#Link11: The Upcoming Feierbiest

Die mutmaßlich vorletzte #Link11 vor dem Finale und vor der Sommerpause steht an. Anpfiff!

blogundpresseschau

1. Nun endlich ist es raus. Die Deutsche Nationalmannschaft hatte viel zu leichtes Spiel, weil die Seleção gar nicht auf dem Feld stand:

 Die wohl lustigste Spielanalyse zur 7:1-Klatsche liefert Thom Gibbs im Telegraph-Blog. Den Song zur Niederlage gibt es auch schon (wer des Portugiesischen nicht mächtig ist, sollte sich unten rechts die Untertitel anstellen / YouTube).

2. Bei den Argentiniern steht nach dem erfolgreichen Halbfinalspiel nicht Lionel Messi im Blickpunkt, sondern Arbeiter Javier Mascherano, der mit einer Monstergrätsche in letzter Sekunde einen Robben-Treffer in letzter Minute verhinderte. Amy Lawrence (Guardian) lobt den 104-maligen argentinischen Nationalspieler und berichtet, dass er der Meinung ist, dass man ab und zu “Dreck fressen” muss. Henry Winter (The Telegraph) sieht in Mascherano den wahren Kapitän der Albiceleste. Bei twitter wird er schon zur Ikone stilisiert: MasChe.

3. Messi konnte nach dem Spiel  – zur Verwunderung vieler Zuschauer – nicht mal mit seinen Kameraden feiern gehen. Er musste zur Dopingkontrolle. (instagram)

4. Einige Aufregung gab es noch in den Niederlanden, weil sich gestern plötzlich Meldungen und Videoaufnahmen verbreiteten, die vermuten ließen, dass der erste Elfmeter von Ron Vlaar womöglich doch im Tor war. (Guardian)

5. Peter Ahrens und Rafael Buschmann (Spiegel) würdigen “Upcoming Feierbiest” Miroslav Klose vor seinem mutmaßlich letzten Länderspiel. Seine Karriere könnt ihr weiterhin als Scrollerlebnis im Blog von Endreas Müller nacherleben.

Mittermeiers Sportblog zeichnet den “langen Weg zum Olymp” der Nationalmannschaft nach. 14 Jahre lesenswert in einen Blogtext gegossen. Raphael Honigstein (Eight by Eight) zieht den Kreis bis 1974 und stellt nacheinander Breitner, Ballack und Müller vor: The rebel, the genius and the thief in the night. Der Guardian erinnert an die wechselhafte WM-Geschichte der Duelle Argentinien gegen Deutschland.

6. Das Antirassismus-Netzwerk FARE hat während der Weltmeisterschaft viele rassistische Vorfälle dokumentiert. Die FIFA, die noch vor den Viertelfinalspielen Banner und Reden der Spielführer gegen Fremdenfeindlichkeit präsentieren ließ, “hat sich entschieden, wegzusehen”. (fare networkFAZ)

7. Declan Hill vergleicht in seinem Blog die TV-Rechte-Einnahmen (4 Milliarden Dollar) mit den Gewinnen des asiatischen Wettspielmarktes (rund 100 Milliarden Dollar) und zeigt auf, wie ineffektiv und unnütz Monitoring-Maßnahmen der FIFA sind, um Manipulationen festzustellen.  

8. Die Cambridge University hat die jeweils drei Wörter ermittelt, die in Zusammenhang mit den bei der WM vertretenen Nationalmannschaften gefallen sind. Keine Überraschung bei Uruguay.  (BT Sport)

9. When Saturday Comes fragte europaweit bei Magazinmachern nach: Wie ist eure Meinung zur WM 2014?

10. Nick Hornby (ESPN), Verfasser der wohl berühmtesten Zeilen zur Vereinswahl von Fußballfans, fragt sich, ob die Weltmeisterschaft wirklich so gut ist wie die Journalisten behaupten, die mitten im WM-Trubel arbeiten. Ein Text über enttäuschende Brasilianer und Schiedsrichter. Und über eine deutsche Mannschaft, die wohl weiterhin – zum Leidwesen von Hornby – als effiziente Maschinen abgestempelt werden.

