did war die woche – weltweite proteste gegen naki-sperre

“Dembowski, DID verstehe ich nicht. Schön, dass Du wieder bei Fokus Fußball bist. Aber DID ist doch Mist!” Wirklich nette Menschen, die mir da am vergangenen Wochenende im Soldiner Eck eine Standpauke hielten. Ich hätte mit ihnen so gerne über Fußball geredet, aber sie wollten mir nicht glauben, nicht zuhören, und meine Meinung war nicht wichtig. Dabei hätte ich eine gehabt.

Das ist selten der Fall. Der DID ordnet für Euch auch in dieser Woche das Fußballgeschehen ein.

DID also war die Woche.

blogundpresseschau

München – Lügenpresse

Als Trainer hat man einen tollen Job. Jeden Tag trifft man seine Spieler, Vereins-Offizielle, und den jeweils aktuellen Doktor. Pep Guardiola genießt das Leben an der Säbener Straße. Einmal an der Woche aber muss er sich der Presse stellen. Eine Unverschämtheit. Dann kommen Fragen nach Verletzungen, seiner Zukunft, Unruhen, und dem nächsten Gegner, der gehört stets zu den besten Gegnern, die der Weltfußball zu bieten hat. Aber niemand befragt den Erfolgscoach zu seinen sportlichen Errungenschaften. Zu der Dreierkette, der Viererkette, zu der nächsten Revolution auf dem Platz. Das bemängelte der Katalane heute auf einer Pressekonferenz, die er eigentlich nicht abhalten wollte. In den sozialen Netzwerken wurde eifrig diskutiert. Auch ob man dem zukünftigen Citizen glauben kann, oder nicht. „Ich stehe hinter Pep“, sagte DID-Über-Experte Justin Hagenberg-Scholz und führte seine sportlichen Erfolge als Beweis an. Er habe den deutschen Fußball revolutioniert.

 

China – Das Land des aufgehenden Fußballs

Gerade noch stellte Premier League eine der größten Gefahren für den kontinentaleuropäischen Fußball aller Zeiten dar, schon löst das Reich der Mitte die erste englische Liga als potentieller Sargnagel des Fußballs ab. „Wir müssen da ganz klar differenzieren“, erklärte Marketing-Expertin Miriam Wu im DID-Gespräch.

„Sportlich gesehen ist das natürlich ein herber Verlust. Und auch die fehlenden Trikotverkäufe werden ein echtes Problem werden. Doch für den TV-Markt sind diese Wechsel nicht bedeutend“, beschwichtigte die sympathische Mecklenburg-Vorpommerin. Mit der Verpflichtung von Alex Teixeria stellte ein chinesischer Klub, dessen Name Sie sicher gleich wieder vergessen haben, einen neuen Transferrekord auf.

„Das chinesische Transferfenster muss endlich an das europäische Transferfenster angepasst werden“, erklärte DID-Transferexperte Ridley Ferundula, und sprach damit Knallhart-Klartext.

 

Frankfurt – Stefan Hans gegen den DFB

Der im Zuge der Spiegel-Enthüllungen entlassene ehemalige DFB-Vize-Generalsekretär und der größte Fußballverband der Welt trafen sich am Donnerstag zu einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. „Die Sachlage ist – entschuldigen Sie den Ausdruck – etwas nebulös“, sagte Richterin Ursula Schmidt im Laufe der Verhandlung und fasste damit die Sachlage im deutschen Fußball korrekt zusammen. Der Gütetermin scheiterte, berichtet der kicker.

 

Fans – Weltweite Proteste gegen überhöhte Ticketpreise

Am Wochenende schließen sich Liverpooler Fangruppierungen den weltweiten Protesten gegen die überhöhten Ticketpreise an. An der berühmten Anfield Road will die Spion Kop 1906-Gruppe, mit der Unterstützung der Spirit Of Shankly-Gruppe, ihre Plätze verlassen. Das alles in der 77.Minute im Spiel gegen den Abstiegskandidaten aus Sunderland. Ein symbolischer Zeitpunkt. Auf der neuen Haupttribüne gehen die Preise in der kommenden Saison auf 77GBP hoch. Am kommenden Dienstag protestieren Dortmunder Fan-Gruppen gegen die Preise beim Pokalspiel in Stuttgart. „Der Fußball ist am Arsch“, sagte einer der Protestierenden im DID-Gespräch. „Die Fans fühlen sich schon lange abgehängt, ihr Protest gegen die Internationalisierung des Fußballs bleibt jedoch ohne Folge“, erklärte DID-Psychologin Dörte auf Nachfrage.

 

Experten – Siegeszug

In Ermangelung anderer Gesprächspartner kommt es in den letzten Monaten vermehrt zu einem Siegeszug der Experten. Der Fall des Dortmund Fans Maurice Morth sorgte dabei für Schlagzeilen in den sozialen Netzwerken. Der ehemalige DID-Praktikant äußerte sich in einem Text des US-Senders ESPN zum Hype um Jungstar Christian Pulisic. In den Diskussionen konnte nicht geklärt werden, ob Morth Experte genug ist, oder der Sender auf den Kommentar hätte verzichten müssen. „Er hat einige passable Geschichten für den DID verfasst, und ist somit ein Experte“, erklärte DID-Experte Dietfried Dembowski. Über-Experte Justin Hagenberg-Scholz hingegen findet Morth „nur noch nervig.“

 

Leipzig – Neues Stadion in Planung

Pünktlich zum Neu-Start der zweiten Liga sorgte der zukünftige Erstligist Rasenballsport Leipzig mit Expansionsplänen für Aufregung. Ein Stadionneubau sei geplant, zumindest angedacht, berichtet die Lokalpresse, und die Süddeutsche Zeitung verhandelt die hochtrabende Pläne des beliebten Zweitligisten. „Mit RB Leipzig wird die Liga in der nächsten Saison für noch mehr Schlagzeilen sorgen“, sagte DID-Marketing-Expertin Miriam Wu auf Nachfrage, und ergänzte: „Nur die Fans machen mir Sorgen. Sie könnten unserem geliebten Sport nachhaltig schaden.“

Türkei – Naki endlich aus dem Verkehr gezogen

Ex-Bundesliga-Star Deniz Naki wurden vom türkischen Verband für 12 Spiele gesperrt. Der Stürmer hatte die Plattform Facebook für ideologische Propaganda missbraucht, berichtet Hürriyet. “In Deutschland würde das nicht passieren”, erklärte Kneipier Hauke Schill zwischen zwei Hass-Botschaften.

Der ehemalige deutsche Jugend-Auswahlspieler Naki lief bis zu seiner Sperre für den Drittligisten Amed SK auf.

 

Tasci – Flucht aus Moskau

Spätestens als die türkischen Fahnen brannten, wollte Serdar Tasci nicht mehr in Moskau bleiben, berichtet sein Berater im Spox-Gespräch, und Fatih Demireli schreibt über den spannenden Wechsel des aktuellen Bayern-Stars. Nur noch weg, nachdem es zwischen der Türkei und Russland in den letzten Monaten zu politischen Spannungen gekommen war. “Jetzt verstehe ich seinen Wechsel”, erklärte DID-Transferexperte Ridley Ferundula.

Geburtstagskind des Tages

(Auflösung von gestern: Heiner Backhaus wurde 34)

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Field Reporter

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Sepp Blatter im Dezember 2015

 

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