#Link11: Marche Funèbre

Mit Schalke hat sich der nächste Bundesliglist erwartungsgemäß aus dem Wettbewerb verabschiedet, womit von fünf im europäischen Wettbewerb überwinternden deutschen Klubs noch zwei übrig bleiben, sollte Borussia Dortmund seinen Vorsprung aus dem Hinspiel heute abend nicht verspielen. Damit ist der Status der Bundesliga als doch nicht stärkste Liga der Welt besiegelt – schließlich hat die spanische Liga ihre drei Topklubs mit aggregierten Tordifferenzen von +7, +4 und +3 nahezu ungefährdet im Viertelfinale platziert. Machen wir das Beste draus: die Link11 zum Mittwoch.

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1. Schalke 04 verpasste im Estadio Santiago Bernabéu die Sensation deutlich. Nach einer repektablen ersten Hälfte, in der anstelle des 1:1 eine Schalker Führung durchaus möglich gewesen wäre, übernahm Madrid in der zweiten Halbzeit das Kommando und gewann mit 3:1 (dpa/FAZ). Dabei riss Reals Jesé schon nach wenigen Minuten das Kreuzband, wie der Verein noch am Abend bekannt gab. Bei Real habe sich mit Carlo Ancelotti endlich ein Trainer gefunden, der es schaffe, die Ansammlung von Stars einenerseits im Zaum zu halten und zum andererseits zu einem schlagkräftigen Team zu formen, findet Peter Ahrens bei Spiegel Online.

2. Schalke auf der anderen Seite bot gestern Abend mit Fährmann, Kolasinac, Höwedes, Matip, Hoogland, Ayhan, Meyer und Draxler in der Startelf acht Spieler aus der eigenen Jugend auf. Den Erfolg Schalker Nachwuchsarbeit hat Stefan Rommel schon am Montag bei Spox dokumentiert, gestern erreichte die U19 des Klubs in der »Youth League« das Halbfinale und wird dort auf den FC Barcelona treffen (Königsblog).

3. Im zweiten Spiel des gestrigen Abends setzte sich ebenfalls der Favorit durch: Chelsea (London) schlug Galatasaray (Istanbul) mit 2:0. Ein Spielbericht mit besonders viel redaktionellem Aufwand bei der Bildunterschrift findet sich auf SZ.de.

4. Heute abend kann die Kommanditgesellschaft auf Aktien aus Dortmund der Aktiengesellschaft aus München ins Viertelfinale der Champions League folgen. Die Borussen können dabei auf einen 4:2-Erfolg aus dem Hinspiel bauen: Zenit St. Petersburg muss mindestens drei Tore schießen, um überhaupt weiterkommen zu können. Ein Sieg wäre dabei dem Marketing der Borussien zuträglich, prophezeiht Frank Hellmann, der in einem anderen Artikel beim selben Blatt auch den St. Petersburger Brasilianer Hulk porträtiert (FR). Zenit wird nach dem Spiel einen neuen Cheftrainer vorstellen: André Villas-Boas (FC-Zenit.ru).

5. Uli Hoeneß und insbesondere sein Verzicht auf Revision regen weiter zu interessanten Texten an. Der Rotebrauseblogger empört sich über die implizite Diskreditierung dieses Rechtsmittels durch Hoeneß’ Aussagen, die Süddeutsche Zeitung empört sich über die hämische deutsche Presse. Für Spiegel Online sieht ein Strafverteidiger »viele Fragezeichen«, in der taz schreibt Markus Völker zahlreiche offene Fragen nieder.

6. Schwalben sind kein britisches Mittel des Fußballs. Als Michael Owen einst abhob, kommentierte die BBC: »Michael must have picked that up in Spain«. Über die Zusammenhänge mit Foulspielen und typisch englischer Härte schreibt Rafael Honigstein bei ESPN.

7. »It is part and parcel of Turkish football – corruption, criminality, cheating. And it is wrong«. Ender Kuyumcu schreibt mit brennender Sorge über den Fußball seines Heimatlandes (Sporting Intelligence)

8. Robin Dutts Handschrift des taktischen Pragmatismus, der Werder Bremen zwar keine spielerische Dominanz, dafür aber einige Punkte beschere, hat Tobias Escher im Weserkurier unter die Lupe genommen.

9. Der Bus des FC St. Pauli wurde am vergangenen Wochenende Opfer einer Graffito-Attacke mit dem Schriftzug »HSV«. Wie der Bus inzwischen aussieht und wie es dazu kam, versucht die Vereinshomepage zu rekapitulieren.

10. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, beläuft sich die Summe von Geldstrafen der Berliner Hertha für das wiederholte Fehlverhalten ihrer Fans in den letzten vier Jahren inzwischen auf 232.500€. Der jüngste Betrag von 28.000€ wurde u.a. wegen des eine Spielunterbrechung verursachenden Werfens von Gegenständen auf das Spielfeld in Dortmund verhängt (DFB.de).

11. Die Fankultur-Interessengemeinschaft »Unsere Kurve« stimmt in die Kritik an den Modalitäten der Hannoverschen Auswärtsfahrt nach Braunschweig ein. Beim Halleschen FC in der dritten Liga wird derweil die Eintrittskarte für das Spiel gegen Hansa Rostock nur zusammen mit der gegen die Stuttgarter Kickers verkauft (Mitteldeutsche Zeitung).
Meist geklickter Link gestern:
Die Geschichte des englischen Nationaltrikots bei Campo Retro war gestern der Renner.

 

Field Reporter

Hierzu nehmen die Verantwortlichen des FCK wie folgt Stellung:

1. Wesentliche Teile der Vorwürfe (…) betreffen den Zeitraum 2000-2008, und damit die Zeit vor der Verantwortlichkeit der aktuellen Funktionsträger.

Die Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern äußert sich zu den Vorwürfen des Bundes der Steuerzahler.

 

Mixed Zone:

Online: Jeder Bundesligist hat ein Videoangebot im Internet (Welt.de) + + + Stuttgart: Heinz Kamke hat Mühe, einen Bremer Freistoßtrick zu verarbeiten + + + Peru: Dem Fußballspiel von Bäuerinnen aus den Anden widmet arte eine einstündige Reportage + + + Frankfurt: Harald Stenger greift im hr Heribert Bruchhagen an + + + München: Julian Green hat sich zwischen der deutschen und der amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft entschieden (kicker) + + + Sao Paulo: Das Stadion ist unfertig an die FIFA übergeben worden (FAZ) + + + Online: 32 Millionen Deutsche nutzen das Internet, um sich über Sportereignisse zu informieren (Bitkom).

 

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