Warum die Bundesliga nicht die TARDIS ist

„It’s bigger on the inside“, sagt Doctor Who über die TARDIS. Die zum Raumschiff umfunktionierte Telefonzelle lässt den namenlosen Doctor irrwitzige Abenteuer bestehen, eine smarte Assistentin an seiner Seite. Seit Mittwoch, 22.35 Uhr, hat die Bundesliga ihre Tür geöffnet, doch nach dem ersten, begeisterten Blick hinein in die Wohnzimmer der deutschen Fußball-Fans wird die Bewunderung bald von der Realität eingeholt werden.

Während also eine seltsame Bundesliga-Saison mit all ihren Begleiterscheinungen in die letzten drei Spiele geht, schauen die begeisterten internationalen Medien auf das große Vorbild Bundesliga. Der Moment, an dem sich einiges verändert. 12:12, 50+1, AK und 1860.

presseschau

It’s different on the inside

Aber das ist nicht das Thema der Supporters Direct, die noch einmal in aller Ausführlichkeit und im ersten Teil einer Serie noch einmal das 50+1 System erklären. Noch hat ihnen niemand von Kind und seinen Plänen erzählt.

 

Das Champions League Finale

In ein paar Wochen wird alles überstanden sein, bis dahin garantieren die verschiedenen Artikel über das Champions League-Finale gute Unterhaltung. So sieht Hajo Schumacher in der Welt die Dortmunder im Spiel altes gegen neues Deutschland klar im Vorteil.

Vielleicht kann diese Reife nur zeigen, wer schon ein paar existenzielle Erfahrungen gemacht hat, die über manisches Dauerzocken hinausgehen. Schneidet man die angestrengten Bayern-Bosse gegen Klopps Auftritte, scheinen mindestens drei Jahrzehnte Evolutionsgeschichte in der Fußballkommunikation auf.

Aber gut, Hajo Schumacher prägte dereinst auch den Begriff der Uschis vom Revier und sollte daher nicht unbedingt als unparteiisch eingestuft werden. Was in den nächsten Wochen ohnehin vielen Leuten schwer fallen dürfte, zu deutlich sind die Unterschiede zwischen beiden Vereinen und natürlich auch ihren Trainer, wie Claudio Catuogno in der Süddeutschen bemerkt.  Ein wenig Motivationshilfe für Jürgen Klopp liefert heute die Münchener Abendzeitung mit ihrem Titelbild vom Tag nach dem großen Finale. Dabei muss man nur ein wenig zurückblättern und noch einmal auf Schröters Fußballgötter vom 12.November 2012 schauen. Dortmund gewinnt das Finale. 1-0.

Zitat des Tages

So you could forgive German football fans for feeling a bit like London punks in 1976 or Seattle grunge rockers in 1989. The world has woken up to how thrilling their scene is and suddenly they are hailed as the next big thing, but deep down inside there is the nagging feeling that the best days are already in the past.

Uli Hesse über die Bundesliga im Mai 2013 (Guardian)

Der Boulevard und Effenberg

Daniel Theweleit schreibt in der taz über einen mächtigen Mitspieler in der Schalker Trainersuche

In diesem Fall gibt es indes einen weiteren Mitspieler, der versucht, Einfluss zu nehmen. Denn eine Entscheidung für Keller, dem es ein wenig an Charisma mangelt, wäre eine Art Schreckensszenario für die Bild-Zeitung.

Uli Hoeneß

Das Thema Uli Hoeneß wird uns alle sicher auch noch ein paar Wochen beschäftigen. Ferdinand Knauß schreibt in der Wirtschafts Woche über ein Lehrstück in Sachen Krisenkommunikation, vermisst im Zeit-Interview jedoch eine Frage:

„Wieso, Herr Hoeneß, erzählen Sie uns das alles überhaupt?“

 

National

Mit einem Zuschauerschnitt von 5.384 kratzt der FSV Frankfurt an der ersten Liga. Grandiose Saison, aber kaum jemand bekommt es mit, findet die Sportschau.

Die zum 50-jährigen Jubiläum der Bundesliga groß auffahren wird. Das nennt sich dann Liga-Fieber und wird die Sommerpause verkürzen (W&V)

Hamburgs mächtiger Mann Frank Arnesen wird dann hoffentlich nicht nur vor dem Fernseher sitzen, sondern endlich auch handeln, meint Rebinger

Und handeln, endlich handeln wird auch der deutsche Fußball, der noch in diesem Jahr Blutkontrollen einführen wird, wie fussballdoping.de zu berichten weiß.

Wie in den einleitenden Worten bereits beschrieben, eine seltsame Saison geht dem Ende entgegen. Dietrich Schulze-Marmeling verbindet für die Jüdische Allgemeine zwei Aspekte dieser Saison – den Götze-Transfer und die wiedererstarkten Rechten im Dortmunder Umfeld

International

Der ehemalige Arsenal-Spieler Martin Keown reist in ein syrisches Flüchtlingscamp und eröffnet einen Fußballplatz (Al Arabiya)

Tobias Müller über eine Fußballfarm in Eupen (Die Zeit)

Und die 11 Freunde über Red Bull und den österreichischen Fußball

Hausgemachtes

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Mediathek

Die Bundesligalounge mit einer neuen Ausgabe.

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Ein Besuch bei der Ultragruppe Bijeli Andeli in Zagreb, die sich gegen Homophobie im Fußball einsetzt. (Jungle World)

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Rausschmeißer

BFC Dynamo steigt nicht auf. Das Sopranos-Finale wird in der Oberliga-Nordost nachgespielt (No Dice)

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