11. Ronald Reng gehört wohl zu den besten Fußballbeobachtern Deutschlands. Im Gespräch mit dem SWR bei Leute Night nach dem Halbfinalsieg der Deutschen gegen Brasilien spricht er über die Niederlage, die man aus seiner Sicht seit zwölf Jahren kommen gesehen hat, über die Überhöhung von Fußballtrainern und über seine Bücher. Eine kurzweilige Unterhaltung.

Field Reporter:

“Das Schlimmste ist, dass man eventuell zweimal in Folge verliert. Und dass man ein Turnier, das so toll war, vielleicht als Loser beendet. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Es kann nur ein Finale geben, und in dem muss es darum gehen, Champion zu werden.”

Louis van Gaal über das Spiel um Platz 3. (Der Abstauber)

Bester Link gestern:

Schon wieder der Tweet mit der Grafikerklärung der BBS für die 7 (seven).

Bandenwerbung:

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Mixed Zone: Autorin: Nadine Angerer schreibt an ihrer Biographie. (Framba) + + + Auf der Flucht: Ray Whelan, der wegen Kartenhandels mit WM-Tickets unter Verdacht steht, ist geflohen. (SZ) + + + Ausnahmsweise: Vier Ausgaben des Fußballmagazins The Football Pink gibt es aktuell zum freien Download bei Amazon. + + + Aussicht: So sehen die Ausrichterstädte bei der WM 2015 in Kanada aus. (YouTube) Und so gelungen ist das Plakat zur WM (imgur) + + + Ausgeheult: Neymar gab eine Pressekonferenz. (ZDF Mediathek) + + + AuswertungSportspath hat die Entwicklungen der deutschen und englischen Spieler zwischen 17 und 21 Jahren untersucht. Überraschend, dass die Engländer bis zur U17 noch sehr erfolgreich sind, dann aber merklich abbauen. + + + Aufregung: Beim HSV hält die Ausgliederung für die Investoren mehr Möglichkeiten bereit als bisher bekannt. (Finance) + + + Ausblick: Finanzchef Alexander Wehrle ist sich sicher, dass auf den 1.FC Köln in der nächsten Saison auch schwierige Phasen zukommen werden. (Köln.Sport) + + + Aufgenommen I: Grantland über die WM aus US-amerikanischer Sicht. Mit ordentlich Pathos. Dennoch sehenswert. (YouTube / 8:56 Minuten) + + + Aufgebracht: Brafus über zwei Brasilianer, die in unterschiedlichen Welten leben und dennoch viele Ansichten teilen. + + + Aufgenommen II: Zwei Fußballfilmfestivalmacher über Fußballfilme. (Zoom / Arte) + + + Aufgenommen III: Der Flatterball Podcast über den üblichen WM-Wahnsinn. + + + Außen vor: Beckenbauer fährt nicht zum WM-Finale. (ESPN) + + + Aufgenommen IV: Alex Feuerherdt war zu Gast bei “Ailton fehlt einfach“. + + + Ausgenommen: Der Fotograph Jason Andrews (Time) hat Fußballer aus Afrika seit 2011 begleitet, die in der Türkei ohne Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft leben. Bis zu 5.000 solcher Spieler sind Schätzungen zufolge so in der Türkei gestrandet. + + + Auszeichnung: Das Maracana ist nach einem Sportjournalisten benannt. Jutta Braun und René Wiese (11 Freunde) stellen Mario Filho vor.

2 comments » Write a comment

  1. Zu 7: “Lediglich” 100 Mrd. $ Umsatz, nicht Gewinn, ist dann schon ein gewaltiger Unterschied…

  2. Pingback: 1:0 gegen Argentinien! Wir gratulieren dem DFB-Team zum 4. WM-Titel! | FINA24.deFINA24.de

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