did war die woche: aytac sulu rebel club periscope-broadcast aus der columbia university

Schon wieder Mittwoch, schon wieder DID-Tag

Und dazu noch Champions League. Heute kickt Wolfsburg in Gent. Verstecken Sie sich. Das Netz hat Witze vorbereitet, die Redaktoionen haben “so reagiert das Netz auf den Gent-kick”-Texte angelegt.

Bis die Tage

Dembowski

blogundpresseschau

Schottland – Introducing… Die Zukunft des Fußballs?

Schottischer Cup, zwei unfassbar wichtige Wiederholungsspiele zwischen den Hearts und den Hibs sowie Kilmarnock und dem ewigen Zweitligisten Rangers, doch die TV-Anstalten zeigen Champions League, zeigen den Fans die kalte Schulter.

Quatsch! Die Technik der Fans machte den Sendern einen Strich durch die Rechnung. Sie entschieden sich für Periscope, der weltweit beliebtesten App in Sachen Breaking Events all around the globe. 19.500 Anhänger des schottischen Fußballs verfolgten die Übertragung in außergewöhnlicher PC-Qualität. Sie sahen den unwirklichen Treffer von Nicky Clark in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 des Glasgower Traditionsteams gegen Kilmarnock, und den 1-0 Sieg der Hibs gegen die Jambos. Catch it while you can. The future is now! Zeit für schottische Verhältnisse. [RD93]

 

Columbia University – Bayern baggert an Talenten

“China, Büro in New York, Büro in Schangai, der Flughafen in Katar, Super League, die totale Dominanz!” Die Bayern, denkt DID-Chef Dembowski, machen mich noch total verrückt. Und jetzt, Dietfried, kümmern sich noch die Studenten der renommierten Columbia University, Studiengang Sportmarketing, um die Zukunft des Vereins. In Zusammenarbeit mit dem US-Büro werden dort neue Pläne zur Markenmaximierung entwickelt. „Ein stiller Schritt zur Internationalisierung. Ein tolles Programm“, sagt DID-Markenexpertin Miriam Wu. Dietfried Dembowski greift zum Hörer. Ein Anruf nach Australien. Das ist jetzt seine Rettung.

 

SV Darmstadt 98 – Aytac Sulu Rebel Club

Was war das für eine Aufregung? Darmstadt kassiert innerhalb weniger Minuten vier gelbe Karten, alle ziehen Sperren nach sich. Dazu gesellt sich eine weitere Sperre für Jerome Gondorf, der sich bereits in der ersten Halbzeit der Magie des Kartons nicht hatte entziehen können. Jetzt geht es gegen Bayern München, und wieder einmal ist die Liga in Gefahr. Geben die Vereine bereits vorher auf? Muss das unsägliche Verhalten der Lilien nachträglich mit einem Punktabzug bestraft werden? Nein, sagt Ned Zelic im DID-Gespräch.

Der mehrfache australische Auswahlspieler zeigt sich begeistert von den „Darmstadt Rebels“ und sagt: „Sie haben sicher nicht geglaubt, dass sie in München mit voller Mannschaftsstärke etwas erreichen können. Wieso sollten sie da Sperren in andere Spielen riskieren.“ Jedoch traut der Deutsche Meister von 1995 der Mannschaft von Trainer Dirk Schuster auch in der Allianz Arena einiges zu: „Sie werden mit 11 Spielern antreten, und die 100 % geben.“ Dazu DID-Überexperte Justin Hagenberg-Scholz: „Ich schließe mich dem australischen Franz Beckenbauer an. Seine Aussage ist a bit of indivdiual brilliance.“

 

Bosman erleichtert – Kehrtwende im Fall Heinz gegen Mainz

Expertentreff bei Schill. Sagt Hagenberg-Scholz: „Dieses Urteil wird Fußballgeschichte schreiben.“ Antwortet Dembowski: „Er ist der neue Bosman, das steht überall!“ Kommt zufällig ein Schotte in den Laden: „Worum geht es da überhaupt? Das ist doch kein Thema. Da wird nichts passieren.“ Der Überexperte trinkt KiBa, Schill serviert frisches Schulle. Man ist sich einig, dass man besser abwartet. „Es wird schon nichts passieren.“

Miriam Wu kommt von der Toilette. „Für die Internationalisierung wäre das wirklich schlecht. By the way, Schill, auf der Herrentoilette ist der Seifenspender alle.“ “Aber Du bist eine Frau!”

Auf einer Treppe im Gericht steht Heinz Müller und berät sich mit seinem Rechtsanwalt. Alles wird sich in Luft auflösen. Berichtet man. Dann die Kehrtwende. Zurück in den Gerichtssaal. Der Richter warnt. „Darauf ein Schulle“, freut sich der Schotte, und gemeinsam schauen sie nun den schottischen Pokal auf Periscope. Die Spannung ist greifbar. Mainz setzt alles auf eine Karte. Verweigert die Einigung. Nicky Clark trifft für die Rangers. Schon wieder. Was sich da vielleicht noch in Luft aufgelöst hat, erklärt der Deutschlandfunk.

