#Link11: Nachwehen im Quali-Land

Bis grob 1995 war der blonde Bäckersjunge sicherlich ein Fußballer, mit dem ich stark sympathisierte. Jürgen Klinsmann begann seine Karriere bei den Stuttgarter Kickers und wechselte dann zum VfB. Um diese Zeit herum begann auch mein Interesse am Gekicke zu wachsen und jeder Grundschüler, der ich nun mal war, braucht natürlich auch ein Rolemodel. Klinsmann war in der Auswahl, am Ende wurde es dann doch jemand anders. Klinsmann behielt ich aber immer im Auge, er wechselte nach Italien (cool!), wurde Weltmeister mit Deutschland (doppelt cool!), spielte in Frankreich (wo?), dann bei Tottenham und erfand dort den legendären Diver-Jubel (Selbstironie? Wenn ja, dann megacool!). 1995 dann der Wechsel zu den Bayern (mega-uncool). Naja.. unsere Wege gingen auseinander. Irgendwann wurde er dann deutscher Teamchef (ein bisschen cool) und brachte Buddhas zu den Bayern (why not?). Heute leitet er die Geschicke des US-Teams und sorgt dort für massiven Gesprächsstoff. Die Link11 hat heute ein Auge drauf.

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1. Im Confed-Cup-Play-Off-Spiel USA gegen Mexiko bat Fabian Johnson um seine Auswechslung, was Klinsmann dazu veranlasste Johnson komplett nach Hause zu schicken (Spox). Nicht nur dadurch, sondern speziell durch die verpatzte Quali für den Confed-Cup, steht Klinsmann massiv in der Kritik, doch es gibt auch Fürsprecher. The Coaching-Journey nimmt den US-Fußball komplett auseinander und konstatiert, dass dieser einfach nicht gut genug ist im Vergleich. Einen etwas anderen Tenor schlägt Graham Parker (Guardian) an. “Jürgen Klinsmann blaming everyone but himself..”

2. Manchester City hat seinen Jahresreport veröffentlicht. Seit der Übernahme durch Khaldoon Al Mubarak schrieb der Club erstmals schwarze Zahlen, wie man zusammenfassend lesen kann (MCFC).

3. Warum der Wochenendrebell, nicht nur am Wochenende ein Rebell ist. Du hast in der Vergangenheit viel gelernt, Jay-Jay. Du weißt, dass Du Menschen ins Wort fallen darfst, wenn sie sagen „Ich habe nichts gegen Ausländer aber, …“ um den Satz zu beenden mit, „Du bist ein Arschloch“.

Eine neue Kategorie: Festgehalten. Lesen!

4. Die Niederlande fahren nicht zur EM. Christof Siemes (ZEIT online) motzt unter anderem über Wesley Snijder, spottet über den holländischen Hochmut und den teutonischen Minderwertigkeitskomplex. Ich bin mir des Werts dieses Textes nicht sicher. Wie auch über 130 Kommentare andeuten. Jacob Steinberg (Guardian) will den Nachbarn aber wieder Mut machen.

What Holland need to remember is that football is cyclical. Their situation looks hopeless now but their collapse does not have to be terminal. They can regain their place among the elite as long as they accept their rehabilitation is unlikely to be a painless experience.

Tobias Müller (taz) setzt das Scheitern der Niederlande in Bezug zum aufstrebenden Nachbarn aus Belgien. Huub Stevens wusste alles schon vorher (Stuttgarter Zeitung).

5. Jannik Sorgatz (RP) hat ein bisschen Wellness auf Island genossen, wenn man seinem Instagram-Feed glauben schenken mag und nebenbei analysiert, warum Islands EM-Qualifikation nur folgerichtig ist.

6. Langsam, aber sicher rückt auch Wolfgang Niersbach von Michel Platini ab, erkennt Evi Simeoni (FAZ). Sie stellt offizielle Zitate des DFB-Präsidenten gegenüber.

Geburtstagskind des Tages


Wer hat heute Geburtstag? Einfach in die Kommentare posten! (Auflösung von gestern: Jan Seifert wurde 47)

7. Was hat dich bloß so ruiniert, fragt Schalke Unser. Eine Zusammenfassung der jüngsten Probleme hinter den Kulissen.

8. Andreas Bock (11 Freunde) hat den viertschnellsten Fußballer der Bundesliga-Geschichte interviewt. Wer isses?

9. Stefan Osterhaus (NZZ) hat Leerstellen in der Bundesliga gefunden. Neben Klopp fehle beispielsweise ein Uli Hoeneß

10. “Nebenan schlug eine Panzerfaust ein”. Benedikt Teuer (Spox) im Gespräch mit Hannovers U23-Trainer Michael Krüger.

11. Der Grazer Johnny Ertl war in der Saison 2012/2013 noch Kapitän des FC Portsmouth. Nun ist er im Vorstand des Premier League-Clubs und gibt Kordian Prokop (Standard) spannende Einblicke in seine Arbeit.

Field Reporter:

Was wir bei der Fifa beobachten, ist typisch für Organisationen, deren Einkünfte enorm und schnell steigen und die ohne externe Prüfung agieren. Bei der Fifa kommt hinzu, dass sie von keinem Markt bestraft und von keinem Kontrollorgan oder Volk abgewählt werden kann. Wenn sich ein solcher Zustand über vier bis fünf Jahrzehnte hält, führt das zu Arroganz und Egoismus. Die Chefs glauben dann, sie könnten tun, was sie wollen. Sie denken, sie stünden über dem Gesetz.

Whistleblowerin Bonita Mersiades erklärt im Gespräch mit Oliver Fritsch (ZEIT online), warum die FIFA gerade implodiert.

Meist geklickter Link gestern:

Des Fußballs neuer heiliger Krieg – The Set Pieces.

  • Mixed Zone: +++ Alt, aber schauenswert: Jose Mourinho von Wrestler aufs Korn genommen (Youtube). +++ Fußballgeschichte: PSG im Blickpunkt (Footballmanager). +++ Schwarzbrot: Bei Union hört man weiterhin gerne Sascha Lewandowski zu (Textilvergehen) +++ Hecking im Interview: Pokalsiege, Malanda und de-Bruyne (Spox). +++

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