genesung des Gegenspielers« halten, beantworten eure Fragen und empfehlen zwei Beiträge in der FAZ ganz besonders zur Lektüre.

CE63 – Kundschaft will bedient werden

Es ist eine Menge passiert seit unserer letzten Podcastausgabe. Der Sinn der Torrichter in Europapokalspielen wird mal wieder lautstark (und teilweise arg populistisch, weil faktenfrei) angezweifelt, ein Spieler sieht im DFB-Pokal die Gelbe Karte, weil er den Mauerabstand abschreitet, die Gelehrten streiten sich in der Bundesliga über die Unterscheidung zwischen »deliberate play« und »deflection«, und angesichts eines Augenhöhlenbruchs stellt sich einmal mehr die Frage: der Ellbogen – Werkzeug oder Waffe? Darüber hinaus diskutieren wir die Forderung »Bibi for Bundesliga«, versuchen zu ergründen, was man gegen die Unruhe beim Spiel des HSV gegen Leverkusen hätte tun können, und erklären, warum auch Selbstverteidigung zu einer Roten Karte führen kann. Außerdem besprechen wir wie immer eure Fragen.

CE62 – Werkzeug oder Waffe?

In unserer Geburtstagsfolge besprechen wir die Aufreger aus Bundesliga, Europameisterschafts-Qualifikation und Champions League. Großes Augenmerk legen wir dabei auf die Premiere des Freistoßsprays in der Bundesliga sowie auf Alex’ Balkon, und wir setzen uns mit der eruptiven Reaktion auf einen Handelfmeter in Mönchengladbach auseinander.

CE61 – Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht!

Der TÜV hat das Freistoßspray wegen verschiedener Mängel durchfallen lassen, vor allem aus – sagen wir es ruhig – hormonellen Gründen. Wir sind nun gespannt, ob (und wenn ja, wann) die Geschichte rund um die Einführung dieses umstrittenen Utensils je zu Ende gehen wird. Ein schier unerschöpflicher Variantenreichtum offenbart sich aber auch in Bezug auf den beliebten Schmähgesang, der dieser Folge ihren Titel gegeben hat. Wir fügen zwei weitere heitere Anekdoten hinzu. Ansonsten bleiben wir aber selbstverständlich ernst wie nahezu immer und analysieren strittige oder unklare Entscheidungen des 5. und des 6. Spieltags, korrigieren vorsichtig Bernd Heynemann, beantworten Hörerfragen – und haben gute Nachrichten aus der Modewelt zu verkünden!

CE60 – Verzwicktes Abseits

Die Bundesliga-Spieltage drei und vier haben den Schiedsrichtern vor allem in regeltechnischer Hinsicht nahezu alles abverlangt – und das Herz eines jeden Lehrwarts höher schlagen lassen. In Frankfurt führte ein defektes Headset dazu, dass ein Elfmeter nicht gegeben wurde, in Augsburg geriet die Auslegung der Abseitsregel in die Kritik, in Schalke, Mainz und Paderborn ließ sich mal wieder trefflich über das Thema Handspiel streiten, in Hamburg rief so mancher nach einer Neudefiniton des Terminus »klare Torchance«, und in Freiburg rätselte man über die Vorteilsregel. Wir dröseln alles in Ruhe auf und sprechen zudem über Alex‘ Comeback als Schiri-Assistent in der Verbandsliga sowie über den Selbstversuch eines Hörers als Schiedsrichter. Und natürlich versuchen wir auch, unserem Ruf als führender Modepodcast nachzukommen – immerhin ist gerade die neue Trikotkollektion für die Champions League auf den Laufsteg gekommen!

CE59 – Zwei Ahlenfelder, bitte!