 

Angers – Bloody Angers

Das DID Power Ranking sorgte in den letzten Monaten für mächtig Wirbel. Die Vergleichbarkeit des Fußballs. Auf einmal war sie da. „Es war ganz einfach“, sagt Dietfried Dembowski im DID-Gespräch. „Ich bin aufgewacht, und hatte diese Idee!“ Es war die beste Idee des Jahres 2015. Montag für Montag hängt ganz Europa vor dem Computer und wartet auf die neuesten Bewegungen in der ehrlichsten Rangliste des weltweiten Fußballs. So auch 11 Freunde-Schreiber Ilja Behnisch, der an dem kleinen französischen Erstligisten SCO Angers nicht vorbeikam. Jetzt beleuchtet er die unwahrscheinliche Geschichte von Lionel Messi und seinen Auftritten in der Ligue 1. Für Angers geht es nach einigen Niederlagen mittlerweile jedoch bergab. Im aktuellen DID Power Ranking stürzen sie auf Platz 39.

 

Flüchtlinge – Denen wird man doch nochmal helfen können.

Deutschland im September 2015. In München werden die Trains Of Hope begrüßt. Der Hauptbahnhof ist voller Helfer. Es ist beeindruckend. Für einen kurzen Moment ist die Welt nicht mehr aus den Fugen geraten. Die Münchener Polizei ist überwältigt. Der Rest des Landes auch. Euphorie. Der FC Bayern München kündigt zahlreiche Hilfsprojekte an, darunter auch eine Millionenspende aus den Erlösen eines Freundschaftsspiels. Die Hilfsbereitschaft nähert sich dem Höhepunkt. In der Liga erzählt man sich Geschichten. Die Vereine werden ihre Brust freimachen. „Refugees welcome“, soll dort stehen. Es kommt anders, die Lage eskaliert nachdem die DFL, Hermes und die Bild sich auf eine Aktion verständigen. Aber Fußballvereine in ganz Europa helfen weiter. Das Fare Network hat eine unvollständige, aber beeindruckende Liste zusammengetragen.

FIFA – Ein Drehbuch

Noch ein paar Tage bis zum Showdown. Bleibt Sepp Blatter weiter suspendierter FIFA-Präsident, wird er noch vorher reingewaschen, und welche Bündnisse und Kräfte können den Erfinder des Fußballs aus dem Amt jagen. Das alles erfahren wir in der kommenden Woche. ESPN schreibt noch einmal über die Ermittlungen geschrieben. Chuck Blazer spielt da natürlich eine Hauptrolle. „Ich freu mich schon auf die Verfilmung, das hier ist ein guter erster Entwurf für das Drehbuch“, sagt Dembowski und fügt an: „Für ESPN würde ich auch gerne einmal arbeiten.“

 

Josip Simunic – Der Kampf geht weiter

Im November 2013 freute sich Josip Simunic. Die kroatische Nationalmannschaft hatte sich soeben für die WM qualifiziert, und er tanzte und sang und grüßte die Fans. „Za dom spremni!“ Lautstark klang es zurück: „Spremni!“

Keine gute Idee. Es war die Grußformel der Faschisten. „Das war ein nicht unüblicher Ausdruck nationalistischer Liebe zur Unabhängigkeit Kroatiens“, sagt DID-Balkanexpertin Dörte im Gespräch. „Die ist stark ausgeprägt. Das macht es aber nicht besser.“ Sie verweist auf einen Chor im kroatischen Fernsehen.

Doch Simunic kam mit der Nummer nicht durch. Er verteidigte sich gegen eine FIFA-Sperre, doch niemand hörte ihn. Die WM fand ohne ihn statt. Jetzt tingelt er mit einem Film über die Lande. „Es mag kein United Passions sein, aber Mein Geliebtes Kroatien kann auch was“, sagt Ridley Ferundula. Der ehemalige Bundesligaprofi lässt sich derweilen mit der falschen kroatischen Flagge im Sydney Morning Herald ablichten, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Trifon Ivanov – Der Mann vom Paninibildchen lebt nicht mehr

Er verstarb 50-jährig. „Er war der größte Spieler aller Zeiten“, sagt Ridley Ferundula, und stöbert in den zahlreichen Nachrufen im Guardian, auf ESPN oder Zwölf. “Once upon a time, when he still was an active player, Trifon Ivanov bought a tank. He purchased it directly from the army, without ammunition, and drove the meadows of countryside in his spare time”, liest Ferundula und weint eine Träne.

 

Der Liga der Weltmeister – Augenthaler geht in die Bezirksliga

Matthäus ist ein Experte, Littbarski ein Scout, Frank Mill war nie Weltmeister, und was macht eigentlich Bodo Illgner? Thomas Häßler und Klaus Augenthaler haben diese Frage mit ja beantwortet, und bei unterklassigen Vereinen in ihrer jeweiligen Heimat angeheuert. „Das ist super!“ findet Dembowski, und fordert „Respekt für die Entscheidung!“ Denn, so ergänzt Ferundula, „dort unten im Ligensystem macht Fußball noch Spaß.“ Die Süddeutsche findet Augenthalers neuen Job eher lustig.

 

Hagenberg-Scholz: Der Müller-Text langweilt mich

Justin Hagenberg-Scholz ist der DID-Überexperte, er kannte Drohnen schon bevor sie zu Waffen wurde, er reist regelmäßig nach Brentford, ins Mekka des englischen Fußballs, und veröffentlicht für DID Sport seine Beobachtungen direkt aus den Bundesliga-Stadien. Jetzt sagt er im DID-Talk: „Müllers Text ist eine Zeitverschwendung.“

Justin, Endreas Müller hat einem langen Text den Sinn von Taktikanalysen hinterfragt. Was sagst du dazu?

Was für eine Zeitverschwendung. Für den Verfasser, für den Leser, jetzt für mich während ich meine Sommerrollen esse. Und jetzt auch noch für die FoFu-Leser.

Warum?

Gerne schaue ich mir das im Detail an, wenn ich Zeit und Lust habe. Aus der Metasicht ist mir zweierlei negativ aufgefallen:

A Hier ist jemand auf der Suche nach der Wahrheit. Wie viel Taktik steckt im Fußball bzw. wie viel Wahrheit in der Taktikanalyse?

Der Verfasser stellt eine blödsinnige Frage in den Raum, um sich dann in der ohnehin unmöglichen Antwort in dieser zu verlieren. Alle kriegen ihr Fett weg, der Doppelpass, das Fernsehen. Er schreibt ” Schaltet man Sportschau und Co. ein, bekommt man oft einen Mix aus Unterhaltung, Küchenpsychologie und die auf einer eigenen Karriere im Profifußball beruhende „Expertenmeinung“ präsentiert”. Dieser Text ist noch viel schlimmer als das und die Wahrheit ist das letzte Einhorn: es gibt sie nämlich nicht.

Und B

Ja, B: Was wir Taktikanalysten wollen, ist unserer Leidenschaft nachgehen, ohne von unwissenden Fußball-Generalisten belästigt zu werden. Wir sind Spezialisten und die sind nunmal schwer zu verstehen. Verstehen Sie ihren Zahnarzt bei der Gebisskontrolle, wenn er der Assistenz irgendwelche Zahlen-Buchstabenkombinationen diktiert? Versteht man meine Laborberichte? Wer außer Pater Maurus versteht die Briefe des Apostel Paulus an die Epheser? Wer außer den Schiedsrichtern, Klaas und Lisa kennt das Regelwerk im Detail? Niemand! Deshalb gibt es Menschen, die versuchen komplexe Sachverhalte auch Klaus Normalwurst möglichst einfach zu erklären. Z.B. also MR, TE oder eben ich. Wir sind Spezialisten für ein Thema für das wir mit Leidenschaft brennen. Da brauche ich keinen Blinden, der mit mir über die Farbe diskutieren will und die verdammte Wahrheit sucht, nur um von seinen Komplexen abzulenken.

Lesen Sie den Text trotzdem, er ist gut! Hier auf 120 Minuten

Geburtstagskind des Tages

(Auflösung von gestern: Reiner Maurer wurde 56)

Meist geklickter Link gestern
CC Eckner über den jüngsten Bundesliga-Trainer aller Zeiten. Natürlich ne Taktikanalyse.

Field Reporter

Even his professional fouls are perfect

Ned Zelic, häufiger.

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3 comments » Write a comment

  1. DID Fließtexte nerven, echt. Vom sonst grandiosen Service zu ermüdenden Kleintexten mit verbissen eingebautem Witz und Meinungsschnipseln, immer wieder Mittwoch wirds scheiße. Schade.

    • Eine Leseweise, keine Frage. Eine andere Art der Berichterstattung, nicht in Stein gemeißelt. Schade, dass unter dem Deckmantel der Anonymität kommentiert wird. DID ist doch blöd, is ja keine Meinungsdiktatur. So kann man doch nicht diskutieren.

  2. Um es auf den Punkt zu bringen: ich stimme inhaltlich dem ersten Kommentar bei. Diese Art von Text ist auch meiner bescheidenen Meinung nach sehr anstrengend und ermuedend und hebt sich leider von den Texten, fuer die Fokus Fussball bekannt wurde negativ ab. Negativ aus meinem subjektivem Befinden.
    Falls diese Art der Bloggerei doch den ein oder anderen Nerv treffen sollte, wuerde ich mich ueber gegensaetzliche Kommentare freuen. Dies nur um ein Gefuehl dafuer zu entwickeln, ob ich mit meiner Auffassung alleine dastehe.

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