CE70 – Brusttaschengenestel


Auch für uns ist die Sommerpause zu Ende, und wir gehen mit der 70. Folge in unsere vierte Podcastsaison. Natürlich werfen wir vor allem einen Blick auf die ersten Spiele in den Ligen eins bis drei, im DFB-Pokal und in der Qualifikation zur Champions League. Außerdem analysieren wir die Umbruchsituation bei den Erstliga-Referees, preisen die neue Medienoffensive in Sachen Schiedsrichterei und erörtern die Vor- und Nachteile von Brusttaschengenestel und Hosentaschenfummelei.
avatar Klaas Reese Amazon Wishlist Icon Paypal Icon
avatar Alex Feuerherdt Amazon Wishlist Icon Paypal Icon

Musik: Tha Silent Partner – P Pulsar (Album Version)

Wir freuen uns über eure Kritik, euer Lob, eure Wünsche. Sendet uns dazu einfach eine Sprachnachricht.

Links: Alex war zum Interview über den Spielabbruch von Osnabrück bei n-tv zu Gast — Klaas nimmt derweil bei DRadio Wissen Stellung zum Saisonauftakt und den Schiedsrichter(inne)n — Die Kolumnen von Collinas Erben auf n-tv.de — Collinas Erben bei Twitter und bei Facebook — Die offiziellen Fußballregeln als PDF-Datei zum Download

Shownotes: Wir haben jetzt Kapitelmarken!

Spendenkonto

Spendenkonto für »Collinas Erben«:
Klaas Reese
IBAN: DE75 1203 0000 1035 6463 46
DKB-Bank
BIC: BYLADEM1001
Stichwort: Collinas Erben

Collinas Erben abonnieren

35 comments » Write a comment

  1. Jetzt habe ich auch mal eine Frage! Am Samstag beim Spiel zwischen dem BVB und BMG gab es einen Zweikampf zwischen Wendt und Piszczek im 16er der Gladbacher. Wendt rempelt Piszczek einfach um ohne eine Chance zu haben den Ball zu spielen. Der Ball geht nachdem Piszczek fällt auch ins aus und es gibt Abstoß für BMG.
    mir geht es nun nicht um die Szene speziell sondern generell um solche Szenen. Das man im Kampf um den Ball rempeln darf ist ja okay, aber wenn wie in der oben genannten Szene keine Chance für den Verteidiger besteht überhaupt den Ball zu spielen kann es doch nicht im Geist der Regeln (Jingle ab!) sein, dass Verteidiger Stürmer einfach umrempeln dürfen solange dies mit angelegtem Arm und Schulter an Schulter geschieht. Es muss in meiner Welt doch eine Chance bestehen den Ball spielen zu dürfen um rempeln zu dürfen.
    Ist dies so und Markus Merk hat da was falsches erzählt oder darf ich meinen Verteidigern sagen wenn euch ein Stürmer wegläuft einfach in vollem Lauf Schulter an Schulter mit angelegtem Arm wegrempeln bis er liegt und ihr den Ball locker aufnehmen könnt.

    Gruß und besten Dank für eure Arbeit!

    • Reguläres Rempeln ist Schulter gegen Schulter im Kampf um den Ball. Wenn der Ball nicht in Spielnähe ist, ist das Rempeln strafbar. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Was die angesprochene konkrete Szene betrifft: Wenn ich darauf einen Blick werfen soll, müsste ich wissen, wann sie sich abgespielt hat.

      • Im Kickerticker war es die 11. Minute. Klar ist der Ball da in der Nähe, Piszczek hat ihn ja, aber Wendt hat absolut keine Chance den Ball zu spielen und rempelt Piszczek einfach um. Wenn das so okay ist kann man es ja quasi als eine Art “Ersatznotbremse” benutzen wenn man noch gleichauf ist mit Spielern die viel schneller sind als man selbst (Aubameyang, Herrmann, Douglas Costa etc.).
        Die Frage quasi kurz für mich muss der Ball nur in der Nähe sein beim Rempeln oder muss er auch spielbar sein für denjenigen der rempelt.