Die Sommerpause ist nun auch für uns zu Ende, und wie zum Beweis, dass wir wieder bei Kräften sind, haben wir uns gleich mal eine ausgedehnte Nachspielzeit genehmigt. Wir blicken noch einmal ganz kurz auf die WM zurück, verabschieden Howard Webb, referieren den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Freistoßspray und fassen die wichtigsten Ergebnisse des Trainingslagers der DFB-Schiedsrichter am Chiemsee zusammen. Zudem erzählt Alex eine sehr persönliche Anekdote über den kürzlich verstorbenen früheren FIFA-Schiedsrichter Kurt Tschenscher – jenen Mann, der als erster Unparteiischer überhaupt eine Gelbe Karte zeigte. Darüber hinaus analysieren wir einige Schiedsrichter-Entscheidungen von den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen und gratulieren Sascha Stegemann zu seiner gelungenen Premiere im Oberhaus. Last but not least gedenken wir eines echten Unikums unter den Referees – und zwar so, wie ihm es vermutlich gefiele.

CE58 – Finale Grande

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen, und deshalb haben wir unseren gewohnten Ablauf ausnahmsweise über den Haufen geworfen. Wir kommentieren diesmal nicht ausgewählte Szenen respektive Schiedsrichter-Entscheidungen, sondern einfach das Finale von Anfang bis Ende mit besonderem Blick auf Referee Nicola Rizzoli und sein Team. »Re-live« also, wie man heute so schön sagt. Wer mag (und über eine Aufzeichnung verfügt), kann das Spiel einfach parallel dazu laufen lassen. Für uns war es ein Experiment, und wir hoffen, es sagt euch zu. (Leider spricht Alex zu Beginn mehrmals von »den Italienern«, wenn er die Argentinier meint. Gucken und kommentieren gleichzeitig ist eben nicht so einfach…)

CE56 – Elfmeterpsychologie & der Geist der Regeln

Im »Kicker«-Interview gesteht DFB-Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel freimütig, angesichts so mancher Fehler der Referees bei der Weltmeisterschaft »verwundert«, ja, sogar »ein wenig aufgewühlt« zu sein. Indirekt klingt dabei eine Kritik an der Schiedsrichter-Kommission der FIFA und ihrem Leiter Massimo Busacca an, die mit einigermaßen umstrittenen Anweisungen an die Unparteiischen bei der WM letztlich für mehr Schaden als Nutzen gesorgt haben. Trotz dieser Hypothek waren die Spielleiter bei den Partien des Achtelfinals allerdings kaum noch ein Thema, obwohl sie eine Reihe von kniffligen Situationen zu beurteilen hatten. Wir blicken auf die Schiedsrichterleistungen in diesen Achtelfinalspielen zurück, prüfen Eck- und Freistoßtricks auf ihre Regeltauglichkeit, sprechen über Elfmeterpsychologie und über Fässer, die man besser geschlossen hält, wenn sie niemand wirklich öffnen will. Und last but not least lassen wird den Geist der Regeln aus der Flasche – mit musikalischer Untermalung!

CE55 – Collinas Erben: Bisschen Profischiedsrichter

Wären wir Freunde des abgeschmackten Wortwitzes, dann würden wir jetzt ausrufen: »Diese WM hat richtig Biss!« Sind wir aber nachweislich nicht, deshalb stellen wir ganz seriös fest, dass Luis Suarez demnächst womöglich viel Zeit haben wird, seine Zähne richten zu lassen, die ihm Giorgio Chiellini dreisterweise mit seiner Schulter verbogen hat – und das auch noch ohne Ahndung durch den Schiedsrichter, obwohl der auf den Spitznamen »Dracula« hört! Außerdem differenzieren wir unterschiedliche Arten von Kopfnüssen aus, empfehlen Björn Kuipers, erst dann Schluss zu machen, wenn es am schönsten ist, dekonstruieren bosnische Verschwörungstheorien und ergehen uns in allerlei Vaterlandslosigkeiten. Überdies bekommt, jawohl, Béla Réthy ein Lob. Heute ist irgendwie alles ein bisschen anders als sonst.