Erneut Aachener Ultras angegriffen

Am Dienstagabend spielte Alemannia Aachen auswärts gegen den 1.FC Saarbrücken in der 3.Liga. Das Spiel war am Ende eher nebensächlich, denn nach der Partie gab es Übergriffe zwischen zwei Gruppierungen der Aachener Fanszene. Dabei sollen rund hundert Personen aus dem Umfeld der »Karlsbande« nach dem Spiel 60 Mitglieder der “Aachen Ultras” attackiert haben. Die 11 Freunde schildern den Vorfall.

Am Dienstagabend fand ein Fußballspiel statt. Es endete 1:2, doch das Ergebnis tritt in den Hintergrund angesichts der Geschehnisse eine Viertelstunde nach dem Abpfiff. Denn dann schlugen Anhänger der siegreichen Mannschaft mit erschreckender Brutalität aufeinander ein. Mehrere Personen traktierten einen am Boden liegenden Fan minutenlang mit Schlägen und Tritten.

Der Fanbetreuer musste sich schützend vor das Opfer stellen, auch er wurde daraufhin rüde angegriffen. Mit blutverschmierten Shirt saß er später fassungslos im Bus. So ging es vielen. »Ich bin seit 25 Jahren in diesem Job tätig, so etwas habe ich noch nicht erlebt«, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Peter Becker, gegenüber 11FREUNDE.

Weitere Berichte: Aachener Zeitung, ZEIT

Zum Hintergrund des ganzen Unfugs bieten sich diese beiden Artikel von Christoph Ruf (SPON) und Oliver Fritsch (ZEIT) an, die die Ereignisse des Winters nochmal dezidiert auseinander nehmen.

Die Alemannia hat zwei verfeindete Ultra-Gruppen. Die Karlsbande (rund 180 Personen), die von sich behauptet, “unpolitisch” zu sein, aber kein Problem damit zu haben scheint, dass Neonazis in ihrem Umfeld agieren. Und die Aachen Ultras (ACU, etwa 80 Mitglieder), die sich als antirassistische Gruppierung sieht. Dass letztere am Tivoli immer mehr unter Druck gerät, konnte am 11. Dezember jeder sehen, der sich eine Karte für das Spiel gegen Aue gekauft hatte. (SPON)

Dieses Chaos versucht Sascha Wagner zu nutzen. Wagner ist ein Vorstandsmitglied der Jungen Nationaldemokraten, der NPD-Jugend und seit zwanzig Jahren ein “angesehener” Alemannia-Hooligan. Im Stadion soll man ihn inzwischen selten sehen; im Hintergrund ist er noch immer tätig. In einem Brief an den Verein empfahl er, die ACU aufzulösen, ebenso das Fan-Projekt. Beide wollte er als linksradikal diskreditieren. “Fußball bleibt Fußball und Politik bleibt Politik!”, schrieb Wagner. Die Ultras fürchten, dass er eine Mehrheitsmeinung der Kurve vertritt. (ZEIT)

Wer sich weiter für Rechtsradikalismus und Sport, bzw. Fußball interessiert, sei auch die Interviewreihe “Unterwegs mit Ronny Blaschke” ans Herz gelegt.

Ronny Blaschke zeigt sich auf für dieses Feature rund um die Karlsbande im Deutschlandfunk verantwortlich.

Und zum Schluss eine Dokumentation eines Übergriffs der Aachener Karlsbande im Dezember. (Stadionwelt-Fans)

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Seit der Geburt im Jahre 77 ansässig in der lebenswertesten Stadt der Welt – Münster. Erste Stadionerfahrungen leider nicht beim schönsten Fußball der Welt, sondern bei den Preußen aus Münster in der Oberliga. Inzwischen Social-Media-Manager, Journalist, Blogger und dem Leverkusener Vizekusen-Syndrom verfallen. Eine Geschichte voller Mitleid und Trauer, genährt von der Hoffnung, eines Tages eine Hand an der Meisterschale zu haben. Google+