        • Jetzt kann ich die Szene leider nicht mehr nachsehen, da Sky die Spiele aus der Mediathek entfernt, wenn der folgende Spieltag abgeschlossen ist. Scusi.

  2. Höre gerade die neue Folge und habe noch eine Theorie bezüglich der Hawk-Eye Abweichung: Könnte es nicht sein, dass der Ball auf dem Weg von der Latte zum Boden in der Luft weiter in Richtung Tor war als nachher auf der Linie. Das wäre durch die Ballrotation durchaus möglich und die Technik zeigt ja immer die weiteste Bewegung des Balles in Richtung der Torlinie. Ob die dann am Boden ist oder in 1m Höhe sollte der Kamera ja egal sein.

    • Genau so hat auch auf unserer Facebookseite gerade jemand argumentiert. Und das leuchtet mir komplett ein, es ist ja auch vollkommen logisch. Vielen Dank für die Erklärung! Womöglich war das auch Hellmut Krug nicht ganz klar, als er mit dem »Kicker« sprach, zumindest legt seine Erklärung das für mich nahe.

    • Der Ball war in diesem Fall sogar im Moment des Aufpralls auf der Latte dem Tor am Nächsten. Ist auch recht logisch. Wenn der Ball nach vorne rausspringt und man von einem geradlinigen Flugverlauf ausgeht, entfernt sich der Ball mit abnehmenden Höhe immer weiter vom Tor.

      https://youtu.be/hx6zloGR7UA?t=14s

      Hier im Video auch gut zu sehen. Die Torlinientechnik zeigt den Aufprall des Balls auf der Latte an (Sekunde 28). Wenn man nur das Bild mit der Draufsicht betrachtet (Sekunde 29), ensteht der Eindruck der Moment des Aufpralls des Balles auf dem Boden wird angzeigt., weil eben in der Draufsicht die Höhe des Balles relativ zum Boden nicht erkennbar ist.

        • Die Begründung von Helmut Krug ist aus meiner Sicht nicht zutreffend, sondern Deine Lukas. Aber um einmal zu zeigen, dass die Begründung durch Krug, dass das System die Linie genauer Zeichnet als es in der Praxis auf dem Feld möglich ist, aus meiner Sicht nicht zutreffend ist.

          das System wird einmal auf die Position der 7 Kameras kalibriert und speichert beim Kalibrieren die dann aktuellen Linien ein. Da die Linien immer wieder nachgezogen werden, werden nach jedem erneuern der Linien vermutlich je nach Art und Weise des Linien Ziehens um maximal wenige Millimeter verschoben. Sollte es ein Roboter machen, werden die Linien exakt gezeichnet, wie kalibriert, wenn sie per Hand gezogen werden, dann ist die Abweichung höchstens einige Millimeter groß ist und die Kameras werden ja jeweils durch einen Mitarbeiter des Systems betreut und ich bin mir eigentlich sicher, dass dies auch durch das System bedacht wird, wenn das System nicht sogar die Linien selber wahrnimmt und deren Position berechnet und mir der Position des Balles verrechnet.

  3. Da kam ich mir ziemlich schlau vor, dass ich eine Erklärung für das Hawk-Eye-Problem gefunden habe und wollte sie jetzt hier kommentieren und da sind schon mehrere andere Leute auf die gleiche Idee gekommen.
    Ich hätte noch erklärt, dass beim Aufprall auf die Latte der Ball ja mindestens die Torlinie berührt, er sich sogar ein wenig um die Latte, die etwas nach hinten schwingt, wölbt und somit sicherlich die gezeigten 1/3 der Linie passiert hat.
    Dass die Fernsehbilder den Ball am Boden zeigen ist ja, bei näherem Drübernachdenken, ziemlicher Blödsinn. Ähnlich wie beim Abseits, wenn Fernsehbilder versuchen den Moment des Abspiels festzuhalten, ist die Aufnahme ja völlig willkürlich gewählt und zeigt mitnichten zwingend den optimalen Zeitpunkt.
    Witzig ist allerdings, dass Krug zwar weiß, dass die Technologie besser ist als die Fernsehbilder, jedoch nicht weiß warum und wie das zu erklären ist. Seine Erklärung mit der nicht exakt gezogenen Linie amüsiert mich bei wiederholtem Nachdenken immer wieder aufs Neue.

