Die Blog- & Presseschau für Donnerstag, den 14.02.2013

Borussia Dortmund bleibt auch nach dem Achtelfinale der Champions League gegen Schachtjor Donezk weiter ungeschlagen. Das 2:2 war mühsam erkämpft und gezeichnet durch die Aktionen von Mats Hummels, der das 2:1 des Gegners verschuldete, aber auch kurz vor Ende der Partie den Ausgleich köpfte. Mit dieser guten Ausgangsposition geht man nun ins Rückspiel. Überschattet wurde das Spiel von einem tragischen Flugzeugunglück. Eine Passagiermaschine war über die Landebahn des Flughafens hinausgeschossen und zerbrochen. Zu diesem Zeitpunkt verloren fünf Menschen ihr Leben.

In der anderen Partie des Tages spielten Real Madrid und Manchester United ebenfalls Remis. Beim 1:1 trafen Welbeck und Ronaldo. Real war das bessere Team, scheiterte aber in schöner Regelmäßigkeit am glänzend aufgelegten de Gea im englischen Tor.

Die Spiele in der Zusammenfassung.

Frank Hellmann (FR) beobachte Dortmunder, die vor allem in der zweiten Halbzeit Souveränität vermissen ließen.

Im zweiten Durchgang ließ Dortmund allerdings die aus der Gruppenphase bekannte Souveränität oft vermissen. Höhepunkt vieler Unzulänglichkeiten sollte dann die Hilfestellung beim 2:1 für Donezk sein: Nach einem der vielen unerklärlichen Hummels-Fehler bedankte sich der eingewechselte Douglas Costa mit einem Seitfallzieher zum 2:1.

Nach dem Rückstand, so Niels Lehnebach (Spiegel Online) trieb Jürgen Klopp seine Mannen weiter an, noch zum Ausgleich zu kommen. Mit Erfolg.

Jürgen Klopp wütete an der Außenlinie, sprang mehrfach in die Luft und lief, die Fäuste geballt, durch seine Coaching-Zone. Dortmunds Trainer war kurz vor dem Spielende merkbar unglücklich und forderte sein Team zu erneuten Angriffen auf. Und seine Mannschaft folgte ihm.

Weiteres zur Champions League

Andy Mitten und Paddy Crerand (Eurosport) erinnert an die Nacht in der Manchester United Madrid eroberte: Im Finale des Landesmeisterwettbewerbs 1968.

Mark Gilbey (Four Four Two) über den Entwicklung von Donezk – auf und neben dem Platz.

Vereine nehmen Stellung

Fortuna Düsseldorf hat in einer Pressemitteilung ihre Sicht auf die Presseberichte bezüglich rechtsradikaler Umtriebe im Umfeld des Vereins kundgetan. Nach Rücksprache mit dem Staatsschutz ist man der Meinung, dass es sich bei den Vorkommnissen nur um Einzeltäter, nicht aber um rechte Strukturen handelt.

Im Fortuna Düsseldorf Podcast von Direkt verwandelt werden die vergangenen und die zukünftigen Spiele der Fortuna verarztet. Ein großer Schwerpunkt liegt aber auch auf dem Disput zwischen 11 Freunde Magazin und den Verantwortlichen beim Bundesligisten: Wo liegt der schwarze Peter?

Dynamo Dresden hat eine außerordentliche Gremiensitzung einberufen und äußert sein Unverständnis gegenüber den eigenen Fans.

Zitat des Tages

„Es war eine politische Entscheidung, keine sportliche. Der neue Verbandspräsident Juan Maria Marin wollte der Öffentlichkeit zeigen, wer das Zepter in der Hand hält, und signalisieren, dass er alles für den Erfolg Brasiliens bei der WM 2014 tut. Abgesehen davon steckt kein weitergehender Plan dahinter. Die Entlassung von Menezes ist schwer mit Resultaten zu begründen, Marin wollte seine Macht demonstrieren.“

Der brasilianische Journalist Paulo Vinicius Coelho im Interview mit ballesterer über die Verpflichtung von Felipe Scolari als Nationaltrainer Brasiliens.

Bundesliga

Ya Basta!, das Magzin für Nürnberger Fankultur, will Antworten zu den Vorkommnissen in Frankfurt und ruft die Leser dazu auf die Fragen an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.

Daniel Rathjen (Eurosport) hat ein – leider – recht oberflächliches Standardinterview mit Artjoms Rudnevs geführt. Beim aktuell grassierenden Rudnevs-Wahnsinns soll es dennoch nicht unerwähnt bleiben.

Tim Wiese hat momentan keine leichte Zeit. Man mag zu ihm stehen, wie man will, fraglich ist, ob die Veröffentlichung solcher Artikel, wie der von „Being Tim Wiese“ unbedingt sein muss. Felix Landwehrs (11 Freunde) Text, wie er sich an Karneval als Tim Wiese verkleidet, kann die derzeitige Stimmung gegenüber Wiese darstellen, eine Notwendigkeit ist nicht gegeben.

Kurz gemeldet

Daniel Mack (Die Grünen) hat nach den Kosten für Polizeieinsätze in Hessen gefragt und eine Antwort bekommen.

Ein Stalker hat sich gestern in die Kabine des FC Bayern München geschlichen und auf Franck Ribéry gewartet (SZ).

Susanne Knaul (taz) berichtet über rassistisch motivierte Angriffe auf zwei muslimische Spieler bei Beitar Jerusalem.

Deutsche Fußballfanshops sind wenig sensibilisiert im Umgang mit Neonazi-Symbolen. Dies ergaben Testkäufe des MDR-Magazins „Exakt“.

Sebastian Weßling (WAZ) erklärt die Taktik hinter der Viererkette.

Lutz Pfannenstiel (spox) lässt den Afrika Cup Revue passieren und erklärt das Chaos um Nigerias Trainer Stephen Keshi.

Fans des RSV Göttingen werden ihren Verein nicht zum Auswärtsspiel begleiten. Grund: die Neonazis unter den Fans von Gegner Wacker Nordhausen. (myFussi)

Auch DerWesten hat eine Taktik-Kolumne. Sebastian Weßling zur Viererkette.

Mediathek

Ach ja. Der Kölner. Er feiert sich am Allerliebsten selbst. Aber er weiß halt auch wie man das macht. Deshalb soll an dieser Stelle von Herzen dem 1.FC Köln zum 65. gratuliert werden und ein Video Aufnahme in die Blog- & Presseschau finden, das wunderbare Emotionen zeigt. Besonders schön aus meiner Sicht: ein Tänzchen von Toni Polster und Bruno Labbadia, die Waden von Pierre Littbarski und all die schwarz-weißen Tore.

Nach „der guten alten Zeit“ kommen wir zu einem Tor nach Zahlen:

Rausschmeißer

Philipp Lohöfener fotografiert Sportanlagen. Das Tor im Nebel ist besonders sehenswert.

Frank Lampard hat einen neuen Vertrag unterschrieben. Für Kinderbücher. (itv)

fofu1400

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