#Link11: »Célia, you´re breaking my heart«

Ich musste bei einer Meldung heute unvermeidlich an Simon und Garfunkel denken. Auch wenn das Gros des Textes nicht wirklich passt, so wünsche ich mir doch das sie noch mal den Weg nach Hause zum Fußball findet. Ich werde ihre Art zu spielen vermissen.

blogundpresseschau

1. Célia Šašić gehört nämlich unzweifelhaft zu den besten Fußballerinnen Deutschlands – wenn nicht der Welt. Heute, im Alter von 27 Jahren, beendet sie ihre Fußballkarriere, um sich anderen Dingen zu widmen. Ein ungewöhnlicher, bemerkenswerter Schritt. (Womensoccer)

2. Michel Platini durfte Šašić schon Medaillen überreichen, denn er ist der mächtigste Fußballfunktionär im europäischen Fußball. Schon deshalb ist es wichtig zu wissen, was er über Frauenfußball, das Olympische Fußballturnier, Jugendfußball, die Spielweise des FC Barcelona, TPO und Financial Fair Play zu sagen hat – auch wenn es sich hier um ein Interview von ESM handelt, um die Europe Awards zu bewerben. Leider weigert sich Platini am Ende über die FIFA zu sprechen (World Soccer)

3. Auch der Skandal im kroatischen Fußball ist kein Thema, obwohl die Verbindung von Platini zu Davor Šuker enger ist als es dem Franzosen heute wohl lieb ist. Neben Šuker sind Zdravko und Zoran Mamic die beiden prominentesten Beschuldigten. Sie sitzen seit fast zwei Wochen in Untersuchungshaft und sollen bei Transfers von kroatischen Spielern rund 30 Millionen Euro veruntreut haben. Thomas Kistner und Tobias Schächter (SZ) über »Strohmänner und Marionetten«, deren Verhaftung auch wieder das Stadion von Dinamo Zagreb füllt.

4. Ebensowenig ein Thema im Interview mit Platini ist das neue Logo der Europa League. Der Wettbewerb ist zwar durch seinen Modus völlig uninteressant (Oder weiß irgendjemand warum alle Spiele am Donnerstag ausgetragen werden müssen, warum man im Gegensatz zur Champions League nur so wenig Geld bekommt und warum eigentlich gescheiterte Champions League Teilnehmer noch einen Trostpflasterplatz in der Europa League bekommen?), aber das neue Logo kann was. (Designtagebuch)

5. Ob ein neues Logo bei RWE eine gute Idee wäre, wage ich zu bezweifeln. Immerhin hat man dort aber ein neues Stadion. Und dennoch: Fußball gestern und heute – an wenigen Orten sind die Unterschiede zwischen den 1960er und den 2010er so groß wie in Essen. Grund genug für Jan Mohnhaupt (Ballesterer) sich dem »schlafenden Riesen« zu widmen.

6. Ebenso einen Blick zurück wagt 11 Freunde, die die Erinnerungen von Alcides Ghiggia protokollieren. Er ist der Mann, der vor 65 Jahren das Maracana zum Schweigen brachte.

7. Der Rotebrauseblogger hat es schwer seine Kritiker zum Schweigen zu bringen, denn er beschäftigt sich schon seit langem mit dem aktuellen Aufstiegsfavoriten der 2.Bundesliga. Im aktuellen Beitrag bilanziert er die bisherige Schaffenszeit von Ralf Rangnick. Gewohnt umfangreich, gewohnt nüchtern, gewohnt lesenswert:

»Im Sinne des Wettbewerbs ist es wohl auch sinnlos, wenn ein Team sich im Sommer in einer Art austoben kann, von der alle anderen Mitkonkurrenten nur träumen können. Aber letztlich bleibt das eben eine Frage der allgemeinen Wettbewerbskonstruktion. Und solange diese keine Grenzen für die wirtschaftlichen Voraussetzungen festlegt, ist es eben wie es ist und Mannschaften haben unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten. Mal sind die Unterschiede halt größer, mal kleiner, aber immer vorhanden.«

8. Und auch im Jugendsport sind die Unterschiede mal größer und mal kleiner, denn wenn bei Sportarten viele Zweikämpfe ausgetragen werden müssen, dann steigt auch die Bedeutung des Relativen Alterseffekts – auch Dezembereffekt genannt. Dies haben Münchner Forscher herausgefunden, die verglichen haben in welchen Monaten die meisten Profisportler geboren werden. Mit Hilfe der Studie und eigenen Auswertungen der Jugendteams der Bundesligisten und der Jugendnationalmannschaften zeigen Oliver Fritsch und Sascha Venohr (Zeit) welches die beste Zeugungszeit für Fußballprofis ist.