    • Kann es eigentlich sein, dass in Vor-Hawk-Eye-Zeiten bei Bällen, die von der Latte auf den Boden gesprungen sind, in den ganzen Standbildern und Animationen der TV-Sender immer der Moment gezeigt worden ist, in dem der Ball den Boden berührt hat, und nicht der, in dem der Ball dem Tor am nächsten gewesen ist? Wie man hier sehr schön sieht, muss das eine mit dem anderen ja gerade nicht identisch sein.

      • Da teile ich deine Beobachtung.
        Das liegt aber wohl auch daran, dass diese Form der Darstellung dem TV-Zuschauer am Besten zu vermitteln ist.

        Es ist aber auch unproblematisch. Zumindest im Hinblick auf die Entscheidung Tor/Kein Tor. Wenn der Ball von der Latte abprallt und daraufhin auf dem Boden außerhalb des Tores auschlägt, ist es kaum möglich, dass er sich in der Flugphase von Latte zu Boden im Tor befunden hat. Dazu müsste der Ball einen enormen Effet haben.

  4. Hab gerade noch mal das Video angesehen. Die Hawk-Eye-Aufnahme zeigt ja, wie Lukas schon schreibt, eindeutig den Ball an der Latte und dreht von dort in die Draufsicht. Das hatte ich so eindeutig gar nicht in Erinnerung. Macht den Kommentar in der Sportschau noch absurder. Danke, Lukas.

  5. Ergänzend noch zum Spielabbruch in Osnabrück eine Betrachtung aus juristischer Sicht, warum eine Spielwiederholung auch mit dem Regelwerk des DFB in Einklang zu bringen gewesen wäre. Kurzfassung: Die entsprechenden Regelpassagen zur Wertung bei Spielabbruch sind nicht als Bestrafungsinstrument (das geschieht in einem abgetrennten Verfahren), sondern zur Klärung von Unklarheiten bzw. Streitigkeiten nach einem Spiel ohne Endergebnis gedacht. Da beide Vereine eine Spielwiederholung wollten, hätten entsprechende Uneinigkeiten seitens der beteiligten Parteien nicht bestanden und hätte eine Festsetzung der Spielwertung nicht geschehen müssen, sodass der Weg auch für eine Wiederholung frei gewesen wäre.

    http://www.wahretabelle.de/news/schiedsrichterball-nach-dem-abbruch/6494

    • Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, hat dazu Folgendes gesagt: »Die Spielumwertung ist in Paragraph 18, Nummer 4, als Rechtsfolge alternativlos vorgeschrieben. Ein Wiederholungsspiel oder ein Nachspielen der letzten 20 Minuten ist daher nicht möglich. Das Angebot von RB Leipzig, mit einem Wiederholungsspiel einverstanden zu sein, ist als faire Geste zu werten, ändert aber nichts an der Entscheidung des Sportgerichts. Würden wir auf dieses Angebot eingehen, so wäre dies gleichbedeutend mit dem Verlust jeder Rechtssicherheit. Die Gestaltung eines Wettbewerbs kann nicht vom Goodwill einzelner Vereine abhängig sein. Zudem würde man der Möglichkeit einer Manipulation von Wettbewerben die Tür öffnen, wenn die Vereine künftig selbst darüber entscheiden könnten, ob sie noch mal spielen wollen oder nicht.«

      http://www.dfb.de/news/detail/sportgericht-wertet-abgebrochenes-spiel-mit-20-fuer-rb-leipzig-128686/

      Selbst wenn man dem §18 Abs. 4 der RuVO also keinen strafenden, sondern nur einen verfahrenstechnischen Charakter beimisst, gibt es demnach keinen Spielraum. Den von Gründel genannten Erwägungen für ein Wiederholungsspiel steht der Verlust an Rechtssicherheit gegenüber, der auf jeden Fall schwerer wiegt. Ganz abgesehen davon wäre ein Wiederholungsspiel auch ein ungutes Zeichen gegenüber den Schiedsrichtern gewesen, aber das nur am Rande.

