Die Blog- & Presseschau für Dienstag, den 02.10.2012

Frauen-Fußball an der Spitze

Mal was anderes ganz oben in der Blog- & Presseschau. Am Wochenende spielten in der Frauen-Fußball-Bundesliga Turbine Potsdam gegen den 1.FFC Frankfurt. Das Ergebnis war am Ende Nebensache. Drei Spielerinnen mussten den Platz vorzeitig mit Verletzungen verlassen. Der Vorsatz steht im Raum. Frank Hellmann von der FR über eine Dauerfehde.

Auch die SZ beschäftigt sich mit dem Spiel, dass für viel Diskussionen sorgte.

“Der Frauenfußball hat es versäumt, ein Zeichen für Fair Play zu setzen. Keiner hätte es der Schiedsrichterin übel genommen, wenn sie die Partie in der 88. Minute beendet hätte”, schimpfte der Potsdamer Trainer Bernd Schröder. Der Frankfurter Manager Siegfried Dietrich konterte empört: “Die Schiedsrichterin darf doch nicht einfach abpfeifen. Das geht nur, wenn Spieler oder Zuschauer in Gefahr sind.”

Die Welt spricht gar von einem Hass-Spiel und bettet Videos ein.

Der Tagesspiegel titelt “Blutig bis roh”.

Fußballdoping

Doping im Fußball bringt nichts. Im Radsport dafür umso mehr. Die beiden Journalisten Jonathan Sachse und Daniel Drepper gehen diesen Pauschalurteilen im Fußballdoping-Blog nach.

Schiedsrichter und Homosexualität

“Burkhard Bock hat sich lange Zeit versteckt. Jetzt bekennt sich der Schiedsrichter und Verbandsfunktionär aus Brandenburg zu seinem Schwulsein.” Die taz berichtet.

Champions League

Die Bayern sind heute bei Bate Borisow zu Gast. Maik Rosner von der FR über die Bayern im Irgendwo.

Der Gegner Bate Borisov ist ein Kleiner auf der großen Bühne. Vom Klub gibt es ein ähnlich diffuses Bild wie von der letzten Diktatur des Kontinents, der des jüngst fragwürdig bestätigten weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.

Bundesliga-Nachschlag

Heinz Kamke blickt auf den 2:0-Sieg des VfB Stuttgart in Nürnberg zurück ohne auf die Nürnberger Fehler einzugehen und bekennt stattdessen, dass sein Herz links schlägt.

Passend dazu. Raphael Holzhauser, Linksfuß im Porträt bei der Stuttgarter Zeitung.

Vielmehr klingt die Aussage von Labbadia ein bisschen wie „er hat sich stets bemüht“. Wenn das im Zeugnis steht, war die Leistung kaum ausreichend. Dabei hat Holzhauser überzeugt, zumindest solange seine Kraft reichte, also 75 oder 80 Minuten lang. Dann musste er dem Tempo etwas Tribut zollen, das in der Bundesliga höher ist als in der dritten Liga, wo Holzhauser bis jetzt vorzugsweise zum Einsatz gekommen ist.

Stefan Osterhaus äußert sich in seiner Kolumne Pressschlag über die kalkulierte Krise in Gladbach.

So kam er schon nach dem zweiten Spieltag zu dem Ergebnis, dass es sehr schwer werden würde in dieser Saison. Das erwies sich jetzt, nach dem sechsten Spieltag, als geradezu hellsichtig. Nach einem 0:5 in Dortmund ist Gladbach im Begriff, die Ziele neu zu definieren. Platz acht bis elf ist laut Manager Max Eberl nun das, was realistisch erscheint, vermutlich hat er recht.

Beim HSV ist weiterhin nicht alles Gold was zwei Mal siegt. Das Nur-der-HSV-Blog mahnt.

Aktuell ist mir da einfach noch ein bisschen zuviel Zufall und Anarchie im Spiel des HSV. Sollte es Fink gelingen, diesem Kader ein passendes System überzustülpen, dürften sich die Leistungen des Teams noch weiter verbessern, ohne dass der gemeine Fan in jedem Spiel bis zum Ende zittern muss.

Wie immer sehr realistisch und souverän äußert sich Rene Adler zu seiner derzeit guten Form im Interview mit der FAZ.

Heutzutage reichen ja schon ein paar Spiele, um Nationalspieler zu werden. Ich will das gar nicht schlechtreden, das ist ein Jugendtrend, und ich denke, dass der Trend sogar dorthin geht, dass die Spieler noch jünger werden.

Oliver Kahn bloggt über Eintracht Frankfurt. Steht aber wohl nichts interessantes drin.

Das Fernglas FCB spart nicht mit Kritik nach dem 2:0 gegen Werder Bremen, vergisst jedoch nicht den Willen der Bayern zu loben, bis zum Ende auf Sieg zu spielen.

Wer sich fragt wo Xherdan Shaquiri und Granit Xhaka ihre Wurzeln haben und wie das mit der Schweiz zusammenhängt sollte bei “In bed with Maradona” vorbeischauen.

Rob Alef ist enttäuscht nach einer englischen Woche mit zwei Heimspielen, aber 0 Punkten aus diesen. Er hofft auf eine baldige Verstärkung der Defensive und erinnert an Hans Meyers Zeiten.

Grünen-Politiker Omid Nouripour sieht in Armin Veh den neuen Bundestrainer. Was so ein Höhenflug eines Frankfurter Aufsteigers auslösen kann. Die Zeit interviewt den Vorsitzende des einzigen Fußballfanklubs im Bundestag.

Jürgen Klopps Tribünengang

Unter der Woche musste Jürgen Klopp beim Spiel in Frankfurt auf die Tribüne. Die Karte war teuer. 6000 Euro ohne VIP-Bereich.

Gesundheitszustand von Boris Vukcevic

Immer noch keine Entwarnung bei Boris Vukcevic. Der Hoffenheimer Spieler liegt nach einem Autounfall immer noch im Koma. Die Ärzte gaben gestern ein offizielles Statement ab, dass keinerlei Prognose für Vukcevic im Moment Sinn mache.

Zweite Liga

Gestern Abend waren noch Duisburg und Hertha BSC Berlin aktiv. Den Sky-Spielbericht gibt es hier. Den “subjektiven” Spielbericht gibt es beim Zebrastreifenblog. Den “objektiven” beim Tagesspiegel.

Der 1.FC Köln ist wieder back in business.

Dritte Liga

Das No-Dice-Magazin berichtet vom Spiel Babelsberg gegen Saarbrücken. Seit sechs Spielen waren die Babelsberger ohne Sieg gegen die Saarländer.

Regionalliga

Im Schatten der Tribüne berichtet vom Essener Stadtderby, dass mehr als 11000 Zuschauer anlockte. Wenn Rot Weiß gegen Kray spielt.

Mesut Özil auf der Suche

Der deutsche Nationalspieler ist nicht nur auf der Suche nach seiner Form bei Real Madrid, sondern auch nach neuen Sponsoren. Dabei bestreitet er mit seinem Vater neue Wege.

Nun geht Mesut Özils Vater Mustafa einen anderen, neuen Weg. Statt eine klassische Sportvermarktungsagentur zu beauftragen, wird künftig die Vermarktungsfirma Sky Media Network Ausschau nach geeigneten Sponsoren und Werbepartnern für seinen Sohn halten. Der deutsche Nationalspieler mit türkischen Wurzeln ist der erste externe Mandant der Sky-Tochtergesellschaft, die bislang nur die eigenen Fernsehmoderatoren vermarktet.

Das Sicherheitskonzept

Unser aller liebstes Fußballgeschäft in deutschen Landen wird veranstaltet durch DFB und DFL und die sorgen in letzter Zeit immer wieder für Gesprächsstoff. Ob nun das Vorgehen gegen bestimmte Plakate in Stadien oder die Erstellung neuer Sicherheitskonzepte zusammen mit uns allen. Andreas Wiemers über ein moralisches Angebot.

Apropos Sicherheitskonzepte. Das Schalker Megaphon berichtet von Einlasskontrollen im Stadion und wie sich Ordner verhalten.

Taktik im italienischen Fußball

Auch für die italienische Liga gibt es Taktikblogs. Hier ein Beitrag zu Inters Verteidigungs- und Offensivarbeit.

Radiobeiträge

Zwei spannende Radiobeiträge gibt es beim Deutschlandradio. Zum einen Manfred Ertel, stellvertretender Vorsitzender des HSV-Aufsichtsrats im Interview, über die Verschuldung des Vereins, die Kritik an der Transferpolitik und das 125-jährige Jubiläum.

Und Thomas Beckmann, Specher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte über einen aus Fansicht kritischen Punkt im Maßnahmenkatalog der Proficlubs für mehr Sicherheit im Stadion, was obigen Beitrag von Andreas Wiemers anschließt.

Kalle Riedle über Michael Owen

Karl-Heinz Riedle wechselte 1997 von Dortmund nach Liverpool. Michael Owen putzte seine Schuhe berichtet Riedle im Interview mit den 11 Freunden (via Spon).

Tweetball

Das Thema gestern auf Twitter mit vielen kontroversen Diskussionen. Weniger über den Fußball, als über das Format. Zu einer bestimmten Zeit soll man sich mit unterschiedlichsten Sportredakteuren treffen und ein Thema diskutieren. Den gestrigen Verlauf des Tweetballs gibt es hier. Einen Beitrag über das Format gibt es evtl. später.

Fußballer und ihre Nebenjobs

Künstler, Modedesigner oder Jockey. 15 interessante Nebenjobs diverser Fußballer.

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2 comments » Write a comment

  1. Meintest Du im Bett mit Diego Madonna oder Armando Madonna? Ansonsten – wie immer – vielen Dank für die Lesetipps. Ihr seit mittlerweile schon meine tägliche Anlaufstelle Nr.2 (nach allesaussersport, keine Schande also).

    • Immer diese freudschen Verschreiber. Danke für den Hinweis und danke für das Lob. Und die Nr.2 hinter aas zu sein ist wahrlich keine Schande. Wir freuen uns!

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