9. Jugendfußball war kein Thema bei der Frankfurter Podiumsdiskussion zu der die Frankfurter Rundschau geladen hat. Es ging viel mehr um den Profifußball der Rhein-Main-Region und aus allen vier Erst- und Zweitligaclubs des Gebietes kamen die Spitzen zum Gespräch. Unter anderem Armin Veh und Christian Heidel waren zugegen, um über die »Fußballmacht Rhein-Main« parlieren. Thomas Kilchenstein (FR) fasst die Diskussionen zusammen, Videos vom launigen und hintergründigen Talk gibt es beim YouTube Kanal von blog g.

10. Wechseln wir die Region und blicken in die Schweiz: Der Fussball Club Wil 1900 spielt in der zweithöchsten Liga der Schweiz und hat in der laufenden Transferperiode unter anderem den brasilianischen Nationalspieler André Santos vom Arsenal FC und den türkischen Ex-Nationalspieler Egemer Korkmaz vom Champions League Teilnehmer Fenerbahce Istanbul verpflichtet. Möglich macht dies die Holding des türkischen Großindustriellen Mehmet Nazif Günal, der den Verein aus der gut 20.000 Einwohner zählenden Gemeinde übernimmt. Andras Babst (NZZ) und Alex Dutler (Watson) über die Pläne und Ziele des Großinvestors und über schlechte Erfahrungen schweizer Fußballvereine mit Großinvestoren in der Vergangenheit.

11. Zum Abschluss der heutigen #Link11 noch etwas – mal mehr, mal weniger – Amüsantes: Trainer Baade hat die »bescheuertsten Quiz-Fragen im Verlauf einer Fußballübertragung im Fernsehen« gesammelt.

Meist geklickter Link gestern
Die Geschichte von Carlos Ubina (Stuttgarter Zeitung) über die Komplexität von Millionentransfers am Beispiel von VfB-Spieler Antonio Rüdiger hat gestern die meisten Leserinnen und Leser zum Anklicken bewegt. (Rüdiger fällt jetzt vier Wochen aus. Was das für den Transferpoker bedeutet, beleuchtet Thomas Haid (Stuttgarter Zeitung).)

Bandenwerbung
Ich bin schon Abonennt. Ob Ruben Schönenberger auch einer wird, lest ihr in seiner Kabinenpredigt der ersten Ausgabe vom »Zeitspiel«.

Field Reporter

»Ich würde sagen, das beste Genre, um über Fußball zu schreiben, sind Erzählungen; kleine Geschichten, die Sport und Leben verbinden. Auch wenn ich einen Spielbericht in der Zeitung lese, wünsche ich mir, dass er die Geschichten erzählt, die hinter dem Spiel stehen. Nicht bloß, in Minute 23 gab es eine Torchance, in Minute 25 dann ein Tor … In Katalonien, Spanien oder auch Argentinien werden großartige Artikel über Fußball geschrieben.«

Pep Guardiola m Interview mit Michael Ebmeyer (Der Freitag) über die Gedichte von Miquel Matí i Pol und die Beziehung zwischen Literatur und Fußball.

Mixed Zone

Karriereplanung: Michael Gregoritsch (23) hat mit 15 Jahren sein erste Tor in der österreichischen Bundesliga geschossen, für Kapfenberg, Hoffenheim, St.Pauli und den VfL Bochum gespielt und steht nun mit vielen Erfahrungen und Spitznamen vor einem Wechsel zum HSV – Ein spox-Porträt vonJérôme Rusch.  + + + Aufstiegsplanung: Christoph Ruf (Spiegel) über Markus Kauczinski, der mit dem KSC mit weniger starkem finanziellen Background als seine Konkurrenten arbeiten muss, will auch in der neuen Saison wieder angreifen. + + + Familienplanung: Rivaldo hat lang genug gespielt, um im selben Spiel wie sein Sohn zu treffen. (WorldSoccer) + + + Trainingsplanung: Marco Henseling (Spielverlagerung) interviewte Coach Lars Lienhard zu Trainingskonzepten, die auf den neurologischen Grundlagen einzelner Athleten basieren. + + + Kaderplanung: Welche Möglichkeiten Scouting am Computer bietet. (Ballesterer) + + + Saisonplanung: Sky holt Ex-Bundesligaschiedsrichter Gagelmann in sein Team. (DWDL) + + + Festplanung: Laut BBC kann der DFB das Brandenburger Tor nach der EM in Frankreich 2016 schon mal reservieren. + + + Verleihung: SENF vergibt Preise unter anderem in den Kategorien den »Goldenen Schlagstock«, »Goldener Käfig« und »Goldenes Megaphon« und hat jetzt die Nominierten bekanntgegeben.

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