      • Das zuletzt genannte Schiedsrichter-Argument sehe ich ähnlich. Ansonsten bleibt es letztlich eine juristische Frage (und Rechtslogik ist ja durchaus noch mal eine eigene Logik) und dass Lorenz keinen Spielraum sieht, muss nicht unbedingt heißen, dass es gar keinen gibt. Man könnte auch vermuten, dass das DFB-Sportgericht nicht unbedingt eines ist, dass alternativen Rechtsargumentationen den Vorzug vor konservativen Entscheidungen gibt. Geht aber sicher schon alles so in Ordnung, wie es entschieden wurde, sonst hätte zumindest Osnabrück wohl Einspruch eingelegt. Wollte hier auch nur den Verweis auf alternative Rechtsansichten der Vollständigkeit halber einbringen.

        • Dass man beim DFB grundsätzlich eine eher konservative Rechtsauffassung vertritt, die keineswegs alternativlos ist, sei natürlich unbestritten. Im vorliegenden Fall finde ich sie allerdings durchaus nachvollziehbar. Ansonsten meine ich in jüngster Zeit eine gewisse Liberalisierung in der DFB-Sportrechtssprechung beobachtet zu haben, die sich beispielsweise in der Einführung von Bewährungsstrafen äußert (sowohl bei Spielersperren – siehe z.B. Huntelaar oder den Strafnachlass bei Notbremsen, wenn der anschließende Strafstoß verwandelt wird – als auch bei Strafen nach Ausschreitungen u.ä.). Ich bin gespannt, ob sich dieser Trend fortsetzt. Bei dieser Gelegenheit weise ich gerne auch noch mal auf das sehr lesenswerte Interview von Spox mit Lorenz hin: http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1503/Artikel/hans-lorenz-interview-dfb-richter-sportgericht-urteil.html

  6. Hallo, ich höre gerade alte Folgen von euch an. Bei Folge 3 (minute 57:00) musste ich an einen Vorfall aus meiner Jugendzeit denken:
    Wir, B-Jugend, Bezirksklasse haben Heimspiel und führen kurz vor Schluss mit 1-0. Direkt nach unserem Spiel spielt die A-Jugend auf dem selben Platz und wärmt sich neben dem Spielfeld bereits auf. Ein Spieler unserer A-Jugend schießt von außerhalb – natürlich aus Versehen – einen Ball aufs Spielfeld, der Schiri unterbricht kurz die Partie und der Angriff der gegnerischen Mannschaft wurde damit unterbunden.
    Daraufhin ruft der Schiri (der das B-Jugendspiel leitet) zu besagtem Spieler: “Ich weiß, wer du bist, ich kann dir auch jetzt eine rote Karte geben.”
    Nun meine Fragen:
    Ist es tatsächlich so, dass der Schiedsrichter Spieler bestrafen kann, die mit seinem eigentlichen Spiel überhaupt nix zu tun haben?
    Oder anders herum: Wenn der Schiedsrichter, der das anschließende A-Jugendspiel pfeift den Vorfall mitbekommen hätte, dürfte er den Spieler für diese Unsportlichkeit bestrafen, obwohl das gar nicht sein Spiel betrifft? (Quasi Gegenfrage zu oben)

    Vielen Dank und mfg
    Steffen

    • Die Strafgewalt des Schiedsrichters beginnt erst mit dem Betreten des Platzes zum Spielbeginn (und endet mit dem Verlassen des Platzes nach Spielende). Das heißt: Vor dem genannten Zeitpunkt ist kein Ausschluss eines Spielers möglich (und auch keine Verwarnung). Ein Beispiel: Der Schiedsrichter wird bei der Passkontrolle – die er zehn Minuten vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld vornimmt, wo sich die Mannschaften gerade aufwärmen – von einem Spieler beleidigt. Konsequenz: Der Vorfall wird zwar im Spielbericht vermerkt (alles Weitere ist dann die Angelegenheit der zuständigen sportrechtlichen Instanzen), aber der Spieler bekommt keine Rote Karte, darf also mitspielen. Daraus ergibt sich für dein Beispiel, dass weder der Schiedsrichter des B-Jugend-Spiels (der schon gleich gar nicht) noch der Unparteiische der A-Jugend-Partie den betreffenden A-Jugendlichen hätte bestrafen dürfen.

