GenB07 – Republica14: Tot, töter, Sportblogs?

Das Sportbloggernetzwerk eine leere Hülle und Sportblogs sind weiter marginalisiert. Vielleicht sogar tot, denn hoffnungsvoller Nachwuchs ist nicht in Sicht. Mit diesen Thesen setzen wir uns auf der Republica14 in Berlin auseinander.

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13 comments » Write a comment

  1. Sehr schönes Gespräch. Gerade diesen Punkt mit dem eigenen Zuhause finde ich sehr wichtig. Auch wenn 18mal18 damals eingeschlafen ist, hab ich es noch auf meinen Server und ist nicht in irgendwelchen Timelines ganz unten verschwunden. Und was passiert mit der ganzen Energie, die in Communityarbeit bei Facebook gesteckt wird, wenn Facebook dann irgendwann das passiert, was Myspace erlebt hat?

    Ich finde auch nicht, dass Sportblogs in letzten Jahren “töter” geworden sind. Das “Genre” hat sich entwickelt. Es gibt nicht mehr so viele naive aber energiegeladene Neuanfänger, weil auf der anderen Seite bei einigen auch das Niveau schon unfassbar hoch ist und es so viel tolles Zeug gibt. Die Hürde Podcasts zu machen wird mit jedem Projekt wie Collinas Erben höher, weil man dieses Level halt nicht nach einem Versuch erreicht. Was kann man noch über Fußballkultur schreiben, was Trainer Baade nicht schon getan hat? Alles nicht so schlimm. Fokus Fußball ist ja auch in eine Lücke gestoßen, die zumindest in meiner Wahrnehmung durch das Einschlafen einer schon mal vorhandenen Presseschau entstanden ist, oder? Es gibt nicht mehr so viel Dynamik, aber dafür für mich einige liebgewonnene Konstanten.

    Aber das mit mehr gemeinsamen Projekten. Das wäre schon schön :)

  2. Ahoi!

    Vielen Dank für die außerordentlich hörenswerte Diskussion und natürlich auch dafür, dass Ihr sie mitgeschnitten und zur Verfügung gestellt habt. Gerade für Sportblogger sind da ein bunter Strauß an relevanten Themen angesprochen worden – Kommunikation mit dem Verein, Selbstverständnis, Monetarisierung, Nischenfindung… (aber das muss ich Euch ja tatsächlich nicht schreiben). Weswegen ich trotzdem tue: Weil jeder einzelne dieser Punkte eine Diskussion für sich wert wäre. Insofern verstehe ich Eure Diskussion auch als einen thematischen Aufschlag für so etwas. Ich möchte konkret aber folgende Eurer weiteren Punkte kommentieren:

    a) Die Plattform. Jedem angehenden (Sport-)Blogger ist unbedingt angeraten, von Beginn an darauf zu achten, Herr/Frau über seine/ihre Seite zu sein. Wir empfehlen daher immer, sich nicht nur ’ne eigene Domain sondern auch etwas Webspace zu besorgen und WordPress (o.ä. Software, Hauptsache sie ist open source) zu installieren. So bleiben Eure Texte, Bilder und Töne bei Euch. Ist am Anfang vielleicht ein bisschen mehr Aufwand, lohnt sich aber. Und technisch ist das heute auch nicht mehr wild.

    b) Die Vernetzung. Ihr habt in Eurer Diskussion ja schon unseren losen Zusammenschluss von Werder-Blogs erwähnt, die . Danke dafür! Kurz zum Hintergrund: Der Gedanke dabei war, einen gemeinsamen Anlaufpunkt für grün-weiße Blogaktivitäten zu schaffen. Eine Art digitalen Schulterschluss, der über die obligatorische Blogroll hinausgeht. Das geschieht technisch zum einen durch einen gemeinsamen (Meta-)Feed, der alle Beiträge der teilnehmenden Blogger versammelt: unsere »Leseliste«. Dazu gibt es (mehr oder minder regelmäßig) eine kommentierte Blogschau, im Stile der Fokus Fußball-Link11 (ich persönlich habe die bislang nur einmal verfasst – das hat mich aber demütig werden lassen für das, was Ihr da tagein tagaus bei FoFu leistet…). Die grundlegende Idee war, interessierten Leser/innen die Vielfalt der Bloglandschaft rund um den SVW zugänglich zu machen. Ohne Redaktion im engeren Sinne (»in den Farben vereint, in Meinungen nicht zwingend. Aber manchmal«, heißt es entsprechend in unseren kurzen .
    Wir hoffen, dass die Idee Schule macht und würden uns freuen, recht bald ähnliche Schulterschlüsse aus anderen Städten zu sehen. Weil es sich lohnt. Und weil geteilte Leser keine halben Leser sind.

  3. Als ich neulich einem Fußballfan den Rechner entwurmt habe, habe ich ihm fokus-fussball als Startseite eingerichtet.
    Diese Seite ist der beste Einstieg in die Fußballbloglandschaft!

    Je mehr Leute Fußballblogs lesen, desto mehr Nischen und desto mehr Blogs wird es geben.

  4. Pingback: #Link11: Bereit wie nie | Fokus Fussball

  5. Pingback: Sport-Blogs sind tot! Ich fange damit gar nicht erst an! | Schwarz und Blau

  6. Erstmal vielen Dank das ihr diese Gesprächsrunde in’s Netz stellt, hat sich gelohnt.

    Da ich sehr gerne und sehr viele Podcasts höre, hat mich das Thema besonders interessiert. Ich halte es immer noch für eins der Kernprobleme bei der Verbreitung von Podcasts, das sie immer noch aufwendig zu beziehen sind. Würde mich nicht wundern wenn der überwiegende Teil immer noch über die Webseiten gehört wird. Das ist nicht besonders komfortabel.
    Möchte ich neue Folgen meines Podcast automatisch auf meinem Telefon haben, ist immer noch Aufwand zu betreiben, der nicht technikaffine Menschen zurückschreckt. Podcastclient auswählen, Podcastverzeichnis durchsuchen, Podcast abonnieren. Einfach ist für mich anders. Was besonders schade ist, da Podcast gegenüber vielen klassischen Medien den Vorteil haben viel ausführlicher ein, auch sehr spezielles, Thema behandeln zu können siehe Collinas Erben.

    Wie von euch erwähnt wurde sind Foren bei Fussballfans immer noch sehr beliebt, das wundert mich nicht. Denn Foren sind recht einfach in der Handhabung, einmal registriert kann ich jederzeit meinen Senf zu einem Thema abgeben. Dafür brauche ich nicht sehr viel technisches Wissen.

    Über einen eigenen Fussballblog denke ich auch schon länger nach, bin mir aber immer noch unsicher ob ich die Zeit dafür aufbringen kann ordentliche Inhalte einzustellen. Irgendeinen Text in einen Blog zu werfen, nur um Inhalt zu generieren kann nicht Sinn der Sache sein.

  7. Moin!
    Auch von mir Danke für die interessante Gesprächsrunde und das “zur Verfügung stellen zum zeitsouveränen Hören”.
    Die Ausgangsfrage ist ja aus meiner Sicht, was für einen Anspruch man mit seinem jeweiligen Projekt (Blog, Website, Podcast) jeweils hat, welche Zielgruppe man ansprechen will, ob man damit zumindest annähernd sowas wie “kostendeckend” arbeiten möchte oder ob man es wirklich nur “Just for fun” auf die Beine stellt, aus Spaß an der Freude, aus Spaß am Fußball, aus Spaß am Fan-Dasein.
    Für uns (Übersteiger / MillernTon) ist der Kostenfaktor zumindest schon mal zu vernachlässigen, da wir durch das Fanzine im Hintergrund zumindest die Website nicht mehr finanzieren müssen und die Hardware für den Podcast durch das AFM-Radio (Live-Übertragung der Spiele als Quasi-Vereinsradio) gestellt wird. Ich gebe zu: Dies vereinfacht natürlich vieles.

    Für beides (Podcast & Blog) gilt bei mir: Ich hab viel zu wenig Ahnung von Fußball, als das ich mir das ernsthaft anmaßen würde, einen auch nur annähernd journalistischen Mehrwert in der reinen Sportberichterstattung zu schaffen. Ich finde es toll, wenn z.B. das Textilvergehen sich 90 Minuten über ein einziges Spiel unterhält und es in seine Bestandteile zerlegt, höre da aber viel lieber die Sendungen, in denen es um andere Themen, um das Drumherum auf den Rängen oder eben auch vereinspolitisches geht. Denn das sind eben die Nischen, die man aus Fansicht in den “normalen” Medien nicht beleuchtet bekommt. Für das nackte Spiel an sich gibt es den Kicker und diverse weitere Seiten, außerdem sieht heute fast jeder Fan das Spiel eh nahezu komplett live oder schaut sich zumindest die Highlights an… da rede ich dann zwar auch notfalls nochmal über 2-3 Szenen pro Spiel, aber das reicht dann auch.
    Wie aber bestimmte Situationen auf den Rängen zustande kamen, Anekdoten von der Auswärtsfahrt, Entscheidungszusammenhänge in der mehr oder weniger aktiven Fanszene… dazu fehlt außerhalb von Blogs/Podcast doch ein medialer Anlaufpunkt, genau das ist der Mehrwert den diese Fanmedien liefern können, sollen, müssen und hoffentlich größtenteils auch wollen.

    Stichwort Vernetzung: Zumindest bei den FC St.Pauli-Websites ist es nun schon länger üblich, am Ende des “normalen” Spielberichts auch jeweils die anderen schreibenden/fotografierende Seiten aufzuzählen und zu verlinken. Wirkt immer etwas platt, da eben meist (aufgrund der schieren Anzahl) wirklich nur die Seite und vielleicht noch die Überschrift aufgezählt wird, zeigt aber eben auch sehr schön, dass es mehr als nur 2-3 Seiten gibt die man ansteuern kann.
    Ob darüberhinaus eine Vernetzung stattfinden muss? Nun, es schadet sicher nicht, wenn man dies grundsätzlich im Hinterkopf hat und ggfs schnell reagieren kann. Da hab ich aber (zumindest auf unsere Fanszene bezogen) schon das Gefühl, dass dies im Notfall über Twitter/Facebook/Forum rasch passiert. Sowohl bei FB als auch bei Twitter gibt es inzwischen schon zwei Sammelaccounts, die übergreifend die Links aus Blogs und teilw. auch offiziellen Quellen wie Vereins-HP und Medien verlinken.
    Ob dies bei anderen Vereinen ausbaufähig ist, weiß ich nicht.

    Gemeinsame Projekte, Vereinsübergreifend:
    Fänd ich super. “Meine 18 bis Katar” von Heinz Kamke war eines dieser berühmten Stöckchen, die dann aufgenommen wurden, “18 mal 18” wurde bereits genannt, die Link-11 hier ist der Wahnsinn, gleiches gilt für die “Blog des Monats”-Wahl. Immer mehr Blogs und Podcasts laden sich spielbezogen die gegnerischen Fans ein.
    Ein Anfang ist also gemacht, fehlt nur die Idee.

    Bereits in den letzten Jahren wurde ja oftmals eine Art Fragebogen vor Saisonbeginn ausgefüllt, vielleicht könnte man derartiges auch häufiger während der Saison schaffen.
    “Die drei Fragen der Woche” oder ähnliches. Jeweils Sonntag Abend auf Fokus-Fussball veröffentlicht, per Pingback wären die Antworten einzusehen. Und reihum macht sich dann immer eine der Seiten die Mühe, die Antworten zusammenzutragen, je nach Fragestellung natürlich auf unterschiedliche Arten möglich.

    • @Frodo
      Yep, ein Blog nur für die Spiele des Lieblingsvereins macht nicht mehr viel Sinn. Die gibt es schon reichlich und von richtig guter Qualität, vor allen aus den beiden oberen Ligen.
      Ich habe natürlich einen Lieblingsverein, natürlich kann ich, was diesen betrifft, nicht neutral sein. Trotzdem mag ich in erster Linie das Spiel und schätze durchaus die Leistungen anderer Klubs oder freue mich auf anstehende Turniere. Darüber würde ich was machen oder einfach meine Meinung zu Themen wie den Sinn der Relegation oder die Probleme des Amateurfussballs etc. etc.

  8. Pingback: 7 Jahre 5 Freunde im Abseits - 5 Freunde im Abseits

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