  7. Ich habe die Ansetzungen fürs Wochenende gesehen.

    Benjamin Brand: BundesligaDEBUT AUF SCHALKE

    Das ist ‘mal eine Ansage!!

    Gruß Joaker

    • Vielen Dank! Das heißt, die FA ist auf die Auslegung von FIFA und UEFA eingeschwenkt. Gut zu wissen. Dann hätte der Treffer von Liverpool eigentlich nicht anerkennt werden dürfen.

  8. Ich habe eine Frage zu diesem Nazi-Verein, der jetzt ja aus dem Verband fliegen soll:

    Sollte der Verein gegen den Ausschluss klagen und gewinnen, könnte es ja sein, dass sich weitere Mannschaften oder Schiedsrichter weigern, Spiele mit diesem Verein zu bestreiten. Was passiert denn, wenn sich (was ich befürworten würde) ALLE Schiedsrichter entscheiden, kein Spiel mit Nazi-Vereinen mehr zu pfeifen? (Alternatives Szenario: Wenn sich alle anderen Vereine der Liga zu einem Boykott entscheiden?)

    Müssten dann alle mit dem Verein angesetzten Partien am grünen Tisch entschieden werden? Und wenn ja: Für wen würden sie gewertet werden? Für den Nazi-Verein? Denn der würde sich wahrscheinlich auf den Standpunkt stellen, dass die Nicht-Durchführung der Spiele ja die Schuld von anderen ist. Oder müsste der Verband seine Schiedsrichter zwingen, die Spiele zu Pfeifen?

    • Ich weiß nicht, wie es in Sachsen-Anhalt geregelt ist – in vielen Landesverbänden und Kreisen gibt es die Regelung, dass sich die Mannschaften für den Fall, dass der angesetzte Schiedsrichter nicht erscheint, auf einen anderen Schiedsrichter einigen können, notfalls auch auf einen nicht qualifizierten, sprich: auf einen Mannschaftsbetreuer. Erfolgt keine Einigung, fällt das Spiel aus.

      Wenn Mannschaften einen Verein boykottieren, bekommt dieser gemeinhin die Punkte zugesprochen. Das kann extreme Auswirkungen haben, wie das Beispiel des BV Altenessen zeigt: http://www.welt.de/regionales/nrw/article144417883/Boykott-Meister-kaempft-gegen-ramponiertes-Image.html

  9. Es ist richtig das gegen Kiew im Borussia Park die CL-Hymne gespielt wurde. Christoph Kramer war damals allerdings noch in Bochum

  10. Toll, da dachte ich mir “konstruktiver Beitrag zum Hawk-Eye” und alles ist schon beschrieben.
    Egal. Die Erklärung von Krug zeigt eher, was wir von seinen Aussagen halten müssen. Der Mann hat keine Ahnung. Im Spiel sieht man doch ganz klar, dass der Moment der Lattenberührung vom Hawk-Eye visualisiert wird. Ähnliche Situationen gab es auch schon bei der WM. Für das System ist wohl der Moment wichtig, in dem der Ball am weitesten Richtung Torlinie vordringt. Das ist in diesem Fall eben die Lattenberührung. Dabei verformt sich der Ball und wird eingedrückt. Das System wird nun den Tor-fernsten Punkt des Balles nehmen und einen genauen Kreis ab diesem Punkt zeichnen. Das sieht dann so aus wie “auf der Linie”, ist aber nur “um die Latte gewickelt”.
    Eigentlich ist das System ganz transparent, da es ja zunächst den Flug des Balles zeigt, dann im entscheidenden Moment stoppt und diesen Moment dann auflöst. Wenn man nun allerdings zwei verschiedene Momente nebeneinander hält, nämlich Lattentreffer und Bodenkontakt, muss ja unterschiedliches rauskommen.
    Ich finde ihr sollte Hellmut Krug in Zukunft ablehnen, das dürfte einem Bayernfan leicht fallen ;)

    • Das halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Das war ein stinknormaler Zweikampf, von einer Ringereinlage kann keine Rede sein. Es hat sich auch kein Hertha-Spieler beschwert, nicht einmal Plattenhardt selbst. Ein völlig regulärer Treffer.

  11. Dankeschön. Ich empfinde eine solch polemische Art der Berichterstattung als absolut nicht hilfreich, die Entscheidungen von Schiedsrichtern besser nachvollziehen bzw. objektiv bewerten zu können und war schon ziemlich erschrocken, dass jemand so einen offensichtlichen Blödsinn von sich gibt. Zum Glück gibt es Collinas Erben.

  12. Bei Fussball.de gibts nen Artikel über einen gehörlosen Schiedsrichter. Der hat bestimmt alle Gags über “der ideale Schiri sollte viel sehen und wenig hören” schon gehört… ;-)

    http://www.fussball.de/newsdetail/gehoerloser-schiri-pfeift-nun-in-bezirksliga/-/article-id/129204#!/section/stage

    Finde ich toll, dass er so konsquent der Schiedsrichterei nachgeht und noch besser, dass der Berliner Veband ihn nicht nur als Schiri angenommen hat sondern sogar noch: “einen erheblichen Teil der Kosten für Gebärdensprachdolmetscher, ohne deren Einsatz die Weiterbildung eines Gehörlosen nicht möglich wäre.” übernimmt.

  13. Achje. Ganz vergessen, aber WICHTIG:

    Ihr macht einen tollen Podcast! Amüsant, fachkundig, mit angenehmen Stimmen und der richtigen Prise Humor! Perfekt! Weiter so!

  14. Ich würde gerne noch einmal das Spiel VFL Osnabrück – RB Leipzig aufgreifen. Auslöser des Spielabbruchs war ja der sich aufwärmende VfL-Auswechselspieler Hohnstedt, der einige Meter auf den Platz stürmte, um RB-Spieler Selke, der gerade eine Großchance versiebte, etwas mitzuteilen. Danach ist die Situation eskaliert, wie bekannt ist.

    Aus meiner Sicht ist diese Szene der Gipfel einer Entwicklung, die ich schon seit längerem beobachte. Nämlich, dass Ersatzspieler, die sich neben dem Tor aufwärmen, versuchen die angreifende Mannschaft zu behindern. Insbesondere bei Eckbällen kommt dies vor. Spieler nähern sich unnötig nah der Eckfahne, während der die Ecke ausführende Spieler anläuft oder unterbrechen ihre Dehnübungen, um genau in dem Moment Kopfballübungen auf der Torauslinie zu machen.

    Wieso greifen die Schiedsrichter bei diesen Dingen nicht stärker durch, z. B. durch ganz Konsequentes Ziehen von gelben Karten? Hohnstedt wurde meines Wissens nicht verwarnt.

    • Ehrlich gesagt: Ich tue mich schwer, den beschriebenen Negativtrend zu erkennen. Und die Tatsache, dass die Schiedsrichter eher selten eingreifen, könnte auch genau damit zusammenhängen, dass eine wirklich relevante Störung durch Spieler, die sich hinter der Tor(aus)linie aufwärmen, nicht so oft vorkommt. Aber vielleicht muss ich auch nur mal genauer darauf achten. Kopfballübungen auf der Tor(aus)linie sind mir jedenfalls noch nie aufgefallen – ein Ball hätte dort auch nichts zu suchen.

      Hohnstedt dagegen ist ja sogar auf den Platz gerannt, um auf Selke einzubrüllen. Der Schiedsrichter hat es, wohl im Sinne der Deeskalation, bei einer Ermahnung belassen. Den Spielraum dazu hatte er. Im Nachhinein erscheint es natürlich als unglücklich und ungerecht, dass der Spieler, der die Gemüter auf der Tribüne mit seiner Aktion erst in Wallung gebracht hat, ohne Verwarnung davongekommen ist.

  15. Hola,

    schön dass Ihr wieder da seid.

    Ihr habt ja am Anfang darüber gesprochen, dass es ein Regelfehler ist, einen Freistoß zu pfeifen und dann den Ball auf die Strafraumlinie zu legen. Dann wäre das doch ein Protestgrund und zwar für beide Seiten, je nachdem, ob der FS reigegangen ist oder nicht.

Leave a Reply

Required fields